Internationaler Frauentag

06.03.2026 | Presseinfo Nr. 10

Viele mittelsächsische Frauen meistern Balanceakt zwischen Familie und Job

Beschäftigung der Frauen weiter hoch, allerdings bei über 60 Prozent Teilzeitbeschäftigung

Der internationale Frauentag am 8. März rückt jährlich die Situation der Frauen in verschiedenen
Lebenslagen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Arbeitswelt als wesentlicher
Teil der Lebensgestaltung spielt dabei eine besondere Rolle.

Anlässlich des Frauentags am 8. März gibt es gute Nachrichten für die Mittelsächsinnen. Die
Beschäftigungsquote der Frauen lag im vergangenen Jahr in Mittelsachsen bei 65,7 Prozent.
Im Vergleich aller Bundesländer liegt Sachsen mit der Frauen-Beschäftigungsquote von 64,8
Prozent auf Platz eins.

Aktuell gibt es im Landkreis über 114.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte zwischen
15 und 64 Jahren. Davon 55.171 Frauen, das sind 48 Prozent aller sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten. Die Mittelsächsinnen sind gut qualifiziert, 87 Prozent der arbeitenden
Frauen in der Region haben einen anerkannten Berufsabschluss oder eine akademische
Ausbildung.

Der hohe Anteil arbeitender Frauen zeigt, dass viele den Balanceakt zwischen Familie und
Job meistern. Allerdings arbeitet mehr als die Hälfte der Frauen in Teilzeit, bei den Männern
sind es lediglich 20 Prozent. Während Frauen deutlich häufiger in kaufmännischen und personenbezogenen
Dienstleistungen arbeiten, üben Männer öfter Produktions- und MINT Berufe
aus. Auf Grund der geschlechterspezifischen Berufswahl mit zum Teil geringer entlohnter
Tätigkeit und durch die familiär begründete Einschränkung auf Teilzeit haben Frauen häufiger
ein niedrigeres Einkommen. Stand Juni 2025 betrugen die Verdienstunterschiede bei Vollzeitbeschäftigung
zwischen Männern und Frauen im Landkreis Mittelsachsen 147 Euro monatlich.
Frauen verdienten im Schnitt 2.995 Euro, während Männer im Durchschnitt 3.142
Euro verdienten.

 „In der Region Mittelsachsen verzeichnen wir seit vielen Jahren eine hohe Erwerbsneigung
der Frauen. Frauen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Entwicklung auf
dem Arbeitsmarkt und sind in vielen Branchen stark vertreten. Der hohe Beschäftigtenanteil
von Frauen zeigt ihr großes Engagement und ihre Bedeutung für die Fachkräftesicherung.
Gleichzeitig arbeitet ein erheblicher Teil von ihnen in Teilzeit, oft, um
berufliche und familiäre Aufgaben zu vereinbaren. Um dieses Potenzial noch stärker
zu nutzen, bleiben gute Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit Familie und berufliche
Entwicklung entscheidend,“ so Kathrin Groschwald, Vorsitzende der Geschäftsführung
der Agentur für Arbeit Freiberg.