Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

„Insgesamt positiver Start in den Winter – Arbeitslosigkeit sinkt im Vergleich zu Dezember 2024; Arbeitslosenquote mit 4,4 % unverändert erfreulich niedrig; Top-Werte auf der Stellenseite“

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 3

Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit Kiel, sagte zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kreis Plön: „Das Jahr schließt mit einem positiven Ergebnis. Die Zahl der arbeitslosen Menschen liegt wieder – wie zuletzt im Oktober – unter dem Wert des Vorjahresmonats. Gründe sind hierfür im Wesentlichen eine unverändert hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in der Region sowie eine deutliche Ausweitung der Förderangebote, die die Integration in Arbeit unterstützen.“

Der Vormonatsvergleich hat hingegen eine saisontypische Komponente: „Die Zahl der arbeitslosen Menschen zwischen Schwentinental und Lütjenburg ist im Vergleich zum Vormonat November um 42 oder 1,4 Prozent gestiegen und liegt nunmehr leicht über der Marke von 3.000. Diese Entwicklung ist zu Beginn des Winters normal. Das Ende der Touristensaison in den Ostseebädern und das abflauende Weihnachtsgeschäft führen zu einem saisontypischen Anstieg der Arbeitslosigkeit“, sagte der Agentur-Chef beim Blick auf den Vormonatsvergleich der neuesten statistischen Daten.
„Dennoch bleibt der Arbeitsmarkt im Kreis Plön grundsolide und stabil. Der relativ kleine Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat unterstreicht das. Zumal wir seit 2018 immer zwischen November und Dezember deutlich größere Steigerungen zu verzeichnen hatten. Kleine und mittelständische Unternehmen im Kreis können konjunkturellen und globalen Entwicklungen unverändert gut trotzen. Das manifestiert sich letztlich auch in einer immer noch für Schleswig-Holstein niedrigen Arbeitslosenquote – gemeinsam mit dem Kreis Stormarn - von unverändert 4,4 Prozent.“

Mit Blick auf den wichtigeren Vorjahresvergleich sagte der Agentur-Chef: „Es ist sehr erfreulich, dass wir zum Jahresabschluss im Kreis Plön noch einmal eine niedrigere Arbeitslosenzahl als im Vorjahresmonat verzeichnen können. Mit Ausnahme des Novembers haben wir seit dem Sommer immer einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem jeweiligen Monat des Jahres 2024 beobachten können. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Zum einen haben sich weniger Menschen in diesem Dezember aus Beschäftigung erwerbslos gemeldet. Des Weiteren haben im letzten Monat mehr zuvor arbeitslose Menschen eine Erwerbstätigkeit aufgenommen. Und rund 55 Prozent mehr Menschen als im Dezember 2024 sind mit einem Qualifizierungsangebot gestartet. Diese sinnvollen Investitionen in Weiterbildung entlasten aktuell den Arbeitsmarkt. In der Zukunft werden sie in vielen Fällen dafür sorgen, dass Menschen gut auf Herausforderungen an einem neuen Arbeitsplatz vorbereitet sind. Arbeitsagentur und das Jobcenter Kreis Plön arbeiten eng Hand in Hand zusammen, um Menschen aus beiden Rechtskreisen durch gezielte Angebote entsprechend vorzubereiten. Das Stellenpotenzial ist vorhanden und damit steigen auch die Chancen für vormals arbeitslose Menschen, ihre Erwerbslosigkeit zu beenden“, schaut der Agentur-Chef auf die Nachfrageseite des Arbeitsmarktes.
„Genau diese Stellenangebotsseite gibt auch im Dezember allen Grund zur Freude“, fährt Rump fort. „Im letzten Monat des Jahres sind unserem gemeinsamen Arbeitsgeber-Service 184 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung gemeldet worden. Damit konnte der Top-Wert des Vormonats für das Jahr 2025 nochmals um 16 Stellen übertroffen werden – im Vergleich zum Vorjahr sind es sogar 54 zusätzliche Arbeitsplätze. Zuletzt wurden im April 2022 mehr sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet als in diesem Dezember (194). Hinzu kommt das die aktuelle Zahl die höchste in einem Dezember seit 18 Jahren ist,“ ordnet der Agentur-Chef die aktuellen Daten ein.

„Insbesondere im Dienstleistungssektor sind im vergangenen Monat zusätzliche Stellen von den Arbeitgebenden gemeldet worden. Aber auch im Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, der Öffentlichen Verwaltung und im Verarbeitenden Gewerbe sind uns in den letzten Wochen und Monaten viele freie Arbeitsstellen zugegangen. Mit einem insgesamt bunten Mix haben wir in der Summe im Jahr 2025 1.595 neue Arbeitsplätze für den Kreis Plön generieren können. Das ist ein Plus von 43 oder 2,8 Prozent gegenüber 2024. Zuletzt waren im Jahr 2022 mit 1.597 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen – damals ein Rekordwert – mehr Stellen in der Jahressumme gemeldet worden.“