Aufschwung lässt weiter auf sich warten

Arbeitsmarkt im April

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 41

  • 16.393 Frauen und Männer im Agenturbezirk ohne Arbeit
  • Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Punkte bei 4,2 Prozent

 

Im April ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg leicht gesunken. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 16.393 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 162 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote notiert 0,1 Punkte niedriger bei 4,2 Prozent. Bei den Jugendlichen sank die Quote ebenfalls um 0,1 Punkte auf jetzt 3,0 Prozent.

 

„Ein Rückgang an Arbeitslosen ist erstmal ein gutes Zeichen. Ich freue mich über jeden Menschen, der wieder eine Stelle gefunden hat. Aber ehrlich gesagt hätte ich mir für den April mehr erhofft. Der Frühjahrsaufschwung fällt in diesem Jahr erneut schwach aus", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Alexander Merk.

 

Positiv bewertet Merk die Übergänge in Erwerbstätigkeit: „Der Arbeitsmarkt wurde entlastet, weil mehr Arbeitslose im April eine Arbeit aufgenommen haben als Beschäftigte neu arbeitslos wurden, und nicht etwa durch andere Faktoren“. Auffällig ist dabei, dass die Arbeitslosigkeit unter ausländischen Staatsangehörigen gesunken, unter deutschen Staatsangehörigen hingegen leicht gestiegen ist.

 

Gleichzeitig blieb die Arbeitskräftenachfrage hinter den Erwartungen zurück: „Die Unternehmen halten sich in diesem wirtschaftlich unsicheren Umfeld mit Neueinstellungen weiter zurück und melden in der Folge auch weniger Stellen“, sagt Merk.

 

Trotz der schwachen konjunkturellen Entwicklung gibt es in weiten Teilen der Wirtschaft weiter Fachkräfteengpässe. „Sie haben strukturelle Ursachen. Mit Vermittlung alleine lassen sich die Lücken nicht schließen. Zu oft passen angebotene und nachgefragte Arbeit nicht zusammen. Deshalb ist Weiterbildung so wichtig – für Beschäftigte um am Ball zu bleiben und für Arbeitssuchende, um wieder den Anschluss zu gewinnen“, betont Merk.

 

Hohe Dynamik

Im Berichtszeitraum meldeten sich 4.013 Personen arbeitslos, darunter 1.683 aus Erwerbstätigkeit. Im gleichen Zeitraum beendeten 4.166 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 1.798 durch Aufnahme einer Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit.

 

Wer ist von Arbeitslosigkeit betroffen?

Auf Sicht von einem Jahr ist die Zahl an Arbeitslosen bei den Jugendlichen, Älteren und Menschen mit Schwerbehinderung angestiegen, während ihre Zahl bei Menschen mit ausländischem Pass, längerfristig Arbeitslosen abgenommen hat. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 8.240 Arbeitslose (Anteil 50,3 Prozent), SGB II: 8.153 Arbeitslose (Anteil 49,7 Prozent).

 

Verhaltene Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage fiel im April schwach aus. Die Unternehmen meldeten 859 offene Stellen. Das sind 259 oder 15,4 Prozent weniger als im März und 51 oder 5,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der größte Bedarf nach Branchen: Gesundheits- und Sozialwesen (174), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (183 offene Stellen), Unternehmensnahe Dienstleistungen (67, darunter 49 aus der Zeitarbeit), Verarbeitendes Gewerbe (122), Handel (74), Gastgewerbe (53), Baugewerbe (47). Mitte April lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 4.214 Aufträge zur Stellenbesetzung vor (87 Prozent für Fachkräfte, Experten und Spezialisten, 13 Prozent für Helfer). Das sind 246 Offerten weniger als noch vor einem Jahr.

 

Wie es nach Regionen aussieht

Während die Arbeitslosigkeit in der Stadt Freiburg stieg, sank sie in den beiden Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen.