Kreis Herford - Der Arbeitsmarkt im Februar 2026

Die Entwicklung des Arbeitslosenbestandes im Kreis Herford

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 25

„Die Arbeitslosigkeit im Kreis Herford sinkt im Februar leicht. Grundsätzlich lässt sich bei dieser Entwicklung auch von einer tendenziellen Stagnation sprechen, da der Rückgang nur leicht ausfällt“, so Sebastian Placke, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Herford.

„Diese Tendenz entspricht den Entwicklungen aus den Vorjahren, in denen im Februar auch jeweils ein leichter Rückgang zu verzeichnen war – es zeigt sich also ein typisches Bild. Ob die Zahl der Arbeitslosen im kommenden Monat wie in 2024 leicht steigen, oder wie in 2025 sinken wird, bleibt abzuwarten. Ob und, wenn ja, wann die Frühjahrsbelebung einsetzen wird, lässt sich aktuell nicht sicher prognostizieren“, führt der Experte weiter aus.

Ein Blick auf das Stellenangebot zeigt die Zurückhaltung der Arbeitgeber: „Wir haben aktuell rund 16 Prozent weniger Stellen im Bestand als im letzten Februar. Dieser Rückgang spiegelt die derzeitige konjunkturelle Lage wider, die von Unsicherheiten und einer allgemeinen Zurückhaltung in der Wirtschaft geprägt ist“, so Placke. Wichtig ist es ihm aber auch zu betonen: „Es ist noch Bewegung am Arbeitsmarkt. In diesem Monat war der Zugang aus Erwerbstätigkeit in die Arbeitslosigkeit und der Abgang aus der Arbeitslosigkeit in die Erwerbstätigkeit ungefähr auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Wir sehen also: Trotz wirtschaftlicher Schieflage gibt es für arbeitslose Menschen weiterhin Chancen für eine Arbeitsaufnahme.“

Arbeitslosigkeit
Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Herford sinkt im Februar 2026. Insgesamt sind 9.231 Personen arbeitslos. Dies sind zum Vormonat 23 Personen weniger (-0,2 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 209 Personen (+2,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt im Februar 6,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,4 Prozent (+0,2 Prozentpunkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
In der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 3.682 Personen gemeldet. Dies sind 32 Personen weniger als vor einem Monat (-0,9 Prozent). Zum selben Monat des Vorjahres steigt die Zahl um 117 Personen (+3,3 Prozent).

Entwicklung im Bürgergeld (SGB II)
Bürgergeld erhalten 9 Arbeitslose mehr als im Vormonat (+0,2 Prozent) und 92 mehr als im Vorjahr (+1,7 Prozent). Insgesamt zählen 5.549 Personen und damit 60,1 Prozent aller Arbeitslosen zum Bürgergeld gemäß SGB II.

Jugendarbeitslosigkeit
880 Arbeitslose sind im Februar 2026 im Kreis Herford unter 25 Jahre alt. Dies sind 28 Personen mehr als im Vormonat (+3,3 Prozent). Zum selben Monat des Vorjahres sind 11 junge Menschen weniger arbeitslos (-1,2 Prozent).

Arbeitslose ab 50 Jahre
Die Anzahl arbeitsloser Menschen ab 50 Jahren sinkt zum Vormonat um 35 Personen (-1,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind es 81 Arbeitslose mehr (+2,4 Prozent). Insgesamt sind 3.436 Menschen ab 50 Jahren im Kreis Herford arbeitslos.

Langzeitarbeitslose
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Herford bleibt unverändert. 3.394 Personen sind länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 86,1 Prozent (2.922 Personen) zum Bürgergeld. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 260 Personen (+8,3 Prozent).

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung im Kreis Herford steigt im Februar 2026. Insgesamt sind 11.294 Personen ohne Beschäftigung. Dies sind zum Vormonat 32 Personen mehr (+0,3 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres sinkt die Unterbeschäftigung um 3 Personen. Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt jedoch aktuell nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist.

Stellenangebot
Die Arbeitgeber aus dem Kreis Herford haben in diesem Monat 443 Stellen gemeldet und damit 82 mehr als im Vormonat (+22,7 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres sinkt die Anzahl der neuen Stellenmeldungen um 82 Stellen (-15,6 Prozent). Im Bestand befinden sich insgesamt 1.797 offene Stellen, 41 weniger als vor einem Monat (-2,2 Prozent) und 337 weniger als vor einem Jahr (-15,8 Prozent).