Stadt Hamm
Der Arbeitsmarkt in der Stadt Hamm zeigt erste Anzeichen einer Sommerpause. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 132 oder 1,6 Prozent auf 8.633. Die Rechtskreise entwickelten sich dabei unterschiedlich. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Punkte auf 8,8 Prozent. Vor zwölf Monaten waren es 8,7 Prozent.
„Wie in jedem Sommer steigt die Arbeitslosigkeit mit dem Ferienbeginn. Im Juli melden sich zudem viele Ausbildungsabsolventen, die aktuell die Hälfte der Neuzugänge ausmachen, aber als junge Fachkräfte nur vorübergehend arbeitslos sein werden. Hinzu kommen die Auswirkungen von Quartalskündigungen. Daher steigen die Zahlen ausschließlich in der Arbeitslosenversicherung, nicht in der Grundsicherung. Der Anstieg ist aber geringer als im Landesdurchschnitt“, so Agenturchefin Sandra Pawlas. „Typisch für die Jahreszeit ist auch der Rückgang der Kräftenachfrage, da viele Unternehmen in die Betriebsferien gehen und potentielle Neueinstellungen auf die Zeit nach der Sommerpause verschieben.“ Die Arbeitsmarktexpertin erwartet keine besondere Veränderung für die nächste Zeit. „Für den August ist wegen der anhaltenden Ferienzeit nicht mit einer Belebung zu rechnen. Und an den ungünstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen hat sich insgesamt noch nichts geändert.“
Kreis Unna
Im Kreis Unna gab es im Juli 16.739 arbeitslose Menschen und damit 179 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zu Juli 2025 stieg die Arbeitslosigkeit um zehn Personen (+0,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht auf 7,7 Prozent und lag damit exakt auf Vorjahresniveau. „Auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna hat die Dynamik im Juli weiter zugenommen“, so Agenturchefin Sandra Pawlas. Während es bereits im Juni einen Anstieg an Arbeitslosen gegeben hätte, fiel dieser im aktuellen Monat noch einmal stärker aus: „Von den 179 zusätzlichen Arbeitslosen sind gut die Hälfte Ausbildungsabsolventen, die als junge Fachkräfte nur vorübergehend arbeitslos
sein werden. Ein anderer saisonaler Effekt sind die Auswirkungen von Quartalskündigungen.“ Gleichwohl habe der Juli auch eine gute Nachricht im Gepäck: „Positiv zu bewerten ist der Anstieg an neu gemeldeten Stellen, was für einen Ferienmonat atypisch ist. Unternehmen in ganz unterschiedlichen Branchen sehen Chancen, wobei die Besetzung der Stellen etwas länger dauern kann“, so Pawlas. Die Arbeitsmarktexpertin geht davon aus, dass sich die Entwicklung im August fortsetzt und danach
in eine leichte Herbstbelebung mündet.