Der regionale Arbeitsmarkt im Überblick
Mit dem Start in den Frühling hat sich die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt leicht verbessert: Die Zahl der Arbeitslosen ist in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg im März 2026 um 506 Frauen und Männer auf 12.181 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. Im März vor einem Jahr errechnete sich für den Agenturbezirk ebenfalls eine Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent.
„Die leichte Belebung, die wir in den vergangenen Wochen beobachten konnten, ist in erster Linie saisonal bedingt“, erläutert Andrea Olschewski-Schmitt, Chefin der Agentur für Arbeit Freising. Nach der Winterpause wurden in den witterungsabhängigen Branchen – etwa im Bauhauptgewerbe, im Dachdeckerhandwerk, im Garten- und Landschaftsbau sowie im Gerüstbau – die Arbeiten teilweise schon wieder aufgenommen. Insgesamt konnten im März 1.486 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine neue Beschäftigung aufnehmen, 312 Personen mehr als im Februar 2026.
Personal wird nachgefragt
Die Nachfrage nach Personal war in der Region zuletzt weiterhin stabil: Die Betriebe informierten die Agentur für Arbeit Freising im März 2026 über 967 neu zu besetzende Arbeitsstellen in den vier Landkreisen. Das entspricht einem Plus von 104 Stellen im Vergleich zum Vormonat. Insgesamt befanden sich im März 4.657 Arbeitsangebote im Stellenpool der Arbeitsagentur. Die größten Personalbedarfe wurden für das Berufssegment der Verkehrs- und Logistikberufe gemeldet. Hier waren im März 2026 insgesamt 908 Stellen vakant. Für die Fertigungstechnischen Berufe – darunter fallen beispielsweise die Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe sowie die Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe – wurden Mitarbeitende für 647 freie Stellen gesucht. Im Bereich der Bau- und Ausbauberufe waren 562 offene Stellen zu besetzen.
Gute Chancen für Qualifizierte
80 Prozent der im März 2026 bei der Agentur für Arbeit Freising gemeldeten Arbeitsangebote richteten sich dabei an Fachkräfte, 20 Prozent der offenen Arbeitsstellen waren Angebote für Helferinnen und Helfer. „Frauen und Männer mit einer abgeschlossenen Ausbildung haben im Vergleich zu ungelernten Beschäftigten weiterhin ein deutlich niedrigeres Risiko, arbeitslos zu werden. Gleichzeitig sind ihre Aussichten besser, ihre Arbeitslosigkeit schneller zu beenden“, erläutert Andrea Olschewski-Schmitt. Die Zahlen sprechen für sich: 2025 lag die Arbeitslosenquote für Ungelernte im Agenturbezirk im Durchschnitt bei 11,1 Prozent. Für Personen mit einer abgeschlossenen betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung errechnete sich eine Quote von 2,0 Prozent, für Akademikerinnen und Akademiker eine Quote von 2,1 Prozent. Insgesamt lag die Arbeitslosenquote 2025 durchschnittlich bei 3,1 Prozent.
„Eine gute Ausbildung schafft Zukunftsperspektiven – für jeden Einzelnen, aber eben auch für die Unternehmen der Region, denn Fachkräfte sind für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit besonders wichtig“, so Andrea Olschewski-Schmitt weiter. „Wir rufen daher die Unternehmen auf, ihre offenen Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit zu melden. Jugendliche und Erwachsene erhalten damit die Chance auf eine Ausbildung oder die Möglichkeit, einen Berufsabschluss nachzuholen. Die Agentur für Arbeit unterstützt Unternehmen dabei mit Beratung, bei der Suche nach passenden Bewerberinnen und Bewerbern, Vermittlung und – wenn die Voraussetzungen passen – auch finanziell.“
Ausführliche Informationen zu den Aus- und Weiterbildungsförderungen der Agentur für Arbeit für verschiedene Personengruppen erhalten Betriebe bei ihrer Ansprechperson im Arbeitgeber-Service oder unter der gebührenfreien Service-Nummer 0800 4 5555 20. Dort können sie auch ihre offenen Ausbildungsstellen melden.
Der Arbeitsmarkt in den Landkreisen
Betrachtet man die vier Landkreise jeweils für sich genommen, sind folgende Entwicklungen zu verzeichnen:
Landkreis Freising
Arbeitslosigkeit: Im Landkreis Freising reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im März 2026 um 112 Personen. Damit waren zuletzt insgesamt 3.950 Frauen und Männer bei der Freisinger Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Diese Entwicklung ließ die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf einen aktuellen Wert von 3,4 Prozent sinken. Im März vor einem Jahr errechnete sich für den Landkreis ebenfalls eine Quote von 3,4 Prozent.
Personalnachfrage: Die Betriebe meldeten der Agentur für Arbeit Freising in den vergangenen Wochen 487 neu zu besetzende Arbeitsstellen im Landkreis, 77 Stellen mehr als im Februar 2026. Insgesamt befanden sich damit im März 1.773 Arbeitsangebote im Stellenpool der Freisinger Arbeitsagentur.
Landkreis Erding
Arbeitslosigkeit: Im März 2026 zählte die Agentur für Arbeit im Landkreis Erding 2.505 Arbeitslose und damit 115 Personen weniger als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank entsprechend um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent. Im März vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,9 Prozent.
Personalnachfrage: Beim Arbeitgeber-Service der Erdinger Arbeitsagentur meldeten die Unternehmen zuletzt 233 neue Stellenangebote im Landkreis, 31 Stellen mehr als im Februar 2026. Damit waren im ersten Frühlingsmonat insgesamt 1.055 bei der Agentur für Arbeit Erding gemeldete Stellen vakant.
Landkreis Dachau
Arbeitslosigkeit: Zum Frühlingsanfang waren bei der Agentur für Arbeit Dachau insgesamt 3.104 Personen arbeitslos gemeldet und somit 148 Frauen und Männer weniger im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Im März vor einem Jahr errechnete sich für den Landkreis Dachau eine Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent.
Personalnachfrage: Die Unternehmen der Region informierten den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit im März 2026 über 139 neu zu besetzende Arbeitsstellen im Landkreis Dachau. Das entspricht einem Plus von 10 Stellen im Vergleich zum Vormonat. Damit waren zuletzt insgesamt 823 bei der Dachauer Arbeitsagentur gemeldete Stellen vakant.
Landkreis Ebersberg
Arbeitslosigkeit: Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Ebersberg verringerte sich im März 2026 um 131 Personen. Damit waren insgesamt 2.622 Frauen und Männer bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Vor einem Jahr errechnete sich im März für den Landkreis ebenfalls eine Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent.
Personalnachfrage: Im März 2026 wurden dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Ebersberg 108 neu zu besetzende Stellen im Landkreis gemeldet, 14 Stellen weniger als im Februar 2026. Insgesamt befanden sich damit zum Frühlingsbeginn 1.006 Arbeitsangebote im Stellenpool der Ebersberger Arbeitsagentur.