Am Dienstag, den 5. Mai, fand an der Berufsschule Staatliches Kaufmännisches Berufsbildungszentrum Jakob Küner in Memmingen ein Ausbildungsspeed-Dating für Schüler*innen der BIK- und BVJ-Klassen statt. Etwa 40 Schülerinnen und Schüler konnten sich bei acht regionalen Unternehmen um Praktikums- und Ausbildungsplätze bewerben. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Berufsberatung und dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Memmingen in Zusammenarbeit mit der Berufsschule und den Unternehmen.
BIK- und BVJ-Klassen werden in der Regel von Schüler*innen besucht, die zunächst die deutsche Sprache lernen müssen und über keinen deutschen Schulabschluss verfügen bzw. am Ende der Mittelschule keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ihr Risiko, ohne Ausbildungsplatz zu bleiben, ist höher als bei anderen Schülergruppen. Gleichzeitig sind viele Memminger und Unterallgäuer Unternehmen noch auf Lehrlingssuche: hier beide Seiten zusammenzubringen, war Ziel der Agentur für Arbeit und der Schule.
Das Angebot war groß: von Anlagenmechaniker/in über Bäcker/in bis hin zu Fachlagerist/in standen viele unterschiedliche Ausbildungsberufe zur Wahl. Die Schüler*innen, die im Sommer die Schule verlassen werden, konnten sich bei den Betrieben vorstellen, diese kennenlernen und sich auf die angebotenen Praktikums- und Ausbildungsstellen bewerben. Ein niederschwelliges Angebot, das bei allen gut ankam.
Liliane Junghans, Leiterin der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Memmingen: „Eine Bewerbung bei einem Betrieb, den sie nicht kennen, ist für Schüler*innen oft ein großer Hemmschuh. Dieser direkte, persönliche Kontakt hilft den Schülern wie den Firmen, sich unkompliziert zu beschnuppern.“
Günter Rueß, stellvertretender Schulleiter der Berufsschule: „Aus meiner Sicht war der Projekttag (d.i. Speed-Dating, Anm. d. Red.) eine tolle Brücke zwischen Klassenzimmer und regionaler Wirtschaft, um unseren Schülern der BIK- und BVJ-Klassen den direkten Kontakt zu Top-Arbeitgebern zu ermöglichen.“
Verena Bauknecht, Personalreferentin der Firma Dachser: „Ich finde die Veranstaltung gut, weil die Hürden niedrig sind und man sich auf einfachem Weg kennenlernt: wir können sehen: passt der/die Schüler/in evtl. zu uns? Und andersherum können die Schüler auch prüfen, ob wir als Firma für sie passen.“
O-Töne teilnehmender Schüler*innen:
"Alle waren sehr freundlich und haben mir alles gut erklärt. Alle waren sehr nett, jetzt habe ich Kontakt mit der Firma Alois Müller."
„Es ist cool, dass so große Firmen wie Dachser oder Magnet Schultz direkt zu uns in die Schule kommen.“