Der regionale Arbeitsmarkt im Juli 2026

•    Arbeitsmarkt geht in die Sommerpause
•    Arbeitslosenquote erhöht sich leicht um 0,1 auf 3,4 Prozent
•    Saisonal bedingte Zunahme bei den Jugendlichen
•    Dynamik des Ausbildungsmarktes nutzen

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 29

„Mit dem Monat Juli beginnt die Sommerzeit. Dies gilt auch für den Arbeitsmarkt. Erwartungsgemäß lässt die Dynamik dann etwas nach. Dazu kommt, dass sich vermehrt junge Menschen arbeitslos melden, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und erst im Herbst mit einer Beschäftigung beginnen können. In Summe führt dies zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Vor dem Hintergrund der beginnenden Ferien, ist auch in den kommenden Wochen nicht von einer sich deutlich ändernden Situation auszugehen.“ erläutert Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt.

Zum Zähltag waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 10.222 Personen arbeitslos gemeldet, 154 mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli vor einem Jahr sind das 508 Personen mehr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,2 Prozent.

Beschäftigung

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region ist, gegenüber dem Vorjahr, erneut rückläufig. Insgesamt stehen 3.156 (-1,4%) Beschäftigungsmöglichkeiten weniger zur Verfügung. Betroffen sind vor allem die Stadt Ingolstadt 2.882 (-2,8%) und der Landkreis Eichstätt 948 (-2,2%). Im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gibt es kaum Veränderungen (+50 / 0,1%) und der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen entwickelt sich gegen den Trend, hier steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 624 (+1,9%).

Ausbildungsmarkt

Auch kurz nach Aushändigung der Jahresabschlusszeugnisse stellt sich die Situation am Ausbildungsmarkt in der Region 10 für die Ausbildungssuchenden weiterhin günstig dar. Das Angebot an Ausbildungsplätzen ist sowohl quantitativ als auch qualitativ noch reichlich vorhanden. „Es herrscht noch eine gute Dynamik bei der Besetzung von Berufsausbildungsstellen und vieles ist noch möglich. ´Offen sein für Alternativen´ ist das Gebot der Stunde, für Schülerinnen und Schüler wie auch für Ausbildungsbetriebe“, appelliert der Agenturleiter. Wer noch nicht fündig geworden ist, sollte sich umgehend mit den Experten der Berufsberatung in Verbindung setzen. Die Kontaktaufnahme ist am schnellsten und einfachsten über die Onlineterminvergabe unter arbeitsagentur.de/vor-ort/ingolstadt möglich.

Die Regionen im Überblick
Stadtgebiet Ingolstadt

Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Ingolstadt im Juli 2026 gestiegen. 4.230 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 44 Personen mehr (1 Prozent) als im Juni und 406 Personen bzw. 11 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.328 Personen (39 Personen weniger als im Vormonat, aber 183 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.902 Arbeitslose registriert (83 Personen mehr als im Vormonat und 223 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 45 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.120 Personen arbeitslos. Davon kamen 425 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.065 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 316 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 215 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (71 mehr als im Vormonat und 76 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.014 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 152 (entspricht 4 Prozent) auf insgesamt 3.733.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4.969 erwerbsfähige Grundsicherungsgeldberechtigte betreut, das waren 161 Personen mehr (3 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Eichstätt

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Eichstätt im Juli 2026 gestiegen. 2.116 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 58 Personen mehr (3 Prozent) als im Juni und 45 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,7 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.353 Personen (92 Personen mehr als im Vormonat und 184 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 763 Arbeitslose registriert (34 Personen weniger als im Vormonat und 139 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 36 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 638 Personen arbeitslos. Davon kamen 244 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 578 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 178 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 143 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (40 mehr als im Vormonat und 34 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 816 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 27 (entspricht 2 Prozent) auf insgesamt 1.422.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 2.041 erwerbsfähige Grundsicherungsgeldberechtigte betreut, das waren 49 Personen mehr (3 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im Juli 2026 gestiegen. 1.818 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 42 Personen mehr (2 Prozent) als im Juni und 91 Personen bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.089 Personen (36 Personen mehr als im Vormonat und 101 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 729 Arbeitslose registriert (6 Personen mehr als im Vormonat, aber 10 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 40 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 546 Personen arbeitslos. Davon kamen 209 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 504 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 163 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 194 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (66 mehr als im Vormonat und 98 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 819 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 112 (entspricht -9 Prozent) auf insgesamt 1.189.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.674 erwerbsfähige Grundsicherungsgeldberechtigte betreut, das waren 163 Personen weniger (-9 Prozent) als vor einem Jahr.

Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im Juli 2026 gestiegen. 2.058 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 10 Personen mehr (1 Prozent) als im Juni, aber 34 Personen bzw. 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,6 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.355 Personen (48 Personen mehr als im Vormonat, aber 12 Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 703 Arbeitslose registriert (38 Personen weniger als im Vormonat und 22 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 34 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 701 Personen arbeitslos. Davon kamen 256 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 689 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 224 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 218 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (67 mehr als im Vormonat und 69 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 990 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 
In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 78 (entspricht 6 Prozent) auf insgesamt 1.318.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.706 erwerbsfähige Grundsicherungsgeldberechtigte betreut, das waren 82 Personen mehr (5 Prozent) als vor einem Jahr.