Der regionale Arbeitsmarkt im Juni 2026

- Schwache erste Halbzeit

- Arbeitslosigkeit geht im Juni nur geringfügig zurück

- Weniger Beschäftigte in Ingolstadt und im Landkreis Eichstätt

- Stellenrückgang spiegelt schwierige Phase wider

30.06.2026 | Presseinfo Nr. 26

„Mit der Arbeitsmarktentwicklung in der ersten Halbzeit des Jahres 2026 können wir nicht zufrieden sein. Zwar ging die Zahl der Betroffenen von Februar bis Juni jeweils etwas zurück, blieb aber teils deutlich unter den Erwartungen. Zahlreiche negative Faktoren gepaart mit dem anhaltenden Fehlen und Ausbleiben positiver Impulse lassen auch für die zweite Jahreshälfte keinen spürbaren Umschwung erwarten“, fasst Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt zusammen. 
Zum Stichtag Mai waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 10.068 Personen arbeitslos gemeldet, 76 weniger als im Mai. Vor Jahresfrist waren es 565 weniger. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 3,3 Prozent, 0,1 Punkte niedriger als zuletzt. Im Juni 2025 pendelte sie sich bei 3,2 Prozent ein. „Während die Zahl der arbeitslosen Personen in unserer Region im Rechtskreis der Grundsicherung etwas zurückging (-105), stieg sie im Zuständigkeitsbereich der Arbeitslosenversicherung, bedingt durch die Konjunkturschwäche, sogar etwas an (29)“, erläutert der Agenturchef.

Beschäftigung

Strukturkrise und negative Auswirkungen der Transformation machen sich auch in der Beschäftigtenentwicklung zunehmend deutlich bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Stadtgebiet Ingolstadt um 2.463 und im Landkreis Eichstätt um 600 zurück. Insbesondere betroffen ist hier das Verarbeitende Gewerbe. In den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen (plus 652) und Pfaffenhofen (plus 12) nahm die Beschäftigung zu oder blieb zumindest stabil.

Stellensituation

Seit Jahresbeginn wurden der Agentur für Arbeit 3.384 offenen Stellen zur Besetzung gemeldet, dies sind 939 oder 21,7 Prozent weniger als noch zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Auch im Bestand an vakanten Arbeitsplätzen spiegelt sich die wirtschaftliche Krise wider. 3.503 zu besetzende Arbeitsplätze bedeuten gegenüber Juni 2025 ein Minus von 1.130 oder 24,4 Prozent.

Ausbildungsmarkt

Ein Lichtblick ist nach wie vor der Ausbildungsmarkt in der Region, auch wenn sich hier die Schere zwischen Angebot und Nachfrage etwas mehr schließt, als dies noch in den vergangenen Jahren der Fall war. Zum Stichtag im Berichtsmonat Juni waren bei der Berufsberatung 979 unversorgte Ausbildungsinteressierte auf der Suche nach der passenden Lehrstelle. Demgegenüber standen noch 1.067 frei Ausbildungslätze. „Natürlich ist es wünschenswert, mit einem unterschriebenen Ausbildungsvertrag in die Ferien zu starten, aber auch für Jugendliche, die noch nicht den passenden Ausbildungsplatz gefunden haben, sind weiterhin genügend Möglichkeiten vorhanden“, weiß Johannes Kolb und rät dazu, Kontakt mit der Berufsberatung aufzunehmen: Ingolstadt.Berufsberatung@arbeitsagentur.de.  

Die Regionen im Überblick

Stadtgebiet Ingolstadt

Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Ingolstadt im Juni 2026 gesunken. 4.186 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 8 Personen weniger (-0,2 Prozent) als im Mai, aber 477 Personen bzw. 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,5 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.367 Personen (2 Personen weniger als im Vormonat, aber 361 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.819 Arbeitslose registriert (6 Personen weniger als im Vormonat, aber 116 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 44 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 916 Personen arbeitslos. Davon kamen 416 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 924 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 267 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 144 Stellen wurden im Juni neu gemeldet (69 weniger als im Vormonat und 19 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.014 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 39 (entspricht 1 Prozent) auf insgesamt 3.653.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4.865 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 8 Personen mehr (0,2 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Eichstätt

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Eichstätt im Juni 2026 gesunken. 2.058 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 64 Personen weniger (-3 Prozent) als im Mai und 4 Personen bzw. 0,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,6 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.261 Personen (34 Personen mehr als im Vormonat und 165 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 797 Arbeitslose registriert (98 Personen weniger als im Vormonat und 169 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 39 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 448 Personen arbeitslos. Davon kamen 206 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 505 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 160 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 103 Stellen wurden im Juni neu gemeldet (7 weniger als im Vormonat und 69 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 804 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 16 (entspricht -1 Prozent) auf insgesamt 1.399.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 2.016 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das war 1 Person weniger als vor einem Jahr.

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im Juni 2026 gesunken. 1.776 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 41 Personen weniger (-2 Prozent) als im Mai, aber 120 Personen bzw. 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,8 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.053 Personen (21 Personen weniger als im Vormonat, aber 160 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 723 Arbeitslose registriert (20 Personen weniger als im Vormonat und 40 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 41 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 390 Personen arbeitslos. Davon kamen 168 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 428 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 132 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 128 Stellen wurden im Juni neu gemeldet (12 weniger als im Vormonat und 17 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 763 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 132 (entspricht -10 Prozent) auf insgesamt 1.192.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.696 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 190 Personen weniger (-10 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im Juni 2026 gestiegen. 2.048 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 37 Personen mehr (2 Prozent) als im Mai, aber 28 Personen bzw. 1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,6 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.307 Personen (18 Personen mehr als im Vormonat, aber 18 Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 741 Arbeitslose registriert (19 Personen mehr als im Vormonat, aber 10 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 36 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 577 Personen arbeitslos. Davon kamen 251 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 535 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 189 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 151 Stellen wurden im Juni neu gemeldet (30 mehr als im Vormonat, aber 40 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 922 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 96 (entspricht 8 Prozent) auf insgesamt 1.350.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.746 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 93 Personen mehr (6 Prozent) als vor einem Jahr.