Anstieg der Arbeitslosigkeit steigt bei Jüngeren und Älteren
In Mittelsachsen waren im Dezember 9.093 arbeitslose Frauen und Männer gemeldet.
Das sind 154 mehr als im November. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat
um 0,1 Prozent auf 5,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2024
sind 424 Personen mehr Personen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember
2024 bei 5,6 Prozent.
Neu bzw. erneut arbeitslos meldeten sich im Dezember 1.754 Personen. Davon wurden
615 nach vorheriger Erwerbstätigkeit und 354 nach einer Ausbildung oder einer
Maßnahme arbeitslos.
Demgegenüber standen 1.617 Personen, die ihre Arbeitslosigkeit beendeten. Davon
nahmen 388 Personen eine Erwerbstätigkeit auf und 389 begannen eine Ausbildung
oder eine sonstige Bildungsmaßnahme.
Der Arbeitslosenbestand verteilt sich unterschiedlich auf die einzelnen Regionen im
Landkreis. Den stärksten Anstieg im Vergleich zum Vormonat verzeichnet Döbeln mit
2,6 Prozent. In Hainichen stieg die Arbeitslosigkeit um 1,8 Prozent und in Freiberg um
0,8 Prozent.
Die niedrigste Arbeitslosenquote mit 5,3 Prozent ist in Hainichen festzustellen. Danach
folgt Freiberg mit 5,8 Prozent und Döbeln mit 6,7 Prozent.
„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Dezember nicht ungewöhnlich. Insbesondere
Arbeitnehmer aus dem Bereich der Landwirtschaft sowie des Bauwesens meldeten
sich in den zurückliegenden Wochen aus saisonalen Gründen arbeitslos. Bei witterungs-
bedingten Arbeitsausfällen kann auch das saisonale Kurzarbeitergeld in Anspruch
genommen werden,“ informiert Kathrin Groschwald, Vorsitzende der Geschäftsführung
der Agentur für Arbeit Freiberg.
Ein genauerer Blick hinter die Zahlen zeigt uns, dass sich die Struktur der Arbeitslosigkeit
verändert. Zunehmend betroffen sind sowohl ältere Menschen als
auch junge Erwachsene. Während Ältere häufig aufgrund von Strukturwandel, Digitalisierung
oder gesundheitlichen Einschränkungen schwerer in den Arbeitsmarkt
zurückfinden, stehen junge Menschen vor Herausforderungen beim Einstieg
in Ausbildung und Beschäftigung. Diese Entwicklung macht deutlich, dass
wir weiter gezielt in Ausbildung und Qualifizierung investieren müssen um diese
Menschen in Arbeit zu bringen,“ konstatiert Kathrin Groschwald.
Im Dezember wurden der Agentur für Arbeit Freiberg 465 neue Arbeitsstellen gemeldet,
68 weniger als im November. Der Gesamtbestand an Arbeitsstellen liegt aktuell
bei 2.208 Stellen. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr
1.027 (23,5%) mehr freie Stellen.
„Die Arbeitskräftenachfrage und damit verbunden die Anzahl neu gemeldeter Stellen
liegt über dem Vorjahresniveau. Die Unternehmen sind zwar weiter zurückhaltend bei
der Einstellung, aber es zeigt uns auch, dass nach wie vor Arbeitskräfte in den Unternehmen
benötigt werden. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen heißt das für
uns, den Fokus weiter auf die Beratung der Menschen und der Unternehmen zu setzen
und dort, wo es möglich ist, in Qualifikation zu investieren. Für die offenen Arbeitsplätze
werden überwiegend qualifizierte Fachkräfte gesucht. Mehr als 3.500 arbeitslos
gemeldete Menschen in Mittelsachsen haben keinen Berufsabschluss oder
persönliche Hemmnisse. Deshalb investieren wir weiter in individuelle Förderungen
mit dem Ziel einer langfristigen und nachhaltigen beruflichen Integration und um die
Fachkräftebedarfe der Zukunft zu sichern. Sprechen Sie mit den Vermittlungsfachkräften
der Agentur für Arbeit Freiberg, sie beraten zu Qualifizierungslehrgängen,
Weiterbildungen oder Umschulungen“, erklärt Kathrin Groschwald abschließend.
Blick in die Regionen des Landkreises Mittelsachsen
Agenturbezirk Gesamt
9.093 Personen arbeitslos gemeldet
424 mehr als im Dezember letzten Jahres
154 mehr als im Vormonat
Arbeitslosenquote 5,9 Prozent
Region Hainichen
2.972 Personen arbeitslos gemeldet
294 mehr als im Dezember letzten Jahres
53 mehr als im Vormonat
Arbeitslosenquote 5,3 Prozent
Region Freiberg
3.156 Personen arbeitslos gemeldet
85 mehr als im Dezember letzten Jahres
26 mehr als im Vormonat
Arbeitslosenquote 5,8 Prozent
Region Döbeln
2.965 Personen arbeitslos gemeldet
45 mehr als im Dezember letzten Jahres
75 mehr als im Vormonat
Arbeitslosenquote 6,7 Prozent
Telefonische Erreichbarkeit
Die Servicecenter sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar.
• Service-Hotline für Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00
• Service-Hotline für Arbeitgeber: 0800 4 5555 20
• Service-Hotline für Selbständige: 0800 4 5555 21
