Zitat:Am Ausbildungsmarkt suchten etwas weniger Jugendliche eine Ausbildung als im Vorjahr, gleichzeitig wurden geringfügig mehr Ausbildungsstellen gemeldet. Für viele Jugendliche und Unternehmen verlief die Suche erfolgreich. Die überwiegende Mehrheit hat eine Ausbildungsstelle oder eine passende Alternative gefunden. Wer noch sucht, ob Jugendliche oder Betriebe, den unterstützen wir bis zum Jahreswechsel bei einer individuellen Lösung. Gleichzeitig beginnt bereits die Suche für das Ausbildungsjahr 2027: Jugendliche und Betriebe können sich schon jetzt bei uns melden, denn wer früh startet, hat die größte Auswahl. Dabei setzen wir auf persönliche Beratung für beide Seiten und bringen sie in unseren Veranstaltungen direkt zusammen“, erklärt David Rönisch, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hannover.
Im Bereich der Agentur für Arbeit Hannover waren bis zum Abschluss des Ausbildungsmarktes insgesamt 7.340 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 2.498 Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Von den 7.340 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 233 Personen (3 Prozent) weniger als im vergangenen Beratungsjahr gemeldet. Aktuell suchen 656 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.
40 Prozent der gemeldeten Bewerber bzw. Bewerberinnen bewarben sich mit dem Realschulabschluss, 27 Prozent mit dem Hauptschulabschluss und 19 Prozent mit der Fach- oder Hochschulreife auf die offenen Stellen. 42 Prozent der Jugendlichen hat die Schule im aktuellen Berufsberatungsjahr beendet, die Übrigen schon vor längerer Zeit.
Bei ihren Berufswünschen orientierten sich die Jugendlichen an den Entwicklungen des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind: Kaufmann/-frau - Büromanagement, Medizinische/r Fachangestellte/r, Kfz.mechatroniker/-in - PKW-Technik, Anlagenmech. - Sanitär-/Heiz.-Klimatech., Fachinformatiker/in - Systemintegration, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Verkäufer/in, Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung, Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Friseur/in.
Es haben sich bislang 6.684 Jugendliche bei der Berufsberatung abgemeldet. Von ihnen begannen rund 33 Prozent eine Berufsausbildung bzw. ein duales Studium. 16 Prozent der abgemeldeten Jugendlichen besuchen auch zukünftig die Schule. Weitere 1 Prozent starteten in ein Studium. 50 Prozent der Bewerber bzw. Bewerberinnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, begannen eine Fördermaßnahme zur Berufsvorbereitung oder leisten gemeinnützige/soziale Dienste.
Die regionalen Unternehmen haben bisher 6.288 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (30 Stellen bzw. 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 122 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Es blieben 570 Ausbildungs- und duale Studienplätze unbesetzt, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Sport- und Fitnesskaufmann/-frau, Fachkraft - Lagerlogistik und Kaufmann/-frau - Büromanagement.
Die Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen (inkl. der dualen Studienplätze) waren: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Fachkraft - Lagerlogistik, Medizinische/r Fachangestellte/r, Fachinformatiker/in - Systemintegration, Industriekaufmann/-frau, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Anlagenmechaniker - Sanitär-/Heiz.-Klimatechnik und Kaufmann/-frau Groß-/Außenhandelsmanagement (Großhandel).
Die Berufs- und Studienberatung ist von überall telefonisch und per Videotelefonie erreichbar und bietet individuelle Beratungen an: Hotline 0800 4 5555 00.
