Geflüchtete finden Arbeit im Landkreis Erding

Ein Beispiel zeigt, wie es funktionieren kann

26.04.2024 | Presseinfo Nr. 24

Maliuk Halyna ist 49 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern. In der Ukraine arbeitete sie viele Jahre als Buchhalterin. Das Jobcenter ARUSO Erding begleitete sie nun auf ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt: Sie wurde mit einem berufsbezogenen Sprachkurs gefördert. Außerdem nahm sie an einem Bewerbungscoaching des Erdinger Bildungsträger „Change it up!“ teil. Herbert Neumaier und sein Team – der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Erding – stellten schließlich den Kontakt zur OGL – Food Trade Lebensmittelvertrieb GmbH in Oberding her. Der Betrieb war schon länger auf der Suche nach Personal für den Bereich Buchhaltung. Im Vorstellungsgespräch konnte Maliuk Halyna durch ihre nette Art, ihr aufgeschlossenes Wesen und ihre Berufserfahrung überzeugen – obwohl sie noch keine offizielle Anerkennung ihrer beruflichen Kenntnisse und nur geringe Deutschkenntnisse hatte. Aber ihr neuer Arbeitgeber und sie sind sich sicher, dass sich ihre Deutschkenntnisse in der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen schnell verbessern werden.

Ein Beispiel aus der Praxis, das zeigt: Die Integration der geflüchteten Menschen aus vielen Ländern, aktuell vor allem aus der Ukraine, klappt in Bayern immer besser – auch im Landkreis Erding. „Der Ende des Jahres 2023 ins Leben gerufene „Job-Turbo“, mit dem Geflüchtete gezielt in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen, greift in den Jobcentern und Agenturen für Arbeit in Bayern“, sagt der Vorsitzende der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Markus Schmitz. Er fügt an: „Bei unseren Mitarbeitenden, die mit viel Herz und Leidenschaft die Geflüchteten unterstützen, aber auch bei den Arbeitgebern, die den Geflüchteten eine Chance auf Beschäftigung eröffnen, möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken.“

Monja Rohwer, Leiterin des Jobcenter ARUSO Erding betont: „Mit der Arbeitsaufnahme erfolgt nun der nächste Schritt zum vertiefenden Spracherwerb und der gesellschaftlichen Integration.“ Aber auch nach einer Arbeitsaufnahme werden die Menschen bei Bedarf weiter unterstützt. „Im besten Fall können die Geflüchteten eine Arbeit entsprechend ihrer Ausbildung aufnehmen. Wenn Menschen zunächst unterhalb der eigenen Qualifikation einsteigen, können wir sie weiter begleiten und parallel zur Beschäftigung den Spracherwerb fördern und qualifizieren,“ so Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit Erding/Freising. Es sollen Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden. Denn in der Region werden, noch dringender als Arbeitskräfte, Fachkräfte gesucht.

 

Bildunterschrift:
Herbert Neumaier leitet den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Erding. Sein Team steht in engem Kontakt mit vielen Unternehmen der Region und unterstützt sie bei der Personalsuche.