Saisonüblicher Rückgang bleibt aus

Arbeitsmarkt im Mai

29.05.2026 | Presseinfo Nr. 49

  • 16.402 Frauen und Männer im Agenturbezirk ohne Arbeit

  • Arbeitslosenquote unverändert bei 4,2 Prozent

 

Im Mai hat sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg kaum verändert. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 16.402 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 9 mehr als im April. Die Arbeitslosenquote notiert unverändert bei 4,2 Prozent. Bei den Jugendlichen stieg die Quote um 0,1 Punkte auf 3,1 Prozent an.

Entwicklung enttäuscht

„Die Arbeitslosigkeit hat sich im Mai kaum verändert. Für diese Jahreszeit ist die Entwicklung enttäuschend, denn üblicherweise sorgt die Frühjahrsbelebung für sinkende Arbeitslosenzahlen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Alexander Merk. Dass die Zahl der Arbeitslosen in einem Monat Mai steigt, zeigt: Die wirtschaftliche Schwäche ist auch in unserer ansonsten robusten Region angekommen.

Unternehmen halten ihr Personal, stellen aber nur zurückhaltend ein

Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt verhalten. Viele Unternehmen besetzen offene Stellen vorsichtiger als in den Vorjahren. „Der Arbeitsmarkt ist insgesamt weniger aufnahmefähig. Besonders schwierig ist die Lage für Berufseinsteigende, Berufsrückkehrende, Menschen im Jobwechsel – und für Arbeitslose“, sagt Merk. Gute Chancen gebe es allerdings noch in den Bereichen Pflege, Handwerk, Logistik und in den sozialen Berufen.

Qualifizierung gewinnt weiter an Bedeutung

Neben der aktuellen Konjunkturschwäche verändert der Strukturwandel den Arbeitsmarkt nachhaltig. „Qualifizierung ist die beste Vorsorge. Gerade in Zeiten des Wandels entscheidet Weiterbildung immer häufiger über berufliche Perspektiven“, betont Merk.

Wenig Bewegung am Arbeitsmarkt

Im Mai meldeten sich 3.858 Menschen arbeitslos, darunter 1.509 direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig konnten 3.841 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 1.367 von ihnen nahmen eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit auf.

Wer besonders betroffen ist

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitslosen insbesondere bei älteren Menschen sowie bei Menschen mit Schwerbehinderung. Rückgänge gab es dagegen bei Jugendlichen, Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und Langzeitarbeitslosen. Nach Rechtskreisen entfielen jeweils die Hälfte der Arbeitslosen auf die Arbeitslosenversicherung (8.204 Personen) und die Grundsicherung (8.153 Personen).

Arbeitskräftenachfrage bleibt verhalten

Im Mai meldeten die Unternehmen im Bezirk 902 offene Stellen – 43 mehr als im April, aber 58 weniger als vor einem Jahr. Der größte Bedarf nach Branchen: Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (171 offene Stellen), Unternehmensnahe Dienstleistungen (144, darunter 126 aus der Zeitarbeit), Gesundheits- und Sozialwesen (143), Verarbeitendes Gewerbe (88), Information und Kommunikation (79), Handel (73). Ende Mai lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 4.252 Aufträge zur Stellenbesetzung vor. Das sind 145 Offerten weniger als noch vor einem Jahr. 87 Prozent der offenen Stellen richten sich an Fachkräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie Expertinnen und Experten.

Wie es nach Regionen aussieht

Während die Arbeitslosigkeit in der Stadt Freiburg und im Breisgau-Hochschwarzwald anstieg, sank sie im Landkreis Emmendingen.