Weniger Arbeitslose

Arbeitsmarkt im Juni

30.06.2026 | Presseinfo Nr. 63

  • 16.059 Frauen und Männer im Agenturbezirk ohne Arbeit
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 4,1 Prozent

 

Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg gesunken. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 16.059 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 343 weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf jetzt 4,1 Prozent und bei den Jugendlichen ebenfalls um 0,1 Punkte auf jetzt 3,0 Prozent.

 

Rückgang stärker als erwartet

Die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zeigt ein differenziertes Bild, in dem sich konjunkturelle Einflüsse und strukturelle Veränderungen überlagern. Alexander Merk ordnet die Lage nüchtern ein: „Der Rückgang im Juni überrascht positiv. Er rettet aber nicht die insgesamt schwach ausgefallene Frühjahrsbelebung. Zur Wahrheit gehört, dass der Arbeitsmarkt auch entlastet wurde, weil sich per Saldo mehr Menschen aus dem Erwerbsleben zurückgezogen haben. Die Situation am Arbeitsmarkt bleibt herausfordernd“.

 

Arbeitskräftenachfrage hat sich stabilisiert

Es gibt auch positive Signale. Die Arbeitskräftenachfrage ist zwar weiter verhalten, hat sich aber auf dem jetzigen Niveau stabilisiert. „Jetzt kommt es entscheidend darauf an, diese Stellen erfolgreich zu besetzen. Andernfalls belasten neben der schwachen Konjunktur längere Vakanzen unser Wachstum zusätzlich“, sagt Merk.

 

Qualifizierung gewinnt weiter an Bedeutung

Für eine erfolgreiche Stellenbesetzung ist Qualifizierung häufig der Schlüssel. „Wenn wir jetzt konsequent in die Qualifizierung der Menschen investieren, schaffen wir das starke Fundament für eine Trendumkehr und mehr Beschäftigung, sobald die Konjunktur wieder anzieht“, zeigt sich Merk zuversichtlich.

 

Wenig Bewegung am Arbeitsmarkt

Im Juni meldeten sich 3.254 Menschen arbeitslos, darunter 1.314 direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig konnten 3.594 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 1.272 von ihnen nahmen eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit auf.

 

Wer besonders betroffen ist

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitslosen insbesondere bei älteren Menschen, bei Jugendlichen sowie bei Menschen mit Schwerbehinderung. Rückgänge gab es dagegen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und Langzeitarbeitslosen. Nach Rechtskreisen entfielen jeweils die Hälfte der Arbeitslosen auf die Arbeitslosenversicherung (8.032 Personen) und die Grundsicherung (8.027 Personen).

 

Arbeitskräftenachfrage zieht etwas an

Im Juni meldeten die Unternehmen im Bezirk 987 offene Stellen – 85 oder 9,4 Prozent mehr als im Mai und 20 oder 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der größte Bedarf nach Branchen: Gesundheits- und Sozialwesen (201 neue Stellen), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (180), Verarbeitendes Gewerbe (144), Unternehmensnahe Dienstleistungen (138, darunter 83 aus der Zeitarbeit), Handel (97), Information und Kommunikation (50). Ende Juni lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 4.295 Aufträge zur Stellenbesetzung vor. Das sind 179 Offerten weniger als noch vor einem Jahr. 86 Prozent der offenen Stellen richten sich an Fachkräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie Expertinnen und Experten.