Unterstützung für Jugendliche aus einer Hand

Agentur für Arbeit, Jobcenter und Stadt Hanau starten zum 1. September Jugendberufsagentur

01.09.2026 | Presseinfo Nr. 95

Für ratsuchende Jugendliche bedeutet es, dass sie Rat und Hilfe „aus einer Hand“ erhalten, keine zusätzlichen Wege und Termine auf sich nehmen müssen und für jedes Anliegen gleich an die richtigen Ansprechpartner/innen herangeführt werden: Seit dem 1. September hat Hanau eine Jugendberufsagentur. 

Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen guten Übergang von der Schule in das Berufsleben zu ermöglichen, steht für die Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter und Kommunen schon immer im Fokus. Denn die Berufswahl ist viel mehr als die Antwort auf die Frage, wie man künftig den Lebensunterhalt verdient. Sie bietet Identifikation und entscheidet mit über Lebenszufriedenheit, persönliche Entwicklungsperspektiven und die Verortung in der Gesellschaft. 

Schon jetzt gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote verschiedener Institutionen, die jedoch bei Jugendlichen und Eltern nicht immer ankommen - häufig ausgerechnet bei jenen, die am meisten davon profitieren würden.

Daher bündeln die Agentur für Arbeit, das gemeinsame Jobcenter und die Stadt Hanau ihre Beratungs- und Unterstützungsangebote künftig in einer Jugendberufsagentur (JBA) und treten als eine Einheit auf. Die Jugendberufsagentur umfasst die Rechtskreise des Sozialgesetzbuches (SGB) II, SGB III und SGB VIII. Die Eröffnung fand in der Hanauer Agentur für Arbeit statt.

Im Mittelpunkt der Jugendberufsagentur stehen Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen für Jugendliche und junge Erwachsene. Zielsetzung ist, allen Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen, insbesondere jenen mit besonderem Unterstützungsbedarf sowie Schul- und Ausbildungsabbrecher/innen. Ein besonderes 1 Augenmerk gilt den sogenannten „NEETs“ („Not in Education, Employment or Training“) im Alter von 15 bis 26 Jahren. 

Die vernetzte Arbeit geht jedoch über das Haus hinaus. Die bestehende Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendzentren soll weiter gefestigt und ausgebaut und aufsuchende Beratung ermöglicht werden. Ziel ist es auch, Eltern verstärkt einzubeziehen, insbesondere, wenn sie über Bildungswege in Deutschland aufgeklärt werden müssen. 

„Wir sind mit unserer Berufsberatung schon immer nah an den Jugendlichen dran. Dabei gehen wir auch gern einmal unkonventionelle Wege“, sagt Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau. „Uns ist bewusst, dass es nicht für alle Jugendlichen gleich einfach ist, sich beruflich zu orientieren. Manche haben zusätzliche Probleme, die vordringlich gelöst werden müssen, bevor sie sich auf ihre berufliche Zukunft konzentrieren können. Dass wir mit der Jugendberufsagentur die Schwellen für effiziente Beratungen und gezielte Hilfen über Rechtskreise und administrative Zuständigkeiten hinaus niedriger gesetzt und die Wege vereinfacht haben, ist für viele junge Hanauerinnen und Hanauer ein Gewinn.“ 

„Die Jugendberufsagentur ist ein wesentlicher Baustein unserer Arbeitsmarktstrategie für Hanau. Die Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verbessern, kann für jede und jeden Einzelnen entscheidend für die persönliche Entwicklung und den weiteren Berufsweg sein. Zugleich liegt es im besonderen Interesse unserer gesamten Gesellschaft, jungen Menschen gute Perspektiven zu eröffnen und ihnen den Weg in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern“, so Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri.