Arbeitsmarkt im September: Der Herbst bringt Bewegung

Arbeitslosigkeit geht stärker zurück – frisch ausgebildete Fachkräfte verstärken das Arbeitskräfteangebot – erste positive Signale für die Wirtschaft

30.09.2026 | Presseinfo Nr. 27

Agentur für Arbeit Hildesheim

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Hildesheim (Landkreis Peine, Landkreis Hildesheim) im September 2026 gesunken. 16.071 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 230 Personen weniger (-1 Prozent) als im August, aber 386 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,9 Prozent.

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Hildesheim zeigt sich im September etwas freundlicher als noch im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen ist etwas stärker zurückgegangen als im August.

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„Der Herbst bringt traditionell noch einmal Bewegung in den Arbeitsmarkt. Bevor die saisonal bedingte Winterarbeitslosigkeit einsetzt, geht die Arbeitslosigkeit häufig zunächst zurück“, erläutert Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim.

Eine Rolle spielt dabei auch der Übergang junger Menschen von Ausbildung und Qualifizierung in das Berufsleben. Viele frisch ausgebildete Fachkräfte stehen inzwischen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und bringen damit zusätzliche Potenziale für Unternehmen mit.
Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Situation herausfordernd. Dennoch gibt es erste vorsichtig positive Signale. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute sehen für den Herbst Anzeichen einer möglichen Stabilisierung – ein möglicher „Silberstreif am Horizont“. Die Agentur für Arbeit beobachtet zwar eine zunehmende Zahl von Unternehmensinsolvenzen, bislang führt dies jedoch nur in vergleichsweise wenigen Fällen zu größeren Freisetzungen von Beschäftigten.

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„Gerade jetzt kommt es darauf an, vorhandene Potenziale zu nutzen und Menschen möglichst schnell wieder mit Unternehmen zusammenzubringen“, betont Beger.

Besonders bei den neu ausgebildeten Fachkräften und den von Veränderungen in Unternehmen betroffenen Beschäftigten sieht die Arbeitsagentur Chancen, den weiterhin bestehenden Fachkräftebedarf zumindest teilweise zu decken.

Dabei muss nicht immer jede Qualifikation bereits vollständig zum Anforderungsprofil einer Stelle passen. Arbeitgeber können bei der Einstellung ebenso unterstützt werden wie Beschäftigte, die ihre Kenntnisse erweitern oder an neue Anforderungen anpassen möchten. Dazu stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung – beispielsweise Eingliederungszuschüsse oder Angebote zur Förderung von Beschäftigten.

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„Wer Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung, bei der Personalsuche oder bei der Weiterqualifizierung benötigt, sollte unsere Beratung nutzen“, sagt Beger. „Sprechen Sie uns an. Gemeinsam können wir schauen, welche Möglichkeiten bestehen und welches Angebot zur jeweiligen Situation passt.“

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im September bei 19.020 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat August (-165 Personen bzw. -0,9 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit September 2025 (314 Personen bzw. 1,7 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.253 Personen (179 Personen weniger als im Vormonat, aber 6 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 10.818 Arbeitslose registriert (51 Personen weniger als im Vormonat, aber 380 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 67 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.799 Personen arbeitslos. Davon kamen 972 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.043 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 923 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 492 Stellen wurden im September neu gemeldet (63 weniger als im Vormonat und 33 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 2.201 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

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Die Regionen im Überblick

Landkreis Peine

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Peine im September 2026 gesunken. 4.752 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 29 Personen weniger (-1 Prozent) als im August, aber 253 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,3 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,9 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.603 Personen (29 Personen weniger als im Vormonat, aber 96 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.149 Arbeitslose registriert (genauso viele Personen wie im Vormonat, aber 157 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 66 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 818 Personen arbeitslos. Davon kamen 304 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 845 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 264 eine Erwerbstätigkeit auf.

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Landkreis Hildesheim

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Hildesheim im September 2026 gesunken. 11.319 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 201 Personen weniger (-2 Prozent) als im August, aber 133 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,5 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,4 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.650 Personen (150 Personen weniger als im Vormonat und 90 Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 7.669 Arbeitslose registriert (51 Personen weniger als im Vormonat, aber 223 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 68 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.981 Personen arbeitslos. Davon kamen 668 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.198 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 659 eine Erwerbstätigkeit auf.