Vormonat: Minus 22 Personen oder 0,2 Prozent auf 14.379 Arbeitslose
Vorjahresmonat: Plus 470 Personen oder 3,4 Prozent
Aktuelle Arbeitslosenquote: 4,0 Prozent - Vorjahr: 3,9 Prozent
Stellenzugang 2026: Minus 4,6 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum
Im Agenturbezirk Fürth mit den Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch – Bad Windsheim sind im Berichtsmonat 14.379 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 22 Personen oder 0,2 Prozent weniger als im Vormonat, aber 470 oder 3,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit aktuell 4,0 Prozent seit März unverändert, liegt jedoch um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.
Sibel Kilcioglu, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Fürth, sagt:
Zitat:Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist für einen April ausgesprochen schwach. So werden deutlich mehr Menschen aus Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos, als es umgekehrt Arbeitslosen gelingt, eine Beschäftigung aufzunehmen. Dazu passt auch die weiterhin rückläufige Anzahl gemeldeter Arbeitsstellen. Beides deckt sich mit dem aktuellen ifo Geschäftsklimaindex, wonach die Unternehmen erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate blicken als noch im März. Das Stimmungsbarometer weist den niedrigsten Wert seit Mai 2020 aus. Als entscheidender Grund dafür wird auch die Irankrise genannt. Vor diesem Hintergrund können die Entwicklungen unserer Region als vergleichsweise moderat bezeichnet werden. Auch Indikatoren wie Kurzarbeit oder Insolvenzen zeigen momentan zumindest keine Auffälligkeiten.
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Agenturbezirk Fürth aktuell 972 Frauen und Männer. Das sind 18 Personen oder 1,9 Prozent mehr als im März, aber 36 oder 3,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Nur leichte Rückgänge und das nicht in allen Personengruppen
Im Berichtsmonat sind 5.016 Frauen und Männer mit ausländischem Pass gemeldet. Das sind 73 Personen oder 1,4 Prozent weniger als im Vormonat und 128 oder 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Ebenfalls sinkend ist die Anzahl der Arbeitslosen von 15 bis 25 Jahren. Hier sind derzeit 1.279 junge Leute arbeitslos gemeldet. Das sind 48 Personen oder 3,6 Prozent weniger als vor einem Monat und 15 oder 1,2 Prozent weniger als im letztjährigen April. Davon sind 282 im Alter von 15 bis 20 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind elf Personen oder 3,8 Prozent weniger als ein Monat zuvor und vier oder 1,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Am anderen Ende der Altersklassen ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. So sind derzeit 5.156 Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 40 Personen oder 0,8 Prozent mehr als im Vormonat und 213 oder 4,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Darunter befinden sich 3.885 Ältere ab 55 Jahren. Das sind 16 Personen oder 0,4 Prozent mehr als im März und 145 oder 3,9 Prozent mehr als im letztjährigen April. Als langzeitarbeitslos gemeldet sind aktuell 4.390 Frauen und Männer. Das sind 60 Personen oder 1,4 Prozent mehr als ein Monat zuvor und 303 oder 7,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen ist auch leicht gestiegen. So sind im Berichtsmonat 1.623 schwerbehinderte Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 22 Personen oder 1,4 Prozent mehr als vor einem Monat und 85 oder 5,5 Prozent mehr als im letztjährigen April.
Gemeldete Arbeitsstellen 2026 – Weiterhin unter Vorjahresniveau
Die Arbeitgeber im Agenturbezirk Fürth haben im Berichtsmonat 1.022 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 104 Angebote oder 9,2 Prozent weniger als im Vormonat und 147 oder 12,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 4.017 Vakanzen gemeldet. Das sind 193 Ausschreibungen oder 4,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 4.005 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 14 Angebote oder 0,4 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 539 oder 11,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die meisten Stellen werden in diesen Branchen angeboten: Gesundheits- und Sozialwesen: 690, Zeitarbeit: 637, Verarbeitendes Gewerbe: 514, Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: 507
Unterbeschäftigung leicht über Vorjahreswert
Unter dem Begriff der Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen subsummiert: Zum einen die registrierten Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die zwar nach Sozialgesetzbuch nicht als arbeitslos gezählt werden, aber ohne reguläres Beschäftigungsverhältnis sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in einer beruflichen Weiterbildung befinden oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Mit darunter fallen auch Selbständige, die Gründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der Beschäftigungssituation. Dazu die aktuellen Daten der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 17.191 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 35 Personen oder 0,2 Prozent weniger als im Vormonat, aber 129 oder 0,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 4,8 Prozent (Vormonat: 4,8 / Vorjahresmonat: 4,8).
