Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

Erkennbare Frühjahrsbelebung. Rückläufige Werte der Arbeitslosigkeit zum Vormonat und Vorjahr bei einer gesunkenen Arbeitslosenquote auf 4,4%; leichte Stellenmehrung im Zugang und Bestand zum Vorjahr.
 

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 22

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Friedrich von Gaudecker, Geschäftsführer operativ und stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kiel sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis Plön:

„Im Berichtsmonat März 2026 blicken wir auf eine erfreuliche Entwicklung. Der Abbau der Arbeitslosigkeit gelang im Vormonats-, aber auch insbesondere im Jahresvergleich. 
Die saisontypische, moderarte Stärkung des Arbeitsmarktes ist erkennbar und kündigt die erwartete Frühjahrsbelebung an. Ein frühes Osterfest bescherte uns zudem bereits jetzt einige vorgezogene Einstellungen. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis Plön fußt im Wesentlichen auf zwei Tatsachen. Zum einen fallen die Bilanzen von Abgängen aus Arbeitslosigkeit zum Vormonat und Vorjahr positiv aus. Zum anderen investieren wir weiterhin in die aktive Arbeitsmarktpolitik. Mit diesen beiden Effekten der stabilen Arbeitsaufnahmen und der sogenannten Arbeitsmarktentlastung der aktiven Arbeitsmarktpolitik konnte die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr gesenkt werden,“ so von Gaudecker mit dem ersten kurzen Fazit auf die neuesten Daten vom Arbeitsmarkt.

Die Bewegungszahlen stellen sich wie folgt dar: 689 Menschen gingen in die Arbeitslosigkeit zu. Darunter 246 aus Erwerbstätigkeit. 726 gingen dagegen aus der Arbeitslosigkeit ab. Darunter 246 in Erwerbstätigkeit. Damit halten sich die Zu -und Abgänge aus Erwerbstätigkeit genau die Waage. Im Vergleich der Abgänge in einen Job werden die Vormonats- (+33 oder +15,5%) und die Vorjahreswerte (+14 oder +6,0%), aber übertroffen. Die Abgänge der Qualifizierungsteilnehmer konnte um 6 oder 3,8% auf 162 zum Vorjahr gesteigert werden.

Unter Bezugnahme auf diese Zahlen ergänzte Friedrich von Gaudecker mit Blick auf den Vorjahresvergleich: „Besonders freut mich der Rückgang der Arbeitslosigkeit zum März 2025 um 97 Menschen oder 3,1 Prozent: Die von 8,4 Prozent auf 8,1 Prozent gesunkene Arbeitslosenquote stimmt mich positiv mit Blick auf das 2. Quartal. Und die ebenfalls gesunkene Unterbeschäftigung also der Zahlenwert der Arbeitslosen plus der Maßnahmeteilnehmenden im Kreis Plön, ist auch um 191 oder 4,7 Prozent zurückgegangen. Dies unterstreicht die so wichtige Nachhaltigkeit der Bemühungen aller Akteure am Plöner Arbeitsmarkt, da hier der Leistungsbezug dauerhaft beendet werden konnte.“

Mit Blick auf die aktive Arbeitsmarktpolitik appelliert von Gaudecker: „Dies ist aber beileibe kein Selbstgänger, denn Qualifizierungen sind in Zeiten der steigenden Digitalisierung und der Entwicklung der Demographie unabdingbar geworden. Berufliche Inhalte verändern sich schneller denn je. Hier Schritt zu halten ist nicht einfach. Es braucht Zeit und Geld, um fachliche Disparitäten auszugleichen. Hier unterstützen wir gerne, um die Menschen in unserer Region besser aufzustellen. Die stabilen Eingliederungsquoten nach erfolgreichen Weiterbildungen geben uns hier Recht“, so der Agentur-Vizechef weiter.
889 Plönerinnen und Plöner werden aktuell durch arbeitsmarktpolitische Angebote unterstützt. 266 Teilnehmerinnen und Teilnehmer befinden sich derzeit in einer beruflichen Weiterbildung. Dies sind 59 oder 28,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Uns ist es wichtig, beide Arbeitsmarktpartner, ob nun Arbeitnehmer oder Arbeitgeber im Fokus zu behalten und den Ausgleich am Plöner Arbeitsmarkt aktiv mit zu gestalten.“, so der Agentur-Vizechef weiter.

Zu den Daten der gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen, die die Nachfragseite des Plöner Arbeitsmarktes darstellt, analysierte der Vize-Chef der Agentur für Arbeit Kiel wie folgt, „Die leichte Frühjahrsbelebung ist auch hier zu erkennen. Solide 141 Stellenzugänge im März mit einem Rückgang zum Vormonat um 33 oder 19 Prozent, aber mit einer Steigerung zum Vorjahr um 18 oder 14,6 Prozent bedeuten eine verlässliche Nachfrage. Und es folgt dem robusten Trend der Vormonate, denn seit Jahresbeginn haben wir jetzt 417 sozialversicherungspflichtige Stellen im System. 40 oder fast 11 Prozent mehr als in den ersten 3 Monaten des Vorjahres. Das erste Quartal des Jahres kann sich wirklich sehen lassen. Ich danke allen Plöner Betrieben für Ihr Vertrauen“, richtet von Gaudecker seine Worte an die Arbeitgebenden. „Jede zusätzliche freie Stelle ist gleichbedeutend mit einer Chance, die bei uns gemeldeten arbeitslosen Menschen in Beschäftigung zu bringen. Das lässt auf weitere belastbare Integrationen auf dem Plöner Arbeitsmarkt im 2. Quartal hoffen, der Start ist auf jeden Fall schon einmal aus meiner Sicht als geglückt anzusehen,“ resümiert von Gaudecker.

Der Stellenzuwachs im Kreis Plön entfällt im März hauptsächlich auf die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, das Gesundheits- und Sozialwesen und die öffentliche Verwaltung. „Eine bunter Mix an Stellenangeboten ist immer ein guter Indikator für einen stabilen lokalen Arbeitsmarkt““, komplementiert von Gaudecker die Sicht auf die Stellenmeldungen nach Wirtschaftszweigen im Kreis Plön.