Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis Plön:
„Im Winter haben wir es stets mit steigenden Arbeitslosenzahlen zu tun. Diese These widerlegt der Februar 2026. Auch von einem weißen Winter in den letzten Wochen lässt sich der Arbeitsmarkt im Kreis Plön wenig beeindrucken. Er ist und bleibt stabil. Die Zahl der arbeitslosen Menschen zwischen Schwentinental und Lütjenburg ist sogar im Vergleich zum Vormonat Januar um 39 oder 1,3 Prozent gesunken. Viele Betriebe in der Region haben ihre eingearbeiteten Kräfte durchbeschäftigt. Und auch die Zahl der Abgänge aus Arbeitslosigkeit übersteigt mit 703 die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit mit 681. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr mehr Menschen den direkten Weg in die Erwerbstätigkeit gefunden haben“, so Rump mit dem ersten Blick auf die neuesten Daten vom Arbeitsmarkt.
„Der positive Trend am Arbeitsmarkt rückläufiger Arbeitslosenzahlen gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat setzt sich auch im Februar fort. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Kreis Plön ist im Vergleich zum Februar 2025 um 75 oder 2,4 Prozent gesunken. Mit Ausnahme des Novembers haben wir seit dem Hochsommer immer leichte Rückgänge gegenüber den Vorjahresmonaten zu verzeichnen gehabt. Das ist vor dem Hintergrund der konjunkturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bemerkenswert. Dieses gute Ergebnis, das sich auch wieder in einer gleichbleibend niedrigen Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent manifestiert, unterstreicht die Robustheit des von klein- und mittelständischen Unternehmen geprägten lokalen Arbeitsmarktes. Hinzu kommt“, fährt Rump fort, „dass wir den Arbeitsmarkt mit guten Förderangeboten für die bei uns arbeitslos gemeldeten Menschen aber auch für Beschäftigte in den Betrieben flankieren.“
So waren im Februar 2026 904 Menschen zwischen Lütjenburg und Schwentinental als Teilnehmer/innen in einem Qualifizierungsangebot registriert. Das sind 117 oder 14,9 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres.
„Uns ist es wichtig, Menschen gezielt durch entsprechende arbeitsmarktpolitische Angebote in ihrer Vita voranzubringen und sie für die Anforderungen des Arbeitsmarktes fit zu machen. Weiterbildung ist für dessen Zukunftsfähigkeit ein wichtiger Schlüsselfaktor, für den wir gern Geld in die Hand nehmen“, so der Agentur-Chef weiter.
„Rechtzeitig mit Ausbildung und Qualifizierung zu starten, lohnt sich somit auf allen Ebenen. So unterstützen wir auch Arbeitgebende, die ihre eigenen Beschäftigten zu einer Fachkraft weiterentwickeln oder einen vormals arbeitslosen Menschen, beispielsweise mit einem Eingliederungszuschuss, einstellen wollen. Aber auch jede Ausbildungs- und Arbeitsstelle ist uns willkommen. In allen diesen Fragen hilft gern unser gemeinsamer Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter Kreis Plön.“ – Der gemeinsame Arbeitgeber-Service ist unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20 erreichbar.
„Wer auf der Messe der Jobwoche am 11. März in Kiel am Ostseekai unterwegs ist, wird auch dort Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gemeinsamen Arbeitgeber-Services antreffen. Nutzen Sie auch diese einfache Form des Kontaktes und kommen Sie mit uns ins Gespräch“, führt Rump weiter aus.
Beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service im Kreis Plön werden folgerichtig auch die von den Betrieben gemeldeten Stellen registriert:
„Danke für die vielen gemeldeten freien Arbeitsplätze im Februar“, richtet Rump seine Worte zunächst an die Arbeitgebenden. „Jede zusätzliche freie Stelle ist gleichbedeutend mit einer Chance, die bei uns gemeldeten arbeitslosen Menschen in Beschäftigung zu bringen.“
In einer längerfristigen Betrachtung ordnet der Agentur-Chef das Ergebnis wie folgt ein: „In diesem Februar sind unserem gemeinsamen Arbeitgeber-Service 174 freie sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gemeldet worden. Das ist ein gutes Ergebnis, liegt die Zahl doch mit 22 oder 8,7 Prozent über dem Vorjahresresultat. In den Jahren zuvor - nach Corona - waren uns im Februar sogar noch mehr freie Arbeitsplätze gemeldet worden. Allerdings waren die Winter in den letzten Jahren vergleichsweise mild und oft regnerisch. Deshalb könnten Stellenmeldungen – anders als in den Vorjahren – insbesondere in den Grün- und Außenberufen aber auch im Baugewerbe und im Tourismusgeschäft sich zeitlich verzögern. Deshalb schaue ich - auch in Hinblick auf erste zarte Zeichen einer sich erholenden Konjunktur – optimistisch in das Frühjahr.“