Blick in die Städte und Landkreise
Stadt Fürth: Stellenmarkt 2026 Insgesamt über Vorjahreswert
Die Arbeitslosigkeit ist in Fürth im April 2026 gesunken. 4.570 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 77 Personen weniger (-2 Prozent) als im März, aber 3 Personen bzw. 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 5,8 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 149 Stellen wurden im April neu gemeldet (11 weniger als im Vormonat, aber 31 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Baugewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 764 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit):
Im Berichtsmonat sind 5.710 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 7,1 Prozent (Vormonat: 7,2 / Vorjahresmonat: 7,4).
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Fürth aktuell 257 Frauen und Männer. Das sind neun Personen oder 3,4 Prozent weniger als im März und 19 oder 6,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Landkreis Fürth: Arbeitslosigkeit leicht gestiegen
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Fürth im April 2026 gestiegen. 2.261 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 35 Personen mehr (2 Prozent) als im März und 161 Personen bzw. 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,1 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 82 Stellen wurden im April neu gemeldet (4 weniger als im Vormonat und 1 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Baugewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 472 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit):
Im Berichtsmonat sind 2.640 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,9 Prozent (Vormonat: 3,8 / Vorjahresmonat: 3,7).
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Fürth aktuell 149 Frauen und Männer. Das sind zwölf Personen oder 8,8 Prozent mehr als im März und 23 sieben oder 18,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Stadt Erlangen: Arbeitslosigkeit gestiegen
Die Arbeitslosigkeit ist in Erlangen im April 2026 gestiegen. 3.319 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 72 Personen mehr (2 Prozent) als im März und 163 Personen bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,6 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 511 Stellen wurden im April neu gemeldet (85 weniger als im Vormonat und 68 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 1.258 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit):
Im Berichtsmonat sind 3.880 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 4,8 Prozent (Vormonat: 4,8 / Vorjahresmonat: 4,8).
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Erlangen aktuell 258 Frauen und Männer. Das sind 20 Personen oder 8,4 Prozent mehr als im März, aber 21 oder 7,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Erlangen-Höchstadt: Stellenmarkt weit unter Vorjahresniveau
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Erlangen-Höchstadt im April 2026 gesunken. 2.456 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 34 Personen weniger (-1 Prozent) als im März, aber 88 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 163 Stellen wurden im April neu gemeldet (5 weniger als im Vormonat und 72 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 803 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit):
Im Berichtsmonat sind 2.849 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,5 Prozent (Vormonat: 3,5 / Vorjahresmonat: 3,5).
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Erlangen-Höchstadt aktuell 181 Frauen und Männer. Das sind drei Personen oder 1,6 Prozent weniger als im März, aber fünf oder 2,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Stellenmarkt spürbar unter Vorjahresniveau
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim aktuell 127 Frauen und Männer. Das sind zwei Personen oder 1,6 Prozent weniger als im März und 24 oder 15,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Arbeitsagentur Neustadt/Aisch: Stellenmarkt unter Vorjahresniveau
Bei der Agentur für Arbeit Neustadt/Aisch sind im Berichtsmonat 1.095 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind drei Personen oder 0,3 Prozent weniger als im Vormonat, aber 58 oder 5,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit aktuell 2,9 Prozent seit März unverändert, liegt jedoch um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage ist zurückhaltend und bleibt insgesamt hinter den Vorjahreswerten zurück. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 69 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind zwei Angebote oder 2,8 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 21 oder 23,3 Prozent weniger als im letztjährigen April. Seit Jahresbeginn wurden 251 Vakanzen gemeldet. Das sind 20 Ausschreibungen oder 7,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 391 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 17 Angebote oder 4,5 Prozent mehr als im Vormonat, aber acht oder 2,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Arbeitsagentur Bad Windsheim: Stellenmarkt spürbar unter Vorjahresniveau
Im Berichtsmonat sind bei der Agentur für Arbeit Bad Windsheim 678 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 15 Personen oder 2,2 Prozent weniger als im Vormonat und drei oder 0,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,0 Prozent gesunken und liegt damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage bleibt zurückhaltend. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 48 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind drei Angebote oder 6,7 Prozent mehr als im Vormonat, aber 16 oder 25,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 198 Vakanzen gemeldet. Das sind 51 Ausschreibungen oder 20,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 317 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 14 Angebote oder 4,6 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 40 oder 11,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.