Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Juli

Der Essener Arbeitsmarkt im Juli

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 15

Der Essener Arbeitsmarkt im Juli 

„Mit einem Plus von 1,0 Prozent ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen, vor allem in der Personengruppe der unter 25-Jährigen. Neben der konjunkturell schwierigen Lage fällt der Beginn der Sommerferien oft mit dem Ende von Maßnahmen sowie Ausbildungen zusammen. Gerade junge Menschen, die dann noch keine Anschlussperspektive haben, finden sich dann in der Statistik wieder“, berichtet Christine Schomaker, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Essen. „Der Ausbildungsmarkt in Essen befindet sich im Endspurt. Wer jetzt noch nicht den passenden Ausbildungsplatz gefunden hat, kann aber immer noch fündig werden: 939 Ausbildungsstellen sind in Essen noch nicht besetzt. Dem stehen 1.355 junge Menschen gegenüber, die immer noch ausbildungssuchend sind. Wir appellieren daher an die Unternehmen: Bilden Sie aus! Jeder Azubi von heute kann eine Fachkraft werden, die morgen Ihre unternehmerische Zukunft sichert. Geben Sie auch jungen Menschen eine Chance, die vielleicht erst auf den zweiten Blick passend erscheinen. Potenziale lassen sich entwickeln, ob über eine Einstiegsqualifizierung, eine Assistierte Ausbildung oder andere Unterstützungsformate - sprechen Sie uns an!“

Die Arbeitslosigkeit ist in Essen im Juli 2026 gestiegen. 35.250 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 333 Personen mehr (1,0 Prozent) als im Juni, aber 987 Personen bzw. 2,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 11,2 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 11,7 Prozent.

Im Juli waren in Essen 3.387 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 216 mehr als im Juni und 136 weniger als vor einem Jahr (-3,9 Prozent). Mit 2.456 Personen entfällt das Gros auf das JobCenter (49 mehr als im Juni und 143 weniger zum Vorjahresmonat). 931 junge Frauen und Männer wurden von der Agentur für Arbeit betreut, das waren 167 mehr als im Juni und 7 mehr als im Vorjahresmonat. 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 8.779 Personen (265 Personen mehr als im Vormonat und 428 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 26.471 Arbeitslose registriert (68 Personen mehr als im Vormonat, aber 1.415 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 75 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 744 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (5 mehr als im Vormonat, aber 8 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Verkehr und Lagerei. Aktuell befanden sich damit 3.346 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Juli 

 

Im Bereich der Agentur für Arbeit Essen waren bis Juli insgesamt 3.904 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 1.110 Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Von den 3.904 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 270 Personen (7 Prozent) mehr als im Juli 2025 gemeldet. Aktuell suchen 1.355 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

40 Prozent der gemeldeten Bewerber bzw. Bewerberinnen bewarben sich mit dem Realschulabschluss, 24 Prozent mit dem Hauptschulabschluss und 27 Prozent mit der Fach- oder Hochschulreife auf die offenen Stellen. 41 Prozent der Jugendlichen hat die Schule im aktuellen Berufsberatungsjahr beendet, die Übrigen schon vor längerer Zeit.

Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind: Kaufmann/-frau - Büromanagement, Kfz-Mechatroniker - PKW-Technik, Medizinische/r Fachangestellte/r, Anlagenmechaniker/in - Sanitär-/Heiz.-Klimatechnik, Verkäufer/in, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung, Friseur/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Fachinformatiker/in - Systemintegration.

Die regionalen Unternehmen haben bisher 2.711 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (124 Stellen bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 149 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 939 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Verwaltungsfachangestellte/r- Kommunalverwaltung und Kaufmann/-frau - Büromanagement.

Die Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen (inkl. der dualen Studienplätze) waren: Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Medizinische/r Fachangestellte/r, Kaufm. -Groß/Außenhandelsmanagement - Großhandel, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Fachkraft - Lagerlogistik, Industriekaufmann/-frau und Industriemechaniker/in.

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