Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Flensburg Januar 2026

Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg gestiegen

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 3

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Flensburg Januar 2026

Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg gestiegen

Zitat:

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist typisch für diese Jahreszeit. Nach dem Weihnachtsgeschäft endet in vielen Betrieben die Saison, vor allem im tourismusgeprägten Umfeld. Auch wenn die Arbeitslosenquoten in den Regionen dem Vorjahresstand entsprechen, zeigen die absoluten Zahlen einen leichten Anstieg. Diese saisonale Entwicklung ist für sich nicht beunruhigend. Wir setzen darauf, dass in verschiedenen Wirtschaftszweigen bald wieder eine Frühjahrsbelebung mit neuen Einstellungen eintritt“, erklärt Karsten Bunk, Chef der Arbeitsagentur Flensburg.

Agentur für Arbeit Flensburg

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg (Stadt Flensburg, Kreis Nordfriesland, Kreis Schleswig-Flensburg) im Januar 2026 gestiegen. 16.892 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1.098 Personen mehr (7 Prozent) als im Dezember und 140 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6,5 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 7.355 Personen (802 Personen mehr als im Vormonat und 642 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 9.537 Arbeitslose registriert (296 Personen mehr als im Vormonat, aber 502 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 57 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 958 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (281 mehr als im Vormonat und 426 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 3.579 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Ende Juni 2025, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg auf 172.990. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Abnahme um 377 oder 0,2 Prozent, nach –416 oder ebenfalls –0,2 Prozent im Vorquartal. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme im Gesundheitswesen (+1.139 oder +9,3 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Energieversorgung (–659 oder –26,8 Prozent).

Im Agenturbezirk Flensburg waren im Januar 20.189 Personen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit). Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,7 Prozent.
In der Grundsicherung  (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 459 (entspricht -3 Prozent) auf insgesamt 15.506.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 20.528 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 530 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr.


Die Regionen im Überblick

Stadt Flensburg

Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Flensburg im Januar 2026 gestiegen. 4.696 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 317 Personen mehr (7 Prozent) als im Dezember und 54 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,7 Prozent und lag mit 0,6 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 8,7 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.824 Personen (142 Personen mehr als im Vormonat und 204 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.872 Arbeitslose registriert (175 Personen mehr als im Vormonat, aber 150 Personen weniger als im Vorjahr).

Jobcenter Flensburg

Im Januar 2026 betreute das Jobcenter Flensburg 2.872 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Bürgergeld); das sind 175 mehr als im Vormonat (+6,5 Prozent), aber 150 Personen (-5,0 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat um 10 (+0,2 Prozent) auf 5.465; im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel die Zahl um 58 (-1,0 Prozent). Dies ist der geringste Wert in einem Januar seit Bestehen des Jobcenters Flensburg.
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten sank im Vergleich zum Vormonat um 10 auf 9.425 (-0,1 Prozent), im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel sie um 90 (-0,9 Prozent). Dies ist ebenfalls der geringste Wert in einem Januar seit Bestehen des Jobcenters Flensburg.

Kreis Nordfriesland

Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Nordfriesland im Januar 2026 gestiegen. 5.715 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 493 Personen mehr (9 Prozent) als im Dezember und 41 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und lag mit 0,6 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.958 Personen (429 Personen mehr als im Vormonat und 96 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.757 Arbeitslose registriert (64 Personen mehr als im Vormonat, aber 55 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 48 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung  (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 209 (entspricht -4 Prozent) auf insgesamt 4.506.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 5.970 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 259 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr.

Kreis Schleswig-Flensburg

Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Schleswig-Flensburg im Januar 2026 gestiegen. 6.481 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 288 Personen mehr (5 Prozent) als im Dezember und 45 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,9 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 5,9 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.573 Personen (231 Personen mehr als im Vormonat und 342 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.908 Arbeitslose registriert (57 Personen mehr als im Vormonat, aber 297 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 60 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung  (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 192 (entspricht -3 Prozent) auf insgesamt 5.535.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 7.467 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 241 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr.

Der regionale Arbeitsmarkt nach Geschäftsstellenbezirken

Geschäftsstelle Husum

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 143 auf 2.493 Personen gestiegen. Das waren 87 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 6,0 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,2 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Dezember auf Januar um 120 auf 921 Personen gestiegen. Das waren 34 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von Dezember auf Januar um 23 auf 1.572 Personen gestiegen. Das waren 121 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 33 Stellen auf 378 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 100 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Januar 58 neue Arbeitsstellen, 6 mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Kappeln

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 44 auf 838 Personen gestiegen. Das waren 35 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 5,7 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,0 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Dezember auf Januar um 36 auf 374 Personen gestiegen. Das waren 21 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von Dezember auf Januar um 8 auf 464 Personen gestiegen. Das waren 56 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 9 Stellen auf 186 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 41 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Januar 86 neue Arbeitsstellen, 37 mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Niebüll

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 155 auf 1.753 Personen gestiegen. Das waren 115 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 6,1 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,6 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Dezember auf Januar um 122 auf 996 Personen gestiegen. Das waren 68 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von Dezember auf Januar um 33 auf 757 Personen gestiegen. Das waren 47 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 279 Stellen auf 611 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 259 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 331 neue Arbeitsstellen, 292 mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Schleswig

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 142 auf 3.306 Personen gestiegen. Das waren 31 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 6,9 Prozent; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Dezember auf Januar um 115 auf 1.097 Personen gestiegen. Das waren 174 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von Dezember auf Januar um 27 auf 2.209 Personen gestiegen. Das waren 143 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 140 Stellen auf 571 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 65 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 129 neue Arbeitsstellen, 17 mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Westerland

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 95 auf 693 Personen gestiegen. Das waren 15 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 5,7 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,5 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Dezember auf Januar um 104 auf 621 Personen gestiegen. Das waren praktisch genau so viele wie vor einem Jahr (+3). Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von Dezember auf Januar um 9 auf 72 Personen verringert. Das waren 12 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 10 Stellen auf 296 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 10 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 19 neue Arbeitsstellen, genauso viele wie im Jahr zuvor.

Geschäftsstelle Tönning

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 100 auf 776 Personen gestiegen. Das waren praktisch genau so viele wie vor einem Jahr (–2). Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 6,6 Prozent; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Dezember auf Januar um 83 auf 420 Personen gestiegen. Das waren 9 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von Dezember auf Januar um 17 auf 356 Personen gestiegen. Das waren 7 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 4 Stellen auf 161 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 27 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Januar 32 neue Arbeitsstellen, 2 mehr als vor einem Jahr.