Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

„Saisonaler Effekt mit leichtem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr, Quote: 4,3 Prozent; weiterhin stabile Nachfrage auf dem Stellenmarkt"

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 38

Allgemeiner Teil - Arbeitslosigkeit im Kreis Plön

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Plön ist im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. 2.966 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 87 Personen (3,0 Prozent) mehr als im Juni 2026. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen Personen im Kreis Plön um 78 Personen oder 2,7 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,3 Prozent um 0,1 Prozent über der des Vormonats und der im Juli 2025. 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.288 Personen (71 Personen mehr als im Vormonat und 125 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.678 Arbeitslose registriert (16 Personen mehr als im Vormonat und 47 Personen weniger als im Juli 2026). 

Analyse / Schlaglichter auf den lokalen Arbeitsmarkt (Angebots- und Nachfrageseite)

Zur aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Plön sagt Hans-Martin Rump, Vorsitzender der Geschäftsführung und Leiter der Agentur für Arbeit Kiel: „Die Arbeitslosigkeit in den Monaten Juli und August steigt ferienbedingt meist an. So auch in diesem Jahr. 

Der Kreis Plön hat insgesamt einen soliden Arbeitsmarkt mit einer sehr geringen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Es ist sehr erfreulich, dass die Zahl der arbeitslosen Menschen im Kreis sich weiterhin unter der Marke von 3.000 bewegt“.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 

Neben den aktuellen Stellenmeldungen ist die realisierte Stellennachfrage einer der wichtigen Hinweise für die Entwicklung auf dem lokalen Arbeitsmarkt: „Die aktuellen Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung – es liegen die Zahlen vom Januar 2026 vor – weist einen Zuwachs von 268 oder 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. 

„In der Gesamtschau ergibt sich ein sehr stabiles Bild für den Kreis Plön. Die Zahl der arbeitslosen Menschen bewegt sich für einen Sommermonat auf einem vergleichsweisen niedrigen Niveau mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Der Aufwuchs der Beschäftigung ist ein Zeichen für eine weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Die gute Mischung aus klein- und mittelständischen Betrieben sorgt für eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber konjunkturellen Einflüssen“, resümiert Hans-Martin Rump.

Wir haben selbst in der Ferienzeit gegenüber dem Vormonat einen Zuwachs von 37 Prozent (+137 Stellen) an sozialversicherungspflichtigen gemeldeten Stellen. Das sind - 7,4 Prozent (-11 Stellen) weniger als im Juli des Vorjahres.

Den höchsten Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Stellen haben wir in diesem Monat bei medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen mit 99 Stellen zu verzeichnen, gefolgt von den Handelsberufen mit 88 Stellen sowie den fertigungstechnischen Berufen mit 68 offenen sozialversicherungspflichtigen Stellen.

„Das sind insgesamt 11 Stellen (2 Prozent) mehr als im Juni 2026 und 11 Stellen (14,6 Prozent) weniger als im Juli 2025, was in der Regel dem unterschiedlichen Zeitpunkt der Ferien 2025 und 2026 geschuldet ist“, so Hans-Martin Rump und weiter führt er an: “Plön ist und bleibt stabil für den Arbeitsmarkt: Jede neue Stelle bedeutet immer eine neue Chance in den Arbeitsmarkt einzumünden. Auch die richtigen Qualifikationen oder Weiterbildungen können präventiv vor Arbeitslosigkeit schützen oder einen Wechsel in eine andere berufliche Tätigkeit befördern. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auf unsere Berufsberatung für Beschäftigte hinweisen. Nutzen Sie unsere persönlichen und digitalen Angebote rund um Weiterbildung, Karriereplanung oder Berufswechsel und schöpfen Sie alle Potenziale aus“.

Der Kontakt zur Berufsberatung kann ganz einfach über die Homepage 

https://www.arbeitsagentur.de/karriere-und-weiterbildung/berufsberatung-im-erwerbsleben

oder telefonisch unter Tel.: 0800 4 5555 00 (Mo.-Do. 08.00 – 18.00 Uhr, Fr. 08.00 -14.00 Uhr) aufgenommen werden.


Hinweis: Daten für den Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Kiel (Landeshauptstadt Kiel und Kreis Plön) können Sie ab sofort dem beigefügten Datenblatt aus dem Eckwertebericht des Statistik-Services Nordost entnehmen.