Arbeitsmarktbericht April 2026

Arbeitsmarkt atmet auf – leichte Erholung in unsicheren Zeiten.

01.04.2026 | Presseinfo Nr. 14

Agentur für Arbeit Hildesheim

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Hildesheim (Landkreis Peine, Landkreis Hildesheim) im April 2026 gesunken. 16.225 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 141 Personen weniger (-1 Prozent) als im März, aber 311 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7 Prozent.

Der Arbeitsmarkt hat sich im April leicht erholt. Wie für die Jahreszeit normalweise üblich, ist die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen. Dennoch bleibt die Lage angespannt, und von einer nachhaltigen Trendwende kann noch keine Rede sein.

Zitat:

„Der saisontypische Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist ein positives Signal, das wir in dieser Form auch erwartet haben“, erklärt Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim. „Gerade nach den vielen schlechten Nachrichten der vergangenen Monate tut diese Entwicklung gut – sie zeigt, dass der Arbeitsmarkt weiterhin eine gewisse Stabilität besitzt.“

Trotz der leichten Entspannung weist Beger darauf hin, dass die wirtschaftliche Krise weiterhin spürbar und real ist.

Zitat:

„Wir sehen aktuell eher ein Durchatmen als eine echte Erholung. Viele Betriebe agieren vorsichtig, und der Stellenmarkt bleibt angespannt.“

Auffällig ist zudem eine unterschiedliche Entwicklung zwischen dem Agenturbezirk Hildesheim und dem Umland. Während lokal ein moderater Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist, zeigt sich anderen Agenturbezirken teilweise eine gegenläufige Tendenz. "Das ist für uns erfreulich, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gesamtlage fragil bleibt“, so Beger.

Herausfordernd bleibt die Situation auf dem Stellenmarkt. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist weiterhin rückläufig.

Zitat:

„Unternehmen melden weniger neue Stellen, und das spüren wir deutlich. Für Arbeitssuchende bedeutet das nach wie vor große Konkurrenz um verfügbare Jobs“, betont Beger.

Besonders Menschen mit geringerer beruflicher Qualifikation geraten dabei häufig ins Hintertreffen.
Für die kommenden Monate bleibt die Entwicklung schwer vorhersehbar.

Zitat:

„Wir müssen abwarten, ob sich die aktuelle Tendenz verstetigt. Im Moment ist es ein kleiner Lichtblick – mehr aber auch nicht“, so Beger abschließend.

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im April bei 19.337 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat März (-65 Personen bzw. -0,3 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit April 2025 (420 Personen bzw. 2,2 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.566 Personen (85 Personen weniger als im Vormonat, aber 274 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 10.659 Arbeitslose registriert (56 Personen weniger als im Vormonat, aber 37 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 66 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.601 Personen arbeitslos. Davon kamen 956 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.743 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 917 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 529 Stellen wurden im April neu gemeldet (99 weniger als im Vormonat und 77 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 2.239 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

*********************************************************************************************************

Die Regionen im Überblick

Landkreis Peine

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Peine im April 2026 gesunken. 4.752 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 48 Personen weniger (-1 Prozent) als im März, aber 191 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,2 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.675 Personen (42 Personen weniger als im Vormonat, aber 167 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.077 Arbeitslose registriert (6 Personen weniger als im Vormonat, aber 24 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 65 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 815 Personen arbeitslos. Davon kamen 313 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 861 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 309 eine Erwerbstätigkeit auf.
 

Landkreis Hildesheim

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Hildesheim im April 2026 gesunken. 11.473 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 93 Personen weniger (-1 Prozent) als im März, aber 120 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,6 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,5 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.891 Personen (43 Personen weniger als im Vormonat, aber 107 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 7.582 Arbeitslose registriert (50 Personen weniger als im Vormonat, aber 13 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 66 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.786 Personen arbeitslos. Davon kamen 643 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.882 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 608 eine Erwerbstätigkeit auf.