Die Arbeitsmarktentwicklung im Monat Dezember 2025

Mehr Arbeitslose, viel weniger Stellen   

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 1

Vormonat: Plus 160 Personen oder 1,2 Prozent auf 13.876 Arbeitslose

Vorjahresmonat: Plus 489 Personen oder 3,7 Prozent

  • Aktuelle Arbeitslosenquote: 3,9 Prozent - Vorjahr: 3,8 Prozent

  • Stellenzugang 2025: Minus 17,1 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum

 

 

 

Zum Jahresende schließt der Arbeitsmarkt mit erneut mehr arbeitslosen Menschen bei deutlich weniger gemeldeten Arbeitsstellen. So sind im Agenturbezirk Fürth mit den Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch – Bad Windsheim 13.876 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 160 Personen oder 1,2 Prozent mehr als im Vormonat und 489 oder 3,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit November um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,9 Prozent gestiegen und liegt damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Dezember letzten Jahres. 

 

Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, sagt: „Dies ist das vierte Jahr in Folge, dass wir mit gestiegener Arbeitslosigkeit abschließen. Im Vergleich zum Jahresende 2021 haben wir aktuell gut 3.200 oder über 30 Prozent mehr Arbeitslose. Im Jahr 2025 betrug der Anstieg zum Vorjahr 3,7 Prozent. Genau andersherum verlief die Entwicklung auf dem Stellenmarkt. Im Verlauf des zu Ende gegangenen Jahres erlebten wir einen gravierenden Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies führte dazu, dass es für arbeitslose Menschen aktuell sehr schwierig ist, eine neue Stelle zu finden. Wohin die Reise 2026 geht? Die Bundesregierung und die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für 2026 ein leichtes Wachstum des BIP. Für einen starken Rückgang der Zahl der Arbeitslosen wird das höchstwahrscheinlich nicht ausreichen. Dafür wäre es erforderlich, dass sich die ökonomischen Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen sowie insgesamt die Stimmung im Land deutlich verbessern.“

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Agenturbezirk Fürth aktuell 931 Frauen und Männer. Das sind acht Personen oder 0,9 Prozent mehr als im November aber 45 oder 4,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 

 

Arbeitslosigkeit Personengruppen: Größter Anstieg bei Ausländern

Im Berichtsmonat sind 1.222 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind vier Personen oder 0,3 Prozent mehr als im Vormonat und sechs oder 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Darunter befinden sich 277 Arbeitslose im Alter von 15 bis 20 Jahren. Das sind acht Personen oder 2,8 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 30 oder 9,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Am anderen Ende der Altersklassen ist die Arbeitslosigkeit deutlicher gestiegen. So sind im derzeit 4.960 Ältere ab 50 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 90 Personen oder 1,8 Prozent mehr als im November und 158 oder 3,3 Prozent mehr als im Dezember letzten Jahres. Darunter befinden sich 3.719 Frauen und Männer im Alter ab 55 Jahren. Das sind 56 Personen oder 1,5 Prozent mehr als im Vormonat und 90 oder 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.  Als langzeitarbeitslos gemeldet sind aktuell 4.254 Frauen und Männer. Das sind sieben Personen oder 0,2 Prozent weniger als ein Monat zuvor, aber 346 oder 8,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit ausländischem Pass beträgt 5.011. Das sind 125 Frauen und Männer oder 2,6 Prozent mehr als vor einem Monat und 62 oder 1,3 Prozent mehr als im letztjährigen Dezember. Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen ist ebenfalls leicht gesunken. So sind im Berichtsmonat 1.603 schwerbehinderte Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 13 Personen oder 0,8 Prozent weniger als vor einem Monat, aber 76 oder 5,0 Prozent mehr als im letztjährigen Dezember. 

 

Gemeldete Arbeitsstellen 2025 – Deutlich unter Vorjahresniveau

Im Berichtsmonat haben die Arbeitgeber 798 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 183 Angebote oder 18,7 Prozent weniger als im Vormonat und 97 oder 10,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 11.935 Vakanzen gemeldet. Das sind 2.470 Ausschreibungen oder 17,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 3.972 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 132 Angebote oder 3,2 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 944 oder 19,2 Prozent weniger als im Dezember letzten Jahres. Die meisten Stellen werden in diesen Branchen angeboten: Gesundheits- und Sozialwesen: 731, Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: 648, Zeitarbeit: 622, Handel: 486. 

