Zahlen und Fakten
Die Arbeitslosigkeit ist in der kreisfreien Stadt Kiel im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat leicht gestiegen. 12.033 Menschen waren im August 2026 arbeitslos gemeldet, das sind 24 Personen (0,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die leichte Steigung der Arbeitslosigkeit und der leichte Rückgang der Quote um 0,1 Prozent lässt sich durch die sehr stabile Bezugsgröße der Arbeitslosenquote aller Erwerbstätigen in Kiel erklären.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.593 Personen (72 Personen mehr als im Vormonat und 335 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 8.440 Arbeitslose (206 Personen mehr als im Vormonat und 311 Personen weniger als im Vorjahr). Momentan werden 70,1 Prozent aller arbeitslosen Kundinnen und Kunden durch das Jobcenter der Landeshauptstadt Kiel betreut.
Stellenmarkt
„Der deutliche Anstieg der gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 239 Stellen ist erfreulich. Bereits das ganze Jahr verzeichnen wir einen stetigen Anstieg der Stellenangebote. Seit Jahresbeginn wurden uns 6.742 offene Stellen von Unternehmen gemeldet. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine 35,2prozentige Steigerung“, so der Kieler Agenturchef Hans-Martin Rump. „Es zeigt die Stabilität des Kieler Arbeitsmarktes. Die robuste Nachfrage an Arbeitnehmern geht erfreulicherweise einher mit dem Rückgang von befristeten Stellen um 10,4 Prozent (283 Stellen) im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Dies bestätigt die nachhaltige Attraktivität des Standortes Kiel für Arbeitgeber sowie die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes wider. Ich sehe der zweiten Jahreshälfte weiter positiv entgegen“, resümiert Hans-Martin Rump.
Betrachtet man den Vorjahresmonat so ergibt sich in einzelnen Berufssegmenten folgendes Bild: Im verarbeitenden Gewerbe (u.a. Fahrzeug-, Maschinenbau) stieg die Zahl um mehr als 100 Prozent von 104 auf 219 Stellenausschreibungen. Einen annährend ähnlichen prozentualen Anstieg gab es im Bereich Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung (von 40 auf 76 Stellenausschreibungen); in der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften zog die Zahl von 78 auf 117 an; im Gesundheitswesen