„Noch keine Spur von Frühjahrsbelebung. Die Zahl der arbeitslosen Menschen in unserer Region lag auch im März auf dem Niveau der vergangenen Monate. Die Gründe hierfür liegen unverändert in den durch die unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fehlenden Impulsen. Zwar ging die Arbeitslosigkeit im März etwas zurück, dies ist allerdings größtenteils auf die Wiederaufnahme der Tätigkeiten in den witterungsabhängigen Außenberufen zurückzuführen“, erläutert Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die jüngste Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt.
Zum Stichtag waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 10.759 Personen arbeitslos gemeldet, 256 weniger als noch im Februar. Vor Jahresfrist waren es 991 weniger. Die Arbeitslosenquote pendelte sich 3,6 Prozent ein, 0,1 Punkte weniger als zuletzt. Im März 2025 lag sie bei 3,3 Prozent. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Bestand an arbeitslosen Bürgerinnen und Bürgern in einem März zuletzt 2006 höher war.
„Auffällig ist auch, dass sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit im März regional unterschiedlich verteilt“ so der Agenturchef weiter. Während in der Großstadt Ingolstadt die Zahl der Betroffenen annähernd unverändert blieb (-6), konnten in den Landkreisen Eichstätt (-123), Neuburg-Schrobenhausen (-49) und Pfaffenhofen (-78) deutlich mehr Personen die Arbeitslosigkeit beenden. „Bei den Zugängen in und den Abgängen aus der Arbeitslosigkeit war zwar Dynamik erkennbar, doch leider reichte dies nicht für einen deutlichen Rückgang.“ Analysiert man die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen, so fällt auf, dass der gesamte Rückgang im März auf den Rechtskreis der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) entfällt, während in der steuerfinanzierten Grundsicherung (Jobcenter) die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen exakt gleichgeblieben ist. „Die schwierige wirtschaftliche Ausgangslage führt dazu, dass sich bei zunehmend mehr Bürgerinnen und Bürgern die Dauer der Beschäftigungslosigkeit verlängert und damit das Übertrittsrisiko in die Langzeitarbeitslosigkeit, verbunden mit der Betreuung durch die Jobcenter, erhöht“, so Johannes Kolb.
Die Regionen im Überblick
Stadt Ingolstadt
Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Ingolstadt im März 2026 gesunken. 4.330 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 6 Personen weniger (-0,1 Prozent) als im Februar, aber 739 Personen bzw. 21 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,2 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,3 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.534 Personen (42 Personen weniger als im Vormonat, aber 631 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.796 Arbeitslose registriert (36 Personen mehr als im Vormonat und 108 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 42 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.178 Personen arbeitslos. Davon kamen 477 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.181 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 413 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 170 Stellen wurden im März neu gemeldet (91 weniger als im Vormonat und 78 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.029 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 63 (entspricht -2 Prozent) auf insgesamt 3.615.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4.837 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 119 Personen weniger (-2 Prozent) als vor einem Jahr.
Landkreis Eichstätt
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Eichstätt im März 2026 gesunken. 2.255 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 123 Personen weniger (-5 Prozent) als im Februar, aber 124 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,9 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.313 Personen (75 Personen weniger als im Vormonat, aber 170 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 942 Arbeitslose registriert (48 Personen weniger als im Vormonat und 46 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 42 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 497 Personen arbeitslos. Davon kamen 208 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 629 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 226 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 152 Stellen wurden im März neu gemeldet (34 mehr als im Vormonat, aber 18 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 804 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 31 (entspricht 2 Prozent) auf insgesamt 1.477.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 2.077 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 42 Personen mehr (2 Prozent) als vor einem Jahr.
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im März 2026 gesunken. 1.943 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 49 Personen weniger (-3 Prozent) als im Februar, aber 69 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,2 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.178 Personen (46 Personen weniger als im Vormonat, aber 126 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 765 Arbeitslose registriert (3 Personen weniger als im Vormonat und 57 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 39 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 480 Personen arbeitslos. Davon kamen 224 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 534 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 240 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 137 Stellen wurden im März neu gemeldet (18 weniger als im Vormonat und 29 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 760 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 127 (entspricht -9 Prozent) auf insgesamt 1.244.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.753 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 179 Personen weniger (-9 Prozent) als vor einem Jahr.
Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im März 2026 gesunken. 2.231 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 78 Personen weniger (-3 Prozent) als im Februar, aber 59 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,8 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.408 Personen (93 Personen weniger als im Vormonat, aber 30 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 823 Arbeitslose registriert (15 Personen mehr als im Vormonat und 29 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 37 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 691 Personen arbeitslos. Davon kamen 291 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 757 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 316 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 165 Stellen wurden im März neu gemeldet (33 mehr als im Vormonat und 26 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 971 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 65 (entspricht 5 Prozent) auf insgesamt 1.357.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.758 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 50 Personen mehr (3 Prozent) als vor einem Jahr.