Jugendberufsagentur Rhein-Neckar-Kreis / Heidelberg (JUBA) offiziell eröffnet

Gemeinsam Perspektive schaffen- Verantwortung teilen am Übergang von der Schule in den Beruf

16.01.2026 | Presseinfo Nr. 2

Mit der offiziellen Eröffnung der Jugendberufsagentur Rhein-Neckar-Kreis/ Heidelberg am 16. Januar 2026 wird ein weiterer Meilenstein in der gemeinsamen Arbeit am Übergang von der Schule in den Beruf erreicht. Aufbauend auf der bereits 2023 geschlossenen Kooperationsvereinbarung wurde die Jugendberufsagentur in den vergangenen Monaten konsequent weiterentwickelt und strukturell gestärkt.
Am 16. Januar unterzeichnen Landrat, Oberbürgermeister sowie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heidelberg die weiterentwickelte Kooperationsvereinbarung und bekräftigen damit die gemeinsam getragene Verantwortung für junge Menschen im Rhein-Neckar-Kreis und in der Stadt Heidelberg.
Ziel der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit ist es, junge Menschen unter 25 Jahren passgenau, niedrigschwellig und aus einer Hand zu unterstützen – mit kurzen Wegen, aufeinander abgestimmten Angeboten und klaren Zuständigkeiten.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf jungen Menschen mit erschwerten Startbedingungen, insbesondere auf Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Familien mit Bürgergeldbezug oder mit begrenztem Zugang zu Bildungs- und Unterstützungsangeboten.

Verlässliche Strukturen für den Rhein-Neckar-Kreis

Landrat Stefan Dallinger betont die Bedeutung der Jugendberufsagentur für den gesamten 
Rhein-Neckar-Kreis:
„Kein Jugendlicher darf im Rhein-Neckar-Kreis am Übergang von der Schule in den Beruf 
verloren gehen. Mit der Jugendberufsagentur haben wir für junge Menschen in unserem 
Kreis einen verlässlichen, klar strukturierten Zugang zu Beratung und Unterstützung aus einer Hand geschaffen. Durch die enge Zusammenarbeit von Arbeitsagentur, Jobcenter, Jugendhilfe und Schulen bündeln wir unsere Kompetenzen dort, wo sie gebraucht werden.“

Gemeinsame Verantwortung von Kreis und Stadt

Bereits Anfang 2023 hatten der Rhein-Neckar-Kreis, die Agentur für Arbeit Heidelberg, das Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis sowie das Staatliche Schulamt und die beruflichen Schulen im Rhein-Neckar-Kreis den Aufbau einer Jugendberufsagentur vereinbart. Im Mai 2025 wurde nun die Kooperation konsequent weiterentwickelt: mit der Stadt Heidelberg und den beruflichen Schulen der Stadt Heidelberg wurde die Kooperation gezielt ergänzt und vertieft.

Der Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, Eckart Würzner unterstreicht den Mehrwert für die Stadt:
"Kein junger Mensch darf verloren gehen, wenn der Bildungs- und Berufsweg aus einer persönlich schwierigen Lebenslage heraus unübersichtlich wird. Die neue Jugendberufsagentur Rhein-Neckar-Kreis/Heidelberg ist dafür ein Kompass. Junge Menschen finden hier verlässliche Orientierung und konkrete Hilfe an einem Ort. Mit unseren Kooperationspartnern setzen wir in der JUBA ein starkes Signal: Keiner muss alles alleine schaffen. Wir gehen die nächsten Schritte gemeinsam."

One-Stop-Government: Zusammenarbeit, die wirkt

Die Jugendberufsagentur arbeitet rechtskreisübergreifend nach dem Prinzip des One-StopGovernment. Junge Menschen erhalten Beratung, Orientierung und Unterstützung an einem zentralen Ort – ohne Umwege zwischen verschiedenen Stellen. Statt Verweisberatung steht eine gemeinsam getragene Verantwortung im Mittelpunkt. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heidelberg Klaus Pawlowski hebt sowohl die Zusammenarbeit als auch erste Erfolge hervor: „In der Jugendberufsagentur greifen Berufsberatung, Vermittlung und Unterstützung nahtlos ineinander. Besonders stolz sind wir, dass es uns gelungen ist, sowohl den RheinNeckar-Kreis als auch die Stadt Heidelberg für diesen gemeinsamen Weg zu gewinnen. Erste positive Rückmeldungen und Erfolgsgeschichten zeigen, dass wir junge Menschen - gerade auch mit erhöhten Unterstützungsbedarf- besser erreichen und begleiten können.“ 

Passgenaue Unterstützung vor Ort

Für Frau Janina Jung, Geschäftsführerin des Jobcenters Rhein-Neckar-Kreis zeigt sich bereits der konkrete Nutzen der Jugendberufsagentur: „Die Jugendberufsagentur ist das Puzzlestück, das vielen Jugendlichen am Übergang von der Schule ins Berufsleben gefehlt hat. Lange Wege und viele Anlaufstellen gehören der Vergangenheit an – junge Menschen finden hier schnelle und verlässliche Begleitung.“

Auch die Geschäftsführerin des Jobcenters Heidelberg, Frau Kirsten Schmitt betont den niedrigschwelligen Zugang: „Jugendliche erhalten hier unkompliziert Beratung, Hilfe und Unterstützung. Die starken Netzwerke der Stadt Heidelberg ergänzen die Arbeit der Jugendberufsagentur ideal.“

Schule, Übergänge und Fachkräftesicherung zusammengedacht

Thomas Edinger, Geschäftsführender Schulleiter der Beruflichen Schulen im Rhein-Neckar-Kreis sieht in der Jugendberufsagentur eine wichtige Unterstützung für gelingende Bildungswege: „Durch abgestimmte Übergänge und klare Anschlussmöglichkeiten können junge Menschen – auch mit besonderem Förderbedarf – verlässlicher zu einem Schulabschluss, in Ausbildung oder in Beschäftigung begleitet werden. Die Jugendberufsagentur leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.“

Auch Frank Schäfer, Leitender Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamts Mannheim hebt die Bedeutung für Bildungsgerechtigkeit hervor: „Gebündelte Unterstützung und eine verlässliche Begleitung stärken die Bildungsgerechtigkeit und tragen dazu bei, Übergänge von der Schule in den Beruf nachhaltig zu gestalten.“

Die Jugendberufsagentur Rhein-Neckar-Kreis/ Heidelberg – Die zentrale Anlaufstelle für junge Menschen auf Ihrem Weg in Ausbildung, Studium und Beruf. Czernyring 22/10 (Blauer Eingang, Erdgeschoss), 69115 Heidelberg