- 16.555 Frauen und Männer im Agenturbezirk ohne Arbeit
- Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 Prozent
Im Februar ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg leicht gesunken. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 16.555 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 218 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote notiert unverändert bei 4,3 Prozent. Bei den Jugendlichen sank die Quote um 0,1 Punkte auf 3,1 Prozent.
„Die Arbeitslosigkeit geht erneut zurück. Darüber freue ich mich. Von einer Frühjahrsbelebung, wie wir sie aus früheren Zeiten kennen, sind wir aber noch ein gutes Stück entfernt“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Alexander Merk. Positiv sei, dass sich die längerfristige Arbeitslosigkeit trotz schwieriger Rahmenbedingungen nicht weiter verfestigt habe. Die Zahl an Langzeitarbeitslosen sinkt den zweiten Monat in Folge und liegt inzwischen unter dem Vorjahreswert.
Gleichzeitig bleibe der strukturelle Fachkräftebedarf die zentrale Herausforderung am Arbeitsmarkt. „Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ist und bleibt das dominierende Thema für unsere Betriebe“, betont Merk. Entsprechend wachse das Interesse an internationalen Lösungen. Mehr als 100 Arbeitgebende informierten sich Anfang März bei einer Veranstaltung der Fachkräfteallianz Südlicher Oberrhein über Chancen der Fachkräfteeinwanderung – ein Zuspruch, der die Erwartungen deutlich übertraf.
Bei der Weiterbildung sieht Merk Fortschritte, insbesondere bei der Qualifizierung von Beschäftigten. „Hier kommt spürbar Bewegung in den Markt.“ Zugleich mahnt er: „Wir erreichen noch nicht alle, die wir erreichen müssen. Gerade geringqualifizierte und benachteiligte Menschen brauchen mehr Zugänge zu Weiterbildung – sonst droht sich der Abstand weiter zu vergrößern.“
Hohe Dynamik
Im Berichtszeitraum meldeten sich 3.833 Personen arbeitslos, darunter 1.539 aus Erwerbstätigkeit. Im gleichen Zeitraum beendeten 4.057 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 1.458 durch Aufnahme einer Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit.
Wer ist von Arbeitslosigkeit betroffen?
Auf Sicht von einem Jahr ist die Zahl an Arbeitslosen bei den Jugendlichen und Älteren angestiegen, während ihre Zahl bei Menschen mit ausländischem Pass, längerfristig Arbeitslosen und Menschen mit Schwerbehinderung abgenommen hat. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 8.499 Arbeitslose (Anteil 51,3 Prozent), SGB II: 8.056 Arbeitslose (Anteil 48,7 Prozent).
Verhaltene Arbeitskräftenachfrage
Nach einem schwachen Februar hat sich die Arbeitskräftenachfrage im März wieder etwas erholt. Die Unternehmen meldeten 1.015 offene Stellen. Das sind 199 oder 24,4 Prozent mehr als noch im Februar und etwa so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (+2/+0,2%). Der größte Bedarf nach Branchen: Gesundheits- und Sozialwesen (182 offene Stellen), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (179), Unternehmensnahe Dienstleistungen (146, darunter 111 aus der Zeitarbeit), Verarbeitendes Gewerbe (111), Handel (98), Baugewerbe (77). Mitte März lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 4.250 Aufträge zur Stellenbesetzung vor (86,4 Prozent für Fachkräfte, Experten und Spezialisten, 13,6 Prozent für Helfer). Das sind 387 Offerten weniger als noch vor einem Jahr.
Wie es nach Regionen aussieht
Mit Ausnahme des Landkreis Emmendingen sank die Zahl an Arbeitslosen in allen Regionen des Agenturbezirks.