Die Arbeitsmarktentwicklung im Monat Februar 2026 - Arbeitsmarkt in Winterstarre

- Vormonat: Minus 113 Personen oder 0,8 Prozent auf 14.877 Arbeitslose

- Vorjahresmonat: Plus 490 Personen oder 3,4 Prozent

- Aktuelle Arbeitslosenquote: 4,2 Prozent - Vorjahr: 4,1 Prozent

- Stellenzugang 2026: Minus 5,9 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 10

ch

Nachdem im Januar die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt deutlich angestiegen war, ist sie jetzt gesunken – wenn auch nur leicht. So sind im Agenturbezirk Fürth mit den Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch – Bad Windsheim derzeit 14.877 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 113 Personen oder 0,8 Prozent weniger als im Vormonat, aber 490 oder 3,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit aktuell 4,2 Prozent seit Januar unverändert, liegt jedoch um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.

 

Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, sagt: „Nach inzwischen zwei Monaten im laufenden Jahr zeigt sich, dass sich die Arbeitsmarktentwicklung so fortsetzt, wie sie Ende 2025 aufgehört hat. So kommen weiterhin deutlich mehr Menschen aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit, als es Arbeitslosen gelingt in Beschäftigung zu kommen. Dazu passt, dass die Personalnachfrage weiterhin schwächer als im Vorjahreszeitraum ist. Die Beschäftigungslage ist insgesamt zwar immer noch stabil, aber nach jüngsten Zahlen gibt es gegenüber dem Vormonat knapp 600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte weniger. Kurzum: Bis jetzt fehlen die Impulse für einen konjunkturellen Aufschwung, die sich positiv auf den Arbeitsmarkt niederschlagen würden.“ 

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Agenturbezirk Fürth aktuell 1.027 Frauen und Männer. Das sind zwölf Personen oder 1,2 Prozent mehr als im Januar aber elf oder 1,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

 

Etwas mehr Arbeitslose im Alter von 15 bis unter 20 Jahren

Im Berichtsmonat sind 1.304 junge Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind sechs Personen oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat und 46 oder 3,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Davon sind 297 im Alter von 15 bis unter 20 Jahren. Das sind 18 Personen oder 6,5 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 15 oder 4,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Am anderen Ende der Altersklassen ist die Arbeitslosigkeit leicht gesunken. So sind derzeit 5.293 Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 21 Personen oder 0,4 Prozent weniger als vor einem Monat, aber 132 oder 2,6 Prozent mehr als im letztjährigen Februar. Darunter befinden sich 3.984 im Alter ab 55 Jahren. Das sind elf Personen oder 0,3 Prozent weniger als im Vormonat, aber 117 oder 3,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als langzeitarbeitslos gemeldet sind aktuell 4.361 Frauen und Männer. Das sind 24 Personen oder 0,5 Prozent weniger als ein Monat zuvor, aber 288 oder 7,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit ausländischem Pass beträgt 5.363. Das sind 55 Frauen und Männer oder 1,0 Prozent weniger als vor einem Monat, aber 53 oder 1,0 Prozent mehr als im letztjährigen Februar. Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen ist ebenfalls gesunken. So sind im Berichtsmonat 1.604 schwerbehinderte Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 50 Personen oder 3,0 Prozent weniger als vor einem Monat, aber 53 oder 3,4 Prozent mehr als im letztjährigen Februar. 

 

Gemeldete Arbeitsstellen 2026 – Deutliche Belebung im Februar

Im Berichtsmonat haben die Arbeitgeber 1.185 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 501 Angebote oder 73,2 Prozent mehr als im Vormonat und 49 oder 4,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 1.869 Vakanzen gemeldet. Das sind 117 Ausschreibungen oder 5,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 3.886 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 267 oder 7,4 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 718 oder 15,6 Prozent weniger als im Februar letzten Jahres. Die meisten Stellen werden in diesen Branchen angeboten: Gesundheits- und Sozialwesen: 736, Zeitarbeit: 539, Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: 502, Handel: 491. 

