Vormonat: Plus 1.114 Personen oder 8,0 Prozent auf 14.990 Arbeitslose
Vorjahresmonat: Plus 532 Personen oder 3,7 Prozent
Aktuelle Arbeitslosenquote: 4,2 Prozent - Vorjahr: 4,1 Prozent
Stellenzugang Januar 2026: Minus 19,5 Prozent gegenüber Vorjahresmonat
Zum Jahresauftakt 2026 ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Fürth mit den Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch – Bad Windsheim erwartungsgemäß deutlich angestiegen. So sind im Agenturbezirk Fürth derzeit 14.990 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 1.114 Personen oder 8,0 Prozent mehr als im Vormonat und 532 oder 3,7 Prozent mehr als im Januar letzten Jahres. Die Arbeitslosenquote ist seit Dezember um 0,3 Prozentpunkte auf aktuell 4,2 Prozent gestiegen und liegt damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.
Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, sagt: „Der deutliche Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn ist durchaus üblich. Wesentlicher Grund dafür ist das witterungsbedingte Ruhen vieler Arbeiten in den Außengewerben. Die dort Beschäftigten melden sich über den Winter vorübergehend arbeitslos, um im Frühjahr in ihre Betriebe zurück zukehren. Dennoch müssen wir uns vor Augen führen, dass die aktuelle Arbeitslosenzahl der höchste Stand seit der Finanzkrise 2008/2009 ist. Daneben ist der Stellenmarkt 2025 erstmals nach Jahren zurückgegangen und das deutlich. Darin spiegeln sich die anhaltend schwache Konjunkturlage und die gedämpften Erwartungen der Unternehmen, wie auch der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex bestätigt. Diese seit langem andauernde Arbeitsmarktlage macht es arbeitsuchenden Menschen weiterhin schwer in Beschäftigung zu kommen. Dabei unterstützen wir sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber durch Beratung, Vermittlung und Förderung. Angesichts von Digitalisierung und Transformation wird die berufliche Qualifizierung auch im Jahr 2026 einer unserer Schwerpunkte sein.“
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Agenturbezirk Fürth aktuell 1.015 Frauen und Männer. Das sind 84 Personen oder 9,0 Prozent mehr als im Dezember aber 15 oder 1,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Arbeitslosigkeit steigt in allen Personengruppen
Im Berichtsmonat sind 1.310 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 88 Personen oder 7,2 Prozent mehr als im Vormonat und exakt so viele wie vor einem Jahr. Darunter befinden sich 279 Arbeitslose im Alter von 15 bis 20 Jahren. Das sind zwei Personen oder 0,7 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 29 oder 9,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Am anderen Ende der Altersklassen ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen. So sind im derzeit 5.314 Ältere ab 50 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 354 Personen oder 7,1 Prozent mehr als im Dezember und 127 oder 2,4 Prozent mehr als im Januar letzten Jahres. Darunter befinden sich 3.995 Frauen und Männer im Alter ab 55 Jahren. Das sind 276 Personen oder 7,4 Prozent mehr als im Vormonat und 98 oder 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als langzeitarbeitslos gemeldet sind aktuell 4.385 Frauen und Männer. Das sind 131 Personen oder 3,1 Prozent mehr als ein Monat zuvor und 314 oder 7,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit ausländischem Pass beträgt 5.418. Das sind 407 Frauen und Männer oder 8,1 Prozent mehr als vor einem Monat und 123 oder 2,3 Prozent mehr als im letztjährigen Januar. Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen ist ebenfalls gestiegen. So sind im Berichtsmonat 1.654 schwerbehinderte Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 51 Personen oder 3,2 Prozent mehr als vor einem Monat und 61 oder 3,8 Prozent mehr als im letztjährigen Januar.
Gemeldete Arbeitsstellen im Januar – Deutlich eingebremst
Im Berichtsmonat haben die Arbeitgeber 684 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 114 Angebote oder 14,3 Prozent weniger als im Vormonat und 166 oder 19,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst derzeit 3.619 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 353 Ausschreibungen oder 8,9 Prozent weniger als vor einem Monat und 1.164 oder 24,3 weniger als im Januar letzten Jahres. Die meisten Stellen werden in diesen Branchen angeboten: Gesundheits- und Sozialwesen: 734, Zeitarbeit: 558, Handel: 488, Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen: 422.
