Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Flensburg April 2026

Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg gesunken

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 14

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Flensburg April 2026

Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg gesunken

Zitat:

„Die Arbeitslosigkeit ist im April erneut zurückgegangen. Mit den Osterfeiertagen hat die Frühjahrsbelebung spürbar eingesetzt, sodass viele Menschen wieder eine Beschäftigung aufnehmen konnten. Besonders an der Westküste zeigt sich diese Entwicklung deutlich“, erklärt Karsten Bunk, Chef der Arbeitsagentur Flensburg.

Agentur für Arbeit Flensburg

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg (Stadt Flensburg, Kreis Nordfriesland, Kreis Schleswig-Flensburg) im April 2026 gesunken. 15.423 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 797 Personen weniger (-5 Prozent) als im März und 144 Personen bzw. 1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.954 Personen (875 Personen weniger als im Vormonat, aber 179 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 9.469 Arbeitslose registriert (78 Personen mehr als im Vormonat, aber 323 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 61 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 761 Stellen wurden im April neu gemeldet (171 weniger als im Vormonat und 52 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 3.833 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Ende September 2025, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg auf 175.296. Gegenüber dem Vorjahresquartal hat sich damit die Zahl der Beschäftigten relativ wenig verändert (–178 oder +0,1 Prozent); im Vorquartal hatte es eine Veränderung um –377 oder –0,2 Prozent gegeben. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Heimen und Sozialwesen (+774 oder +4,0 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Energieversorgung (–744 oder –28,9 Prozent).

Im Agenturbezirk Flensburg waren im April 18.673 Personen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit). Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,1 Prozent.

In der Grundsicherung  (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 413 (entspricht -3 Prozent) auf insgesamt 15.433.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 20.372 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 491 Personen weniger (-2 Prozent) als vor einem Jahr.

Die Regionen im Überblick

Stadt Flensburg

Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Flensburg im April 2026 gestiegen. 4.631 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 36 Personen mehr (1 Prozent) als im März, aber 126 Personen bzw. 3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,5 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 8,9 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.731 Personen (29 Personen weniger als im Vormonat und 3 Personen weniger als vor einem Jahr).

Jobcenter Flensburg

Im April 2026 betreute das Jobcenter Flensburg 2.900 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Bürgergeld). Das sind 65 mehr als im Vormonat (+2,3 Prozent), aber 123 Personen (-4,1 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im April im Vergleich zum Vormonat um 44 (+0,8 Prozent) auf 5.493. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel die Zahl allerdings um 25 (-0,5 Prozent). Dies ist der geringste Wert in einem April seit Bestehen des Jobcenters Flensburg.
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten stieg im Vergleich zum Vormonat um 57 auf 9.442 (+0,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank sie allerdings um 18 (-0,5 Prozent). Dies ist der geringste Wert in einem April seit Bestehen des Jobcenters Flensburg.

Kreis Nordfriesland

Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Nordfriesland im April 2026 gesunken. 4.572 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 776 Personen weniger (-15 Prozent) als im März, aber 43 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent und lag mit 0,9 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 4,8 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.929 Personen (737 Personen weniger als im Vormonat, aber 128 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.643 Arbeitslose registriert (39 Personen weniger als im Vormonat und 85 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 58 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung  (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 243 (entspricht -5 Prozent) auf insgesamt 4.384.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 5.809 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 301 Personen weniger (-5 Prozent) als vor einem Jahr.

Kreis Schleswig-Flensburg

Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Schleswig-Flensburg im April 2026 gesunken. 6.220 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 57 Personen weniger (-1 Prozent) als im März und 61 Personen bzw. 1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 5,7 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.294 Personen (109 Personen weniger als im Vormonat, aber 54 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.926 Arbeitslose registriert (52 Personen mehr als im Vormonat, aber 115 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung  (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 145 (entspricht -3 Prozent) auf insgesamt 5.556.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 7.446 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 216 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr.

