„Im Februar ist die Arbeitslosigkeit nach dem saisonüblichen Anstieg zum Jahresbeginn leicht zurückgegangen. Aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche sind wir aber immer noch in schwierigem Fahrwasser. Hinzu kommen auch strukturelle Herausforderungen. So wird mittelfristig die demographische Entwicklung zu einem Fachkräftemangel führen. Betriebe, die heute ausbilden, sichern sich ihr qualifiziertes Personal für die Zukunft. In Zeiten rückläufiger Bewerberzahlen ist es wichtig, alle Potenziale zu nutzen und auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick nicht als geeignet erscheinen. Ein Praktikum kann bei der Entscheidung helfen. Im März beteiligt sich unsere Berufsberatung wieder an der Woche der Ausbildung. Damit wollen wir jungen Menschen, deren Eltern und auch Betrieben die Vorteile und Chancen einer Berufsausbildung aufzeigen“, sagt Katrin von Löwenstein, Leiterin der Heilbronner Arbeitsagentur, zur Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Arbeitslosenzahl im Februar: - 95 auf 14 266
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 657
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: - 0,1 auf 5,0 %
Arbeitslosigkeit
Im Februar ist die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer liegt im Bezirk der Arbeitsagentur Heilbronn bei 14 266. Das sind 95 Personen weniger als vor einem Monat aber 657 mehr als im Februar 2025. Die Arbeitslosenquote geht um 0,1 auf 5,0 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie bei 4,8 Prozent.
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung
In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind zum Statistiktermin 7 110 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 58 Arbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies aber einem Anstieg von 1 136 Personen.
Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist im Vergleich zum Januar auch gesunken. Die Jobcenter für den Stadt- und Landkreis Heilbronn verzeichnen 7 156 Arbeitslose. Das sind 37 weniger als im Vormonat und 479 weniger als vor einem Jahr.
Arbeitskräftenachfrage
Von den Betrieben und Verwaltungen werden den Vermittlungsfachkräften in den letzten vier Wochen 800 Arbeitsplätze gemeldet. Das sind 247 mehr als im Januar. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat auf 3 380 (plus 30) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 589 mehr.