Arbeitslosenzahlen im Weserbergland sinken weiter

•    Arbeitsmarkt im Weserbergland zeigt sich beständig
•    Anzahl beruflicher Weiterbildungen steigt deutlich im Vergleich zum Vorjahr
•    Beschäftigtenqualifizierung als Möglichkeit für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden

30.04.2024 | Presseinfo Nr. 23

Arbeitslosenzahl13.055Stellenzugang575
ggü. Vormonat-207 / -1,6%ggü. Vormonat-76 / -11,7%
ggü. Vorjahresmonat275 / 2,2%ggü. Vorjahresmonat36 / 6,7%
Arbeitslosenquote (Vorjahreswert)6,6% (6,5%)Stellenbestand (ggü. Vorjahresmonat)2.909 (-4,3%)

Im April ist die Zahl der Arbeitslosen im Weserbergland weiter zurückgegangen: 13.055 Menschen waren in der Arbeitsagentur und den örtlichen Jobcentern arbeitslos gemeldet; somit sind in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg 463 Arbeitslose weniger als im Vormonat zu verzeichnen. 

„Der erneute Rückgang der Arbeitslosenzahlen trotz eines eingetrübten Marktes ist ein Zeichen für die Beständigkeit des Arbeitsmarkts im Weserbergland,“ sagt Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln. 

„Weiterbildung ist und bleibt dabei ein wichtiger Schlüssel, um auf dem heutigen Arbeitsmarkt dauerhaft Fuß zu fassen,“ erläutert Durchstecher. Gerade Arbeitslose mit geringen Qualifikationen sind überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen und brauchen im Schnitt länger, um einen neuen Job zu finden. „Daher kann es eine sinnvolle Alternative sein, die Zeit der Arbeitslosigkeit zu nutzen, um eine berufliche Weiterbildung zu absolvieren. Unsere Beratungsfachkräfte besprechen dies individuell mit jedem Betroffenen. Dadurch konnten wir er-reichen, dass fast 200 Menschen mehr als im April des Vorjahres eine berufliche Weiterbildung absolvieren. Diesen Arbeitslosen eröffnen wir damit eine langfristige Perspektive als gesuchte Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt,“ so Durchstecher.

Qualifizierung und lebenslanges Lernen ist aber auch für Unternehmen und ihre Beschäftigten im Weserbergland ein wichtiges Thema. Im Rahmen der Beschäftigtenqualifizierung besteht für Betriebe die Möglichkeit, Beratung und finanzielle Unterstützung von der Agentur für Arbeit zu erhalten. Immer mehr Arbeitgeber haben erkannt, dass die Weiterbildung ihre Mitarbeitenden einen Wettbewerbsvorteil darstellt und nutzen daher das Beratungsangebot der Arbeitsagentur. 

„Wir freuen uns, dass von Arbeitgeberseite die Beratungsanfragen zu diesem Thema deutlich ansteigen und entsprechend auch mehr Förderungen zustande kommen,“ berichtet Durchstecher und ergänzt: „Betriebe, die sich zu diesem Thema informieren wollen, können sich an unseren ArbeitgeberService wenden; entweder an die ihnen bekannte Ansprechperson oder unter telefonisch unter 0800-4555520.“

Landkreise
Im Landkreis Hameln-Pyrmont sind aktuell 5.497 Personen arbeitslos gemeldet, 71 weniger als im März 2024 (-1,3% zum Vormonat, Arbeitslosenquote 7,0%). Mit 4.951 Arbeitslosen sind im Landkreis Schaumburg 25 Personen weniger als im Vormonat arbeitslos gemeldet (-0,5%, Arbeitslosenquote 5,9%). Im Landkreis Holzminden waren 111 Personen weniger beschäftigungslos als im März (-4,1%, Arbeitslosenquote 7,2%). Damit sind hier 2.607 Menschen ohne Arbeit.

Arbeitskräftenachfrage
Im April 2024 wurden 575 neue Arbeitsstellen von den Arbeitgebern im Weserbergland gemeldet, somit 76 weniger als im Vormonat (-11,7%) und 36 Arbeitsstellen mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat (+6,7%). Der Stellenbestand betrug 2.909 Stellen, somit eine Stelle weniger als im März 2024 (-0,0%) und 132 weniger als im April 2023 (-4,3%).

Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmende an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind. Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorläufigen Angaben im April 17.106 Personen (hierin sind die 13.055 arbeitslos gemeldeten Personen bereits enthalten), somit 215 Personen weniger als im Vormonat und 221 mehr als im April 2023.

Viele weitere Informationen und Statistiken rund um den Arbeitsmarkt finden Sie auf der Internetseite der Statistik der Bundesagentur für Arbeit.