Weniger Arbeitslose

Arbeitsmarkt im September

30.09.2026 | Presseinfo Nr. 79

  • 16.933 Frauen und Männer im Agenturbezirk ohne Arbeit
  • Arbeitslosenquote sink auf 4,3 Prozent

 

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg hat im September abgenommen. Zum Stichtag waren 16.933 Frauen und Männer auf der Suche nach einer Beschäftigung – das sind 484 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat. Infolgedessen sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf nun 4,3 Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den jüngeren Menschen aus: Hier sank die Quote um 0,4 Punkte auf 3,5 Prozent.

 

Nach dem unerwarteten Anstieg im vergangenen Jahr hat sich die Entwicklung in diesem September normalisiert. „Wir freuen uns über diese Entspannung, auch wenn sie stark saisonbedingt ist. Von einer echten Trendwende am Arbeitsmarkt können wir aber nicht sprechen“, ordnet die stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Anna Melchior, die Lage ein.

 

Tatsächlich agieren Arbeitgebende bei der Schaffung neuer Stellen weiterhin zurückhaltend. Die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf moderatem Niveau. Strukturelle Personalanpassungsmaßnahmen als Reaktion auf die anhaltende Konjunkturschwäche werden von den Unternehmen auch bei besseren wirtschaftlichen Vorzeichen nicht einfach zurückgenommen. Der Arbeitsmarkt bleibt vorerst unter Druck. Auch weil sich an den strukturellen Herausforderungen nichts ändert. „Die demographische Arbeitskräftelücke hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht“, warnt Melchior. Zudem erfordert der Fokus auf Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz neue Kompetenzen, auf die Beschäftigte vorbereitet werden müssen. „Wir unterstützen die Unternehmen dabei wirkungsvoll mit unserer Beratung und der gezielten Förderung beruflicher Weiterbildung von Arbeitnehmern“, sagt Melchior.

 

Abseits des Arbeitsmarktes endet heute offiziell die Saison am Ausbildungsmarkt 2025/2026. Die abschließende Bilanz ziehen die Agenturen für Arbeit Offenburg und Freiburg, die IHK Südlicher Oberrhein sowie die Handwerkskammer Freiburg am 9. November in einer gemeinsamen Pressekonferenz.

 

Viel Dynamik

Im September meldeten sich 3.928 Menschen arbeitslos, darunter 1.668 aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig konnten 4.408 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 1.633 von ihnen nahmen eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit auf.

 

Wer besonders betroffen ist

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitslosen insbesondere bei Älteren sowie bei Menschen mit Schwerbehinderung. Rückgänge gab es dagegen bei Jugendlichen, Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und Langzeitarbeitslosen. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III - Arbeitslosenversicherung: 8.595 Arbeitslose (Anteil 50,8 Prozent), SGB II - Grundsicherung: 8.454 Arbeitslose (Anteil 49,2 Prozent).

 

Arbeitskräftenachfrage weiter zurückhaltend

Im September meldeten die Unternehmen im Bezirk 960 offene Stellen. Das sind 9 oder 0,9 Prozent mehr als im August und 1 oder 0,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der größte Bedarf nach Branchen: Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (238 neue Stellen), Unternehmensnahe Dienstleistungen (189, darunter 133 aus der Zeitarbeit), Handel (141), Gesundheits- und Sozialwesen (111), Verarbeitendes Gewerbe (100), Gastgewerbe (60). Ende September lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 4.237 Aufträge zur Stellenbesetzung vor. Das sind 271 Offerten weniger als noch vor einem Jahr. 83 Prozent der offenen Stellen richten sich an Fachkräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie Expertinnen und Experten.