 

Unterbeschäftigung leicht unter Vorjahresniveau

Unter dem Begriff der Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen subsummiert: Zum einen die registrierten Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die zwar nach Sozialgesetzbuch nicht als arbeitslos gezählt werden, aber ohne reguläres Beschäftigungsverhältnis sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in einer beruflichen Weiterbildung befinden oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Mit darunter fallen auch Selbständige, die Gründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der Beschäftigungssituation. Dazu die aktuellen Daten der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 16.651 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 39 Personen oder 0,2 Prozent mehr als im Vormonat, aber 176 oder 1,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 4,6 Prozent (Vormonat: 4,6 / Vorjahresmonat: 4,7).

 

Blick in die Städte und Landkreise

Stadt Fürth: Arbeitslosigkeit gestiegen  

Die Arbeitslosigkeit ist in Fürth im Dezember 2025 gestiegen. 4.475 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 108 Personen mehr (3 Prozent) als im November und 46 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 5,7 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 80 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (73 weniger als im Vormonat und 35 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 733 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 5.566 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 7,0 Prozent (Vormonat: 6,9 / Vorjahresmonat: 7,3).   

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Fürth aktuell 258 Frauen und Männer. Das sind vier Personen oder 1,6 Prozent mehr als im November aber 20 oder 7,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

 

Landkreis Fürth: Stellenmarkt unterkühlt

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Fürth im Dezember 2025 gestiegen. 2.088 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 69 Personen mehr (3 Prozent) als im November und 108 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 55 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (32 weniger als im Vormonat und 13 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 453 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.489 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,6 Prozent (Vormonat: 3,6 / Vorjahresmonat: 3,6).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Fürth aktuell 105 Frauen und Männer. Das sind fünf Personen oder 4,5 Prozent weniger als im November, aber eine oder 1,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

 

Stadt Erlangen: Arbeitslosigkeit leicht gesunken

Die Arbeitslosigkeit ist in Erlangen im Dezember 2025 gesunken. 3.166 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 38 Personen weniger (-1 Prozent) als im November, aber 100 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,5 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 4,5 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 448 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (56 weniger als im Vormonat und 17 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Erziehung und Unterricht. Aktuell befanden sich damit 1.263 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 3.678 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 5,2 Prozent (Vormonat: 5,2 / Vorjahresmonat: 5,4).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Erlangen aktuell 260 Frauen und Männer. Das sind zwölf Personen oder 4,4 Prozent weniger als im November und ebenfalls zwölf oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

 

Landkreis Erlangen-Höchstadt: Stellenmarkt weit unter Vorjahresniveau

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Erlangen-Höchstadt im Dezember 2025 gesunken. 2.419 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 27 Personen weniger (-1 Prozent) als im November, aber 177 Personen bzw. 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,8 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 115 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (3 weniger als im Vormonat und 33 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 787 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.805 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,5 Prozent (Vormonat: 3,5 / Vorjahresmonat: 3,4).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Erlangen-Höchstadt aktuell 175 Frauen und Männer. Das sind sechs Personen oder 3,6 Prozent mehr als im November und ebenfalls sechs oder 3,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

 

Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Stellenmarkt auf Vorjahresniveau

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim aktuell 133 Frauen und Männer. Das sind 15 Personen oder 12,7 Prozent mehr als im November, aber 20 oder 13,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 

 

Arbeitsagentur Neustadt/Aisch: Personalnachfrage 2025 auf Vorjahresniveau

Bei der Agentur für Arbeit Neustadt/Aisch sind derzeit 1.072 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 40 Personen oder 3,9 Prozent mehr als im Vormonat und 65 oder 6,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit November um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 2,9 Prozent gestiegen und liegt damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage bleibt eingebremst, liegt insgesamt jedoch in etwa auf Vorjahresniveau. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 64 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind vier Angebote oder 5,9 Prozent weniger als ein Monat zuvor, aber 14 oder 28,0 Prozent mehr als im letztjährigen Dezember. Seit Jahresbeginn wurden 841 Vakanzen gemeldet. Das sind 65 Ausschreibungen oder 8,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 410 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind zehn Angebote oder 2,4 Prozent weniger als im Vormonat und 41 oder 9,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

Arbeitsagentur Bad Windsheim: Stellenmarkt im Dezember eingebremst

Bei der Agentur für Arbeit Bad Windsheim sind derzeit 656 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind acht Personen oder 1,2 Prozent mehr als im Vormonat, aber sieben oder 1,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit aktuell 2,9 Prozent seit November unverändert und liegt damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage ist im Dezember stark abgekühlt, bewegt sind insgesamt jedoch in etwa auf Vorjahresniveau. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 36 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 15 Angebote oder 29,4 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 13 oder 26,5 Prozent weniger als im letztjährigen Dezember. Seit Jahresbeginn wurden 661 Vakanzen gemeldet. Das sind 17 Ausschreibungen oder 2,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 326 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 17 Angebote oder 5,0 Prozent weniger als im Vormonat und 18 oder 5,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.