Unterbeschäftigung leicht unter Vorjahreswert
Unter dem Begriff der Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen subsummiert: Zum einen die registrierten Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die zwar nach Sozialgesetzbuch nicht als arbeitslos gezählt werden, aber ohne reguläres Beschäftigungsverhältnis sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in einer beruflichen Weiterbildung befinden oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Mit darunter fallen auch Selbständige, die Gründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der Beschäftigungssituation. Dazu die aktuellen Daten der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 17.512 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 842 Personen oder 5,1 Prozent mehr als im Vormonat, aber 144 oder 0,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 4,9 Prozent (Vormonat: 4,6 / Vorjahresmonat: 4,9).
Blick in die Städte und Landkreise
Stadt Fürth: Lebhafter Stellenmarkt
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar 2026 gestiegen. 4.801 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 326 Personen mehr (7 Prozent) als im Dezember und 57 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6,1 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 139 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (59 mehr als im Vormonat und 20 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 740 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 5.817 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 7,3 Prozent (Vormonat: 7,0 / Vorjahresmonat: 7,6).
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Fürth aktuell 276 Frauen und Männer. Das sind 18 Personen oder 7,0 Prozent mehr als im Dezember aber 14 oder 4,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Landkreis Fürth: Arbeitslosigkeit stark gestiegen
Die Arbeitslosigkeit ist Fürth im Januar 2026 gestiegen. 2.316 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 228 Personen mehr (11 Prozent) als im Dezember und 151 Personen bzw. 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,2 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 43 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (12 weniger als im Vormonat und 19 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 435 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.672 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,9 Prozent (Vormonat: 3,6 / Vorjahresmonat: 3,8).
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Fürth aktuell 130 Frauen und Männer. Das sind 25 Personen oder 23,8 Prozent mehr als im Dezember und zwei oder 1,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Stadt Erlangen: Stellenmarkt stark eingebremst
Die Arbeitslosigkeit ist Erlangen im Januar 2026 gestiegen. 3.365 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 199 Personen mehr (6 Prozent) als im Dezember und 171 Personen bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,6 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 303 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (145 weniger als im Vormonat und 94 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 971 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 3.830 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 5,5 Prozent (Vormonat: 5,2 / Vorjahresmonat: 5,5).
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Erlangen aktuell 271 Frauen und Männer. Das sind elf Personen oder 4,2 Prozent mehr als im Dezember, aber 14 oder 4,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Erlangen-Höchstadt: Stellenmarkt unterkühlt
Die Arbeitslosigkeit ist Erlangen-Höchstadt im Januar 2026 gestiegen. 2.599 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 180 Personen mehr (7 Prozent) als im Dezember und 105 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,1 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 101 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (14 weniger als im Vormonat und 77 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 761 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.976 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,7 Prozent (Vormonat: 3,5 / Vorjahresmonat: 3,7).
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Erlangen-Höchstadt aktuell 184 Frauen und Männer. Das sind neun Personen oder 5,1 Prozent mehr als im Dezember und sechs oder 3,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Arbeitslosigkeit stark gestiegen
Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Der Bestand seit Januar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim aktuell 154 Frauen und Männer. Das sind 21 Personen oder 15,8 Prozent mehr als im Dezember aber 13 oder 7,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Arbeitsagentur Neustadt/Aisch: Arbeitslosigkeit stark gestiegen
Bei der Agentur für Arbeit Neustadt Aisch sind derzeit 1.192 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 120 Personen oder 11,2 Prozent mehr als im Vormonat und 46 oder 4,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit Dezember um 0,3 Prozentpunkte auf aktuell 3,2 Prozent gestiegen und liegt damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage ist stark eingebremst. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 44 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 20 Angebote oder 31,3 Prozent weniger als ein Monat zuvor und fünf oder 10,2 Prozent weniger als im Januar letzten Jahres. Der Bestand umfasst derzeit 383 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 27 Angebote oder 6,6 Prozent weniger als vor einem Monat und 75 oder 16,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Arbeitsagentur Bad Windsheim: Stellenmarkt belebt
Bei der Agentur für Arbeit Bad Windsheim sind derzeit 717 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 61 Personen oder 9,3 Prozent mehr als im Vormonat und zwei oder 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit Dezember um 0,3 Prozentpunkte auf aktuell 3,2 Prozent gestiegen und liegt damit exakt auf dem Wert des Vorjahresmonats. Die Personalnachfrage ist im Januar belebt. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 54 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 18 Angebote oder 50 Prozent mehr als ein Monat zuvor und neun oder 20,0 Prozent mehr als im Januar letzten Jahres. Der Bestand umfasst derzeit 329 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind drei Ausschreibungen oder 0,9 Prozent mehr als vor einem Monat, aber 20 oder 5,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.