Der regionale Arbeitsmarkt nach Geschäftsstellenbezirken

Geschäftsstelle Husum

Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 169 auf 2.241 Personen verringert. Das waren 78 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im April 5,4 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,6 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von März auf April um 139 auf 757 Personen verringert. Das waren 55 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von März auf April um 30 auf 1.484 Personen verringert. Das waren 133 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 21 Stellen auf 480 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 27 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 98 neue Arbeitsstellen, 11 mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Kappeln

Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 16 auf 783 Personen verringert. Das waren 59 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im April 5,3 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,8 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von März auf April um 44 auf 309 Personen verringert. Das waren 11 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von März auf April um 28 auf 474 Personen gestiegen. Das waren 48 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 6 Stellen auf 165 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 16 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im April 50 neue Arbeitsstellen, 13 weniger als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Niebüll

Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 238 auf 1.372 Personen verringert. Das waren 84 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im April 4,8 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,4 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von März auf April um 218 auf 652 Personen verringert. Das waren 67 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von März auf April um 20 auf 720 Personen verringert. Das waren 17 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 17 Stellen auf 628 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 256 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 44 neue Arbeitsstellen, 43 weniger als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Schleswig

Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April geringfügig um 12 auf 3.192 Personen verringert. Das waren 19 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im April 6,7 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,8 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von März auf April um 36 auf 963 Personen verringert. Das waren 20 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von März auf April um 24 auf 2.229 Personen gestiegen. Das waren 39 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 4 Stellen auf 633 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 19 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im April 131 neue Arbeitsstellen, 80 weniger als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Westerland

Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 287 auf 341 Personen verringert. Das waren 2 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im April 2,8 Prozent; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von März auf April um 291 auf 252 Personen verringert. Das waren 24 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von März auf April um 4 auf 89 Personen gestiegen. Das waren 26 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 23 Stellen auf 315 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 24 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 40 neue Arbeitsstellen, 6 mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Tönning

Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 82 auf 618 Personen verringert. Das waren 35 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im April 5,3 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,0 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von März auf April um 89 auf 268 Personen verringert. Das waren 30 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von März auf April um 7 auf 350 Personen gestiegen. Das waren 5 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 2 Stellen auf 200 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 2 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 46 neue Arbeitsstellen, 13 mehr als vor einem Jahr.

Der Ausbildungsmarkt im April 2026

Zitat:


„Wir rufen alle Betriebe dazu auf, ihre Ausbildungsstellen bei uns zu melden. Nur so können wir ein möglichst vollständiges Bild des Ausbildungsmarktes in der Region abbilden und für Transparenz sorgen. So wird sichtbar, welche Chancen jungen Menschen offenstehen und welche vielfältigen Ausbildungswege es gibt. Gleichzeitig leisten ausbildende Betriebe einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung – sie investieren vorausschauend in die Zukunft ihres Unternehmens und stärken damit nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region“, so Karsten Bunk, Chef der Agentur für Arbeit Flensburg.

Im Bereich der Agentur für Arbeit Flensburg (Stadt Flensburg, Kreis Nordfriesland, Kreis Schleswig-Flensburg) waren bis April insgesamt 1.906 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet.
Von den 1.906 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 31 Personen (2 Prozent) weniger als im April 2025 gemeldet. Aktuell suchen 1.171 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

37 Prozent der gemeldeten Bewerber bzw. Bewerberinnen bewarben sich mit dem Realschulabschluss, 38 Prozent mit dem Hauptschulabschluss und 14 Prozent mit der Fach- oder Hochschulreife auf die offenen Stellen. 40 Prozent der Jugendlichen hat die Schule im aktuellen Berufsberatungsjahr beendet, die Übrigen schon vor längerer Zeit.

Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind: Kfz-Mechatroniker/in - PKW-Technik, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Medizinische/r Fachangestellte/r, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Fachinformatiker/in - Systemintegration, Tischler/in, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Fachinformatiker/in-Anwendungsentwicklung und Friseur/in.
Es haben sich bislang 735 Jugendliche bei der Berufsberatung abgemeldet. Von ihnen begannen rund 32 Prozent eine Berufsausbildung bzw. ein duales Studium. 8 Prozent der abgemeldeten Jugendlichen besuchen auch zukünftig die Schule. Weitere 1 Prozent starteten in ein Studium. 59 Prozent der Bewerber bzw. Bewerberinnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, begannen eine Fördermaßnahme zur Berufsvorbereitung oder leisten gemeinnützige/soziale Dienste.

Die regionalen Unternehmen haben bisher 2.154 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (195 Stellen bzw. 8 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 89 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 1.273 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachkraft - Lagerlogistik, Mechatroniker/in und Kaufmann/-frau - Büromanagement.

Die Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen (inkl. der dualen Studienplätze) waren: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Elektroniker/in für Geräte und Systeme, Fachwirt/in - Handel, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Kaufm. -Groß/Außenhandelsmanagement - Großhandel, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Fachkraft - Lagerlogistik, Anlagenmechaniker/in – Sanitär, Heizung und Klimatechnik und Mechatroniker/in.