Arbeitsmarkt im Februar

Weniger Arbeitslose

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 24

  • 16.773 Frauen und Männer im Agenturbezirk ohne Arbeit

  • Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Punkte auf 4,3 Prozent

 

Im Februar ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg leicht gesunken. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 16.773 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 299 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 4,3 Prozent. Bei den Jugendlichen stieg die Quote dagegen um 0,2 Punkte auf 3,2 Prozent an.

 

„Die Arbeitslosigkeit ist nicht weiter gestiegen. Der Rückgang im Februar ist eine gute Nachricht für unsere Region“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Alexander Merk. Die Lage bleibe aber angespannt, auch weil die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurückbleibt und die zurückhaltende Einstellungspolitik der Betriebe widerspiegelt.

 

Mit Blick auf die kommenden Monate mahnt Merk zu Weitsicht: „Wer jetzt Personal abbaut, riskiert bei einer konjunkturellen Belebung ins Hintertreffen zu geraten. Fachkräfte lassen sich nicht kurzfristig zurückgewinnen, und die demografische Entwicklung wird die Engpässe zusätzlich verschärfen.“ Wichtig sei deshalb, vorhandene Fachkräfte zu halten und die aktuelle Phase gezielt für Qualifizierung zu nutzen.

 

Positiv bewertet Merk die gestiegene Weiterbildungsbereitschaft der Unternehmen im Jahr 2025: Nach vorläufigen Zahlen registrierte der Arbeitgeber-Service im vergangenen Jahr einen Anstieg bei den Eintritten in Maßnahmen der Beschäftigtenqualifizierung von rund 60 Prozent. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Die Möglichkeiten der Beschäftigtenqualifizierung sind aber noch nicht ausgeschöpft. Unser Arbeitgeber-Service unterstützt Betriebe dabei, ihre Beschäftigten fit für die Anforderungen des Strukturwandels zu machen.“, sagt Merk.

 

Hohe Dynamik

Im Berichtszeitraum meldeten sich 4.853 Personen arbeitslos, darunter 1.650 aus Erwerbstätigkeit. Im gleichen Zeitraum beendeten 4.141 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 1.318 durch Aufnahme einer Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit.

 

Wer ist von Arbeitslosigkeit betroffen?

Auf Sicht von einem Jahr ist die Zahl an Arbeitslosen bei den Jugendlichen, Älteren und längerfristig Erwerbslosen angestiegen, währen ihre Zahl bei Menschen mit ausländischem Pass und Menschen mit Schwerbehinderung abgenommen hat. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 8.654 Arbeitslose (Anteil 51,6 Prozent), SGB II: 8.119 Arbeitslose (Anteil 48,4 Prozent).

 

Verhaltene Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage fiel im Februar erneut verhalten aus. Die Unternehmen meldeten 816 offene Stellen. Das sind zwar 73 oder 9,8 Prozent mehr als noch im Januar, aber 305 oder 27,2 Prozent weniger als im Februar des vergangenen Jahres. Der größte Bedarf nach Branchen: Verarbeitendes Gewerbe (137 Zugänge), Gesundheits- und Sozialwesen (131), Handel (115), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (113), Unternehmensnahe Dienstleistungen (99, darunter 69 aus der Zeitarbeit), Öffentliche Verwaltung (75). Mitte Februar lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 4.369 Aufträge zur Stellenbesetzung vor (84,9 Prozent für Fachkräfte, Experten und Spezialisten, 15,1 Prozent für Helfer). Das sind 13 Offerten mehr als noch vor einem Jahr.

 

Wie es nach Regionen aussieht

Während die Zahl an Arbeitslosen in Freiburg und Umland sank, zog sie im ländlichen Raum mit Ausnahme des Hochschwarzwalds leicht an. 

Grafik 02/2026