Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Flensburg Februar 2026
Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg gestiegen
Zitat:„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit entspricht dem für diese Jahreszeit typischen Verlauf. Mit dem Ende des Weihnachtsgeschäfts und der Wintersaison – insbesondere im tourismusgeprägten Bereich – erhöht sich die Zahl der Arbeitslosen erfahrungsgemäß. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk ist gegenüber dem Vormonat insgesamt unverändert geblieben. Auch im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich die Quoten auf einem ähnlichen Niveau, wenngleich die absoluten Zahlen leicht höher liegen. Insgesamt handelt es sich um eine saisonübliche Entwicklung ohne besondere Ausschläge“, erklärt Karsten Bunk, Chef der Arbeitsagentur Flensburg.
Agentur für Arbeit Flensburg
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg (Stadt Flensburg, Kreis Nordfriesland, Kreis Schleswig-Flensburg) im Februar 2026 gestiegen. 16.929 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 37 Personen mehr (0,2 Prozent) als im Januar, aber 68 Personen bzw. 0,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 7.452 Personen (97 Personen mehr als im Vormonat und 468 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 9.477 Arbeitslose registriert (60 Personen weniger als im Vormonat und 536 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 56 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 893 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (65 weniger als im Vormonat, aber 89 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 3.787 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Ende Juni 2025, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg auf 172.990. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Abnahme um 377 oder 0,2 Prozent, nach –416 oder ebenfalls –0,2 Prozent im Vorquartal. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme im Gesundheitswesen (+1.139 oder +9,3 Prozent); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Energieversorgung (–659 oder –26,8 Prozent).
Im Agenturbezirk Flensburg waren im Januar 20.243 Personen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit). Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,7 Prozent.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 618 (entspricht -4 Prozent) auf insgesamt 15.381. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 20.346 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 710 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr.
Die Regionen im Überblick
Stadt Flensburg
Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Flensburg im Februar 2026 gestiegen. 4.710 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 14 Personen mehr (0,3 Prozent) als im Januar, aber 48 Personen bzw. 1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,7 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 8,9 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.856 Personen (32 Personen mehr als im Vormonat und 129 Personen mehr als vor einem Jahr).
Jobcenter Flensburg
Im Februar 2026 betreute das Jobcenter Flensburg 2.854 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Bürgergeld). Das sind 18 weniger als im Vormonat (-0,6 Prozent) und 177 Personen (-5,8 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Februar im Vergleich zum Vormonat um 33 (-0,6 Prozent) auf 5.432. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel die Zahl sogar um 110 (-2,0 Prozent).
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten sank im Vergleich zum Vormonat um 84 auf 9.341 (-0,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel sie um 128 (-1,4 Prozent). Dies ist der geringste Wert in einem Februar seit Bestehen des Jobcenters Flensburg.
Kreis Nordfriesland
Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Nordfriesland im Februar 2026 gestiegen. 5.786 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 71 Personen mehr (1 Prozent) als im Januar und 84 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.067 Personen (109 Personen mehr als im Vormonat und 143 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.719 Arbeitslose registriert (38 Personen weniger als im Vormonat und 59 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 47 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 249 (entspricht -5 Prozent) auf insgesamt 4.462.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 5.928 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 295 Personen weniger (-5 Prozent) als vor einem Jahr.
Kreis Schleswig-Flensburg
Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Schleswig-Flensburg im Februar 2026 gesunken. 6.433 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 48 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar und 104 Personen bzw. 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.529 Personen (44 Personen weniger als im Vormonat, aber 196 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.904 Arbeitslose registriert (4 Personen weniger als im Vormonat und 300 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 61 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 259 (entspricht -5 Prozent) auf insgesamt 5.487. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 7.379 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 341 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr.
Der Ausbildungsmarkt im Februar 2026
Zitat:„Mit Sorge sehen wir, dass in 2026 zumindest bislang weniger Ausbildungsstellen gemeldet wurden. Angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs ist es wichtiger denn je, dass Unternehmen weiterhin in Ausbildung investieren. Wer heute ausbildet, sichert sich die Fachkräfte von morgen und stärkt nachhaltig den eigenen Betrieb sowie unsere regionale Wirtschaft“, so Karsten Bunk.
