Der Essener Arbeitsmarkt im Januar:

Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn gestiegen

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 3

„Wie erwartet, ist die Arbeitslosigkeit in Essen zum Jahresauftakt gestiegen, insgesamt sind 36.022 Essenerinnen und Essener ohne Job“, berichtet Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen. „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist nicht ungewöhnlich und lässt sich in ganz NRW beobachten, unter anderem, weil viele befristete Arbeitsverhältnisse zum Jahresende ausgelaufen sind. Doch nicht nur darauf ist der Anstieg gegenüber Dezember um rund 1.000 Arbeitslose zurückzuführen, auch die anhaltende Wirtschaftsschwäche wirkt sich weiter aus. Gegenüber dem Vormonat haben rund 20 Prozent mehr Menschen ihre Beschäftigung verloren. Gleichzeitig finden 12 Prozent weniger einen neuen Job, der Arbeitsmarkt zeigt sich aktuell konjunkturell weniger aufnahmefähig. Wer derzeit eine neue Beschäftigung sucht, hat es schwieriger, jedoch verbessern eine gute Qualifikation und gezielte Weiterbildung nach wie vor die Perspektiven erheblich. Diese gemeinsam anzugehen, ist unser Ziel – nutzen Sie daher unsere Beratung und Ihre Chancen!“

Die Arbeitslosigkeit in Essen ist im Januar 2026 gestiegen. 36.022 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1.044 Personen mehr (3,0 Prozent) als im Dezember und 1.258 Personen bzw. 3,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 11,6 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 11,3 Prozent.

Im Januar waren in Essen 3.406 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 17 mehr als im Dezember und 146 mehr als vor einem Jahr (+4,5 Prozent). Mit 2.655 Personen entfällt das Gros auf das JobCenter (6 mehr als im Dezember und 116 mehr zum Vorjahresmonat). 751 junge Frauen und Männer wurden von der Agentur für Arbeit betreut, das waren 11 mehr als im Dezember und 30 mehr als im Vorjahresmonat.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 8.528 Personen (514 Personen mehr als im Vormonat und 442 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 27.494 Arbeitslose registriert (530 Personen mehr als im Vormonat und 816 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 76,3 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 586 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (26 weniger als im Vormonat, aber 58 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Baugewerbe, Verkehr und Lagerei. Aktuell befanden sich damit 3.385 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

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