 

Unterbeschäftigung leicht unter Vorjahreswert

Unter dem Begriff der Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen subsummiert: Zum einen die registrierten Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die zwar nach Sozialgesetzbuch nicht als arbeitslos gezählt werden, aber ohne reguläres Beschäftigungsverhältnis sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in einer beruflichen Weiterbildung befinden oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Mit darunter fallen auch Selbständige, die Gründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der Beschäftigungssituation. Dazu die aktuellen Daten der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 17.534 Menschen unterbeschäftigt. Das sind zwei Personen mehr als im Vormonat, aber 130 oder 0,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 4,9 Prozent (Vormonat: 4,9 / Vorjahresmonat: 4,9).

 

Blick in die Städte und Landkreise

Stadt Fürth: Lebhafter Stellenmarkt

Die Arbeitslosigkeit ist in Fürth im Februar 2026 gesunken. 4.747 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 54 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar, aber 46 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 205 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (66 mehr als im Vormonat und 13 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 782 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 5.789 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 7,2 Prozent (Vormonat: 7,3 / Vorjahresmonat: 7,6).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Fürth aktuell 281 Frauen und Männer. Das sind fünf Personen oder 1,8 Prozent mehr als im Januar und drei oder 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

 

Landkreis Fürth: Arbeitslosigkeit nur marginal gesunken

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Fürth im Februar 2026 gesunken. 2.301 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 15 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar, aber 179 Personen bzw. 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,1 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 77 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (34 mehr als im Vormonat, aber 6 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 462 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.692 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,9 Prozent (Vormonat: 3,9 / Vorjahresmonat: 3,8).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Fürth aktuell 144 Frauen und Männer. Das sind 14 Personen oder 10,8 Prozent mehr als im Januar und 23 oder 19 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

 

Stadt Erlangen: Stellenmarkt hat spürbar angezogen

Die Arbeitslosigkeit ist in Erlangen im Februar 2026 gesunken. 3.341 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 24 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar, aber 113 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,7 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 623 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (320 mehr als im Vormonat und 134 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 1.153 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 3.861 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 5,5 Prozent (Vormonat: 5,5 / Vorjahresmonat: 5,5).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Erlangen aktuell 257 Frauen und Männer. Das sind 14 Personen oder 5,2 Prozent weniger als im Januar und 43 oder 14,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

 

Landkreis Erlangen-Höchstadt: Arbeitslosigkeit quasi stagnierend

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Erlangen-Höchstadt im Februar 2026 gesunken. 2.587 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 12 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar, aber 108 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,1 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 162 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (61 mehr als im Vormonat, aber 71 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 790 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.958 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,6 Prozent (Vormonat: 3,7 / Vorjahresmonat: 3,7).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Erlangen-Höchstadt aktuell 195 Frauen und Männer. Das sind elf Personen oder 6,0 Prozent mehr als im Januar und 17 oder 9,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

 

Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: De facto stagnierende Arbeitslosigkeit

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 

Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim aktuell 150 Frauen und Männer. Das sind vier Personen oder 2,6 Prozent weniger als im Januar und 11 oder 6,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 

 

Arbeitsagentur Neustadt/Aisch: Arbeitslosigkeit sinkt um 1,6 Prozent

Bei der Arbeitsagentur Neustadt/Aisch sind derzeit 1.173 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 19 Personen oder 1,6 Prozent weniger als im Vormonat, aber 23 oder 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit Januar um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,1 Prozent gesunken und liegt damit exakt auf dem Wert vom Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage hat leicht angezogen. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 67 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 23 Angebote oder 52,3 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber zwei oder 2,9 Prozent weniger als im Februar letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 111 Vakanzen gemeldet. Das sind sieben Ausschreibungen oder 5,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 364 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 19 Angebote oder 5,0 Prozent weniger als im Vormonat und 54 oder 12,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

Arbeitsagentur Bad Windsheim: Arbeitslosigkeit steigt um 1,5 Prozent

Bei der Arbeitsagentur Bad Windsheim sind derzeit 728 Frauen und Männerarbeitslos gemeldet. Das sind elf Personen oder 1,5 Prozent mehr als im Vormonat und 21 oder 3,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit Januar um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,3 Prozent gestiegen und liegt damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage bleibt gebremst. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 51 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind drei Angebote oder 5,6 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 19 oder 27,1 Prozent weniger als im Februar letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 105 Vakanzen gemeldet. Das sind zehn Ausschreibungen oder 8,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 335 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind sechs Angebote oder 1,8 Prozent mehr als im Vormonat, aber 33 oder 9,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.