Im Bereich der Agentur für Arbeit Flensburg (Stadt Flensburg, Kreis Nordfriesland, Kreis Schleswig-Flensburg) waren bis Februar insgesamt 1.513 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet.
Von den 1.513 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 69 Personen (4 Prozent) weniger als im Februar 2025 gemeldet.
37 Prozent der gemeldeten Bewerber bzw. Bewerberinnen bewarben sich mit dem Realschulabschluss, 36 Prozent mit dem Hauptschulabschluss und 15 Prozent mit der Fach- oder Hochschulreife auf die offenen Stellen. 35 Prozent der Jugendlichen hat die Schule im aktuellen Berufsberatungsjahr beendet, die Übrigen schon vor längerer Zeit.
Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind: Kfz-Mechatroniker/in - PKW-Technik, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Medizinische/r Fachangestellte/r, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Fachinformatiker/in - Systemintegration, Tischler/in, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Fachinformatiker/in - Anwendungsentwicklung und Friseur/in.
Die regionalen Unternehmen haben bisher 1.950 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (222 Stellen bzw. 10 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 78 Bewerber bzw. Bewerberinnen.
Die Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen (inkl. der dualen Studienplätze) waren: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Elektroniker/in für Geräte und Systeme, Fachwirt/in - Handel, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Fachkraft - Lagerlogistik, Kaufmann/-frau -Groß/Außenhandelsmanagement - Großhandel, Anlagenmechaniker/in – Sanitär, Heizung und Klimatechnik und Steuerfachangestellte/r.
Der regionale Arbeitsmarkt nach Geschäftsstellenbezirken
Geschäftsstelle Husum
Die Arbeitslosigkeit ist von Januar auf Februar um 22 auf 2.515 Personen gestiegen. Das waren 72 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 6,0 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,2 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Januar auf Februar um 46 auf 967 Personen gestiegen. Das waren 43 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von Januar auf Februar um 24 auf 1.548 Personen verringert. Das waren 115 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um 65 Stellen auf 443 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 38 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Februar 136 neue Arbeitsstellen, 40 mehr als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Kappeln
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Januar auf Februar um 19 auf 819 Personen verringert. Das waren 96 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 5,6 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,3 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von Januar auf Februar um 6 auf 368 Personen verringert. Das waren 16 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von Januar auf Februar um 13 auf 451 Personen verringert. Das waren 80 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um 24 Stellen auf 162 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 54 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Februar 57 neue Arbeitsstellen, 11 weniger als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Niebüll
Die Arbeitslosigkeit ist von Januar auf Februar um 9 auf 1.762 Personen gestiegen. Das waren 118 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 6,1 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,6 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Januar auf Februar um 28 auf 1.024 Personen gestiegen. Das waren 85 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von Januar auf Februar um 19 auf 738 Personen verringert. Das waren 33 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um 20 Stellen auf 631 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 262 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Februar 84 neue Arbeitsstellen, 17 mehr als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Schleswig
Die Arbeitslosigkeit ist von Januar auf Februar geringfügig um 14 auf 3.320 Personen gestiegen. Das waren praktisch genau so viele wie vor einem Jahr (–11). Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 7,0 Prozent; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von Januar auf Februar um 11 auf 1.086 Personen verringert. Das waren 103 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Dabei meldeten sich 226 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 17 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert 208 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+1).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um 37 Stellen auf 608 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 69 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Februar 142 neue Arbeitsstellen, 2 mehr als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Westerland
Die Arbeitslosigkeit ist von Januar auf Februar um 46 auf 739 Personen gestiegen. Das waren 19 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 6,1 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,9 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Januar auf Februar um 41 auf 662 Personen gestiegen. Das waren 9 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von Januar auf Februar um 5 auf 77 Personen gestiegen. Das waren 10 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar geringfügig gesunken, und zwar um 1 auf 295; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 3 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Februar 16 neue Arbeitsstellen, 35 weniger als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Tönning
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Januar auf Februar um 6 auf 770 Personen verringert. Das waren 19 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 6,6 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,4 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von Januar auf Februar um 6 auf 414 Personen verringert. Das waren 6 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit belief sich im Rechtskreis SGB II im Februar unverändert auf 356 Personen. Das waren 13 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um 32 Stellen auf 193 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 5 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Februar 76 neue Arbeitsstellen, 18 mehr als vor einem Jahr.