In Mittelsachsen waren im Januar 9.581 arbeitslose Frauen und Männer gemeldet. Das sind 488 oder 5,4 Prozent mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent auf 6,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 444 Personen mehr arbeitslos. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 5,9 Prozent.
Neu bzw. erneut arbeitslos meldeten sich im Januar 1.915 Personen. Davon wurden 966 nach vorheriger Erwerbstätigkeit und 266 nach einer Ausbildung oder einer Maßnahme arbeitslos.
Demgegenüber standen 1.432 Personen, die ihre Arbeitslosigkeit beendeten. Davon nahmen 407 Personen eine Erwerbstätigkeit auf und 259 begannen eine Ausbildung oder eine sonstige Bildungsmaßnahme.
Der Arbeitslosenbestand verteilt sich unterschiedlich auf die einzelnen Regionen im Landkreis. Den stärksten Anstieg im Vergleich zum Vormonat verzeichnet Freiberg mit 5,6 Prozent. In Hainichen stieg die Arbeitslosigkeit um 5,3 Prozent und in Döbeln um 5,1 Prozent.
Die niedrigste Arbeitslosenquote mit 5,6 Prozent ist in Hainichen festzustellen. Danach folgen Freiberg mit 6,1 Prozent und Döbeln mit 7,1 Prozent.
„Im Januar ist die Arbeitslosigkeit in Mittelsachsen nicht nur durch saisonale Einflüsse gestiegen. Beschäftigungsverhältnisse, die zum Quartals- bzw. Jahresende auslaufen, werden erst in der Januarbilanz abgebildet. Insbesondere Beschäftigte die einer Tätigkeit im Baugewerbe, im Verkehr- oder Logistikbereich, im Dienstleistungsbereich oder auch im Handel nachgingen, meldeten sich im Januar arbeitslos. Aber auch im kaufmännischen Bereich sowie aus dem Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik haben wir einen erhöhten Zugang zu verzeichnen“, konstatiert Kathrin Groschwald, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft vorrangig die Arbeitslosenversicherung und zieht sich durch alle Personengruppen. Der Arbeitskräftebedarf ist gegenüber dem Vormonat Dezember leicht zurückgegangen, aber das ist in den Wintermonaten nicht unüblich. Insgesamt bleiben die Stellzugänge auf moderatem Niveau. Im Landkreis stehen über 2.100 freie Beschäftigungsmöglichkeiten in allen Wirtschaftsbranchen zur Besetzung zur Verfügung – davon über 85 Prozent auf Fachkraft- und Expertenniveau. Wir beraten daher weiterhin aktiv die Menschen sowie die Unternehmen zu Qualifizierungsangeboten und Fördermöglichkeiten. Denn Fakt ist: Der Arbeitsmarkt braucht Fachkräfte. Und je besser das Qualifizierungsniveau, um so einfacher wird es, einen neuen Job zu finden oder ihn gar nicht erst zu verlieren“, erklärt Kathrin Groschwald abschließend.
Im Januar wurden der Agentur für Arbeit Freiberg 433 neue Arbeitsstellen gemeldet, 32 weniger als im Dezember. Der Gesamtbestand an Arbeitsstellen liegt aktuell bei 2.178 Stellen und damit um rund 18 Prozent über dem Vorjahr.
Ausbildungsmarkt
Aktuell liegen die ersten Daten für das Ausbildungsjahr 2025/2026 vor, aus denen sich eine Tendenz für die Entwicklung auf dem regionalen Ausbildungsmarkt ablesen lässt.
Seit Oktober des vergangenen Jahres wurden der Arbeitsagentur Freiberg 978 Ausbildungsstellen gemeldet. 1.009 Mädchen und Jungen suchen aktuell nach einem Ausbildungsplatz.
„Wir verzeichnen beim Blick auf die Ausbildungsmarktdaten leichte Zugänge bei den gemeldeten Bewerbern. Die Ausbildungsstellen sind zum jetzigen Zeitpunkt im Vergleich zum Vorjahr rund 14 Prozent zurück gegangen. Das ist erstmal nicht beunruhigend. Der Bedarf der regionalen Wirtschaft an jungen Nachwuchskräften ist trotz der schwierigen Rahmenbedingungen vorhanden und die Chancen auf eine Ausbildung in Mittelsachsen stehen gut“, betont Kathrin Groschwald
Blick in die Regionen des Landkreises Mittelsachsen
Agenturbezirk Gesamt
- 9.581 Personen arbeitslos gemeldet
- 444 mehr als im Januar letzten Jahres
- 488 mehr als im Vormonat
- Arbeitslosenquote 6,2 Prozent
Region Hainichen
- 3.131 Personen arbeitslos gemeldet
- 273 mehr als im Januar letzten Jahres
- 159 mehr als im Vormonat
- Arbeitslosenquote 5,6 Prozent
Region Freiberg
- 3.334 Personen arbeitslos gemeldet
- 99 mehr als im Januar letzten Jahres
- 178 mehr als im Vormonat
- Arbeitslosenquote 6,1 Prozent
Region Döbeln
- 3.116 Personen arbeitslos gemeldet
- 72 mehr als im Januar letzten Jahres
- 151 mehr als im Vormonat
- Arbeitslosenquote 7,1 Prozent
