Der Arbeitsmarkt in Frankfurt am Main: Leichte Entspannung im Spätsommer

Die Arbeitslosigkeit in Frankfurt am Main ist etwas zurückgegangen. Unternehmen meldeten mehr freie Stellen als im Vormonat und im Vorjahr. Gegenüber März 2025 ging die Zahl der Beschäftigten erstmals zurück. 

30.09.2026 | Presseinfo Nr. 58

Die Arbeitslosenzahl in Frankfurt am Main ist im September leicht gesunken. Insgesamt waren 31.856 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind weniger als im August (-718 Menschen oder -2,2 Prozent) und 919 Menschen mehr als vor einem Jahr (+3,0 Prozent).  
Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent zurück. Im September 2025 lag sie bei 6,9 Prozent.    

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit seit dem Vormonat ist bei allen Personengruppen sichtbar.     
Im Vorjahresvergleich zeigt sich bei fast allen Personengruppen eine Erhöhung der Arbeitslosenzahl. Den stärksten prozentualen Anstieg gab es mit einem Plus von 10,6 Prozent bei den 15- bis unter 25-Jährigen sowie den von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffenen (+4,9 Prozent).Lediglich bei Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit blieb ein Anstieg aus (-22 oder -0,1 Prozent).  
Gemessen an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen hatten im September 33,4 Prozent, insgesamt 10.640 Menschen, bereits ein Jahr oder länger keine berufliche Tätigkeit mehr ausgeübt.     

„Die leichte Belebung des Arbeitsmarktes zum Ausklang der Sommermonate ist ein positives Signal, jedoch noch kein Zeichen für eine nachhaltige Trendwende“, sagt Björn Krienke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt am Main. „Für viele Menschen, die Arbeit suchen, ist der Weg zurück in Beschäftigung schwieriger und länger geworden. Deshalb möchten wir die Unternehmen noch stärker als Partner gewinnen und frühzeitig über Personalbedarfe, Beschäftigungssicherung und Qualifizierungsmöglichkeiten sprechen. Hinter jeder Zahl stehen Menschen, für die Arbeitslosigkeit täglich eine existentielle Belastung bedeutet und in jeder Stellenmeldung zeigt sich, dass Unternehmen ihre Existenz jetzt und in Zukunft mit branchenspezifischem Personal sichern müssen. Unser Ziel ist, darauf ausgerichtete Beratungs- und Unterstützungsangebote zu unterbreiten und zwar so, dass Qualifizierungen und die Bedarfe der Unternehmen zusammenpassen.“

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
37,7 Prozent aller in Frankfurt am Main arbeitslos gemeldeten Menschen (insgesamt 11.998 Personen) zählen zum Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung), für den die Agentur für Arbeit Frankfurt am Main verantwortlich ist. Das sind 418 Menschen weniger als im August (-3,4 Prozent) und 766 mehr als vor einem Jahr (+6,8 Prozent).
62,3 Prozent (insgesamt 19.858 Menschen) sind dem Rechtkreis SGB II (seit 1. Juli 2026 Grundsicherung für Arbeitsuchende) zugeordnet und werden durch das Jobcenter Frankfurt am Main betreut. Das sind 300 Menschen weniger als im August (-1,5 Prozent) und 153 mehr als vor einem Jahr (+0,8 Prozent). 
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, das sind Haushalte, Lebensgemeinschaften und Familien, die zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes finanzielle Unterstützungsleistungen des Jobcenters Frankfurt am Main benötigen, ist seit dem Vormonat weiter zurückgegangen (-0,6 Prozent) und ist weiterhin niedriger als vor einem Jahr (ebenfalls -0,6 Prozent). Insgesamt waren in der Stadt Frankfurt am Main im September 31.899 Bedarfsgemeinschaften gemeldet. 

„Die Gesamtzahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen in der Grundsicherung ist seit August etwas zurückgegangen und liegt mit einem Plus von 0,8 Prozent etwas über dem Wert des Vorjahres“, erklärt Ulli Dvořák, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt am Main. „Die Integration von Menschen aus dem SGB-II-Bezug bleibt eine anspruchsvolle Aufgabe. Qualifizierung ist für uns ein wichtiger Schlüssel, um Menschen auch bei einem verhaltenen Arbeitsmarkt neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. An unseren Standorten informieren wir in eigenen Veranstaltungen über Weiterbildung, Qualifizierungswege und Fördermöglichkeiten und zeigen auf, welche Schritte in eine nachhaltige Beschäftigung führen können.“ 

Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung  
Die Beschäftigung in Frankfurt am Main liegt erstmals seit März 2021 unter dem Wert des Vorjahresmonats. Am Stichtag 31. März 2026 wurden 648.416 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gezählt. Das sind 1.028 Beschäftigte mehr als im Vormonat (+0,2 Prozent), aber 3.085 Menschen weniger (-0,5 Prozent) als im März 2025. 

Mehr Stellenzugänge als im Vormonat- und Vorjahr 
Im September meldeten Unternehmen in Frankfurt am Main 1.886 offene Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit. Das sind mehr als im August (+23,0 Prozent) und auch mehr als im September 2025 (+16,0 Prozent). 
Die höchsten Stellenzugänge im September kamen aus Berufen in der Lagerwirtschaft sowie Berufen in der elektrischen Betriebstechnik.       
Der Gesamtzugang offener Stellen von Jahresbeginn bis einschließlich September war mit insgesamt 13.891 Stellenmeldungen immer noch niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (-464 Stellen oder -3,2 Prozent).  

Der Ausbildungsmarkt 2025/2026 in Frankfurt am Main 
Die Daten zum Berichtsmonat September werden im Ausbildungsstellenmarkt zum 30. September 2026 (Ende des Berichtsjahres) erhoben und am 30. Oktober mit den Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht.