FrauenInfoTag: Alles rund um Beruf und Wiedereinstieg – nur für Frauen!

Der FrauenInfoTag lädt am 18. März Frauen mit Interesse an beruflichen Veränderungen, Arbeitsuchende und Wiedereinsteigerinnen zum Chancencheck in die Agentur für Arbeit Göttingen ein. Mit von der Partie sind Beratungsinstitutionen, Bildungsträger und Unternehmen mit Personalbedarf.

10.03.2026 | Presseinfo Nr. 15

Göttingen. Der Göttinger FrauenInfoTag, kurz FIT, findet in diesem Jahr am Mittwoch, 18. März, statt. Von 09:00 bis 13:00 Uhr dreht sich in der Agentur für Arbeit Göttingen, Bahnhofsallee 5, alles um die Belange von Frauen im Kontext Arbeit und Beruf. Die Veranstaltung richtet sich, wie schon der Name vermuten lässt, an Frauen. An Frauen, die nach einer Familienphase den Wiedereinstieg planen; an Frauen, die sich beruflich verändern möchten oder eine Stelle suchen; und an Frauen, die Interesse an einer beruflichen Qualifizierung haben.

Um möglichst alle Themenfelder abzudecken, die die Besucherinnen interessieren könnten, sind über 40 Ausstellerinnen und Aussteller mit von der Partie. Sie informieren an ihren Ständen über konkrete Weiterbildungsangebote, Einstiegsmöglichkeiten in ihren Unternehmen und Förderangebote. Sie bieten Beratung bei Fragen zur Kinderbetreuung und zur Unterstützung in Pflegesituationen. An zwei Ständen wird ein Bewerbungscheck angeboten. Hierzu sollte möglichst neben den Anlagen auch ein Anschreiben mit konkreter Stellenausschreibung mitgebracht werden. Abgerundet wird die Veranstaltung durch Impulsvorträge zu den Themen „Bewerben mit KI“, „Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit und der Jobcenter“ sowie „Balanceakt zwischen Familie und Beruf“. Eine Liste der Ausstellerinnen und Aussteller findet sich ebenso wie die Programmübersicht unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/goettingen/fit

Organisiert wird der FIT von der Agentur für Arbeit Göttingen, der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft Stadt und Landkreis Göttingen, sowie dem Jobcenter Landkreis Göttingen.

Antje Frische, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Göttingen, erklärt, warum es dieses Angebot gibt, das sich ausschließlich an Frauen richtet: „Natürlich kann man sich fragen, ob im 21. Jahrhundert eine geschlechtsspezifische Veranstaltung im Kontext Arbeitsmarkt und Beruf noch sinnvoll ist. Aber auch die Berichterstattung zum Weltfrauentag hat gezeigt: es ist notwendig! Frauen arbeiten sehr viel häufiger in Teilzeit, meist weil sie den Großteil der Familienarbeit leisten. Und das hat Auswirkungen auf die individuellen Rentenansprüche. Sie verdienen häufig weniger als ihre männlichen Kollegen. Und sie sind auch in Führungsetagen deutlich seltener anzutreffen. Dabei werden Frauen, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, dringend gebraucht. Und zwar auch in den Berufen, die immer noch häufig als Männerdomäne bezeichnet werden – im Handwerk, als Fahrzeugführerin oder in den sogenannten MINT-Berufen. Am 18. März können sich Frauen in Ruhe über Chancen und Perspektiven auch in diesen Berufsfeldern informieren.“

Marlies Dornieden, als Kreisrätin beim Landkreis Göttingen unter anderem in ihrem Dezernat zuständig für das Thema Arbeit und somit auch für das kommunale Jobcenter, unterstreicht die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Erwerbstätigkeit von Frauen: „Ich sehe als Vertreterin der Kommune, vor welche Herausforderungen uns der demografische Wandel in den nächsten Jahren stellen wird und zum Teil schon stellt. Wir brauchen jede und jeden, um die aufgrund von Renteneintritten frei werdenden Arbeitsplätze in Wirtschaft und Verwaltung nachzubesetzen. Wir müssen daher alle Potenziale ausschöpfen und dabei auch Chancen für mehr Erwerbspartizipation eröffnen: zum Beispiel durch eine bessere und schnellere Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte. Hier steht auf dem FIT beispielsweise die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen geflüchteten Frauen zur Verfügung, um über die Anerkennung vorhandener Qualifikationen in Deutschland zu informieren. Wie überhaupt an vielen Ständen Möglichkeiten vorgestellt werden, die den Weg ins Arbeitsleben für Frauen erleichtern können.“