Agentur für Arbeit Hildesheim
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Hildesheim (Landkreis Peine, Landkreis Hildesheim) im Februar 2026 gestiegen. 16.539 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 180 Personen mehr (1 Prozent) als im Januar und 683 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7 Prozent.
Zitat:„Was aktuell auf dem Arbeitsmarkt geschieht, hat sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet“, so Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim.
Im letzten Quartal 2025 verzeichnete die Behörde einen merklichen Anstieg bei Kurzarbeit und Unternehmensinsolvenzen. „Viele Betriebe versuchten, die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen mit Kurzarbeit abzufedern, doch leider gelingt dies nicht in allen Fällen“, erläutert Beger.
Die zurückgehende Konjunktur ist ein wesentlicher Treiber der negativen Entwicklung.
Zitat:„Die wirtschaftliche Gesamtlage hat sich merklich eingetrübt, was sich sowohl in den Unternehmenszahlen als auch in der Nachfrage nach Arbeitskräften widerspiegelt“, ergänzt Beger.
Besonders betroffen sind zwei zentrale Wirtschaftssektoren der Region. Im Landkreis Hildesheim steht der Automobilsektor vor erheblichen Herausforderungen. Hier kam es zu einem spürbaren Stellenabbau, der die wirtschaftliche Basis der Region belastet. Im Landkreis Peine ist vor allem das verarbeitende Gewerbe betroffen. Einige Unternehmen mussten ihre Belegschaft reduzieren, was sich ebenfalls negativ auf die Beschäftigungssituation auswirkt.
Gleichzeitig bleibt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in vielen Betrieben hoch. Dabei stehen vorhandene Qualifikationen und anerkannte Abschlüsse weiterhin im Fokus. Zunehmend gewinnt jedoch auch die Qualifizierung während der Beschäftigung an Bedeutung.
Zitat:„Die Weiterbildung von motivierten Mitarbeitenden ist ein bewährtes Instrument, um den Fachkräftebedarf zu sichern“, berichtet Beger. „Gerade in Zeiten schnellen Wandels ist es wichtig, Beschäftigte mit aktuellem Fachwissen auszustatten und gemeinsam mit den Betrieben flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren.“
Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Februar bei 19.491 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Januar (229 Personen bzw. 1,2 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Februar 2025 (416 Personen bzw. 2,2 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.770 Personen (119 Personen mehr als im Vormonat und 317 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 10.769 Arbeitslose registriert (61 Personen mehr als im Vormonat und 366 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 65 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.727 Personen arbeitslos. Davon kamen 999 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.535 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 757 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 459 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (58 mehr als im Vormonat, aber 57 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 2.272 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
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Die Regionen im Überblick
Landkreis Peine
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Peine im Februar 2026 gestiegen. 4.907 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 31 Personen mehr (1 Prozent) als im Januar und 241 Personen bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,4 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,2 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.766 Personen (52 Personen mehr als im Vormonat und 163 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.141 Arbeitslose registriert (21 Personen weniger als im Vormonat, aber 78 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 64 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Zitat:„Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt im Landkreis Peine etwas robuster, was sich auch in den gemeldeten Ausbildungsstellen widerspiegelt“, erklärt Beger.
Hier verzeichnet die Agentur sogar ein leichtes Plus von acht Ausbildungsstellen.
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Landkreis Hildesheim
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Hildesheim im Februar 2026 gestiegen. 11.632 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 149 Personen mehr (1 Prozent) als im Januar und 442 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,7 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,4 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 4.004 Personen (67 Personen mehr als im Vormonat und 154 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 7.628 Arbeitslose registriert (82 Personen mehr als im Vormonat und 288 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 66 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Zitat:„Diese Entwicklung wirkt sich auch massiv auf Ausbildungsstellenmarkt aus“, erläutert Beger.
Die Agentur verzeichnet für den Landkreis Hildesheim ein deutliches Minus bei den gemeldeten Ausbildungsstellen von derzeit -24,1% (-300) gegenüber dem Vorjahr.
Zitat:„Der Ausbildungsmarkt ist hier für Jugendliche derzeit deutlich schwieriger als im Landkreis Peine“, so Beger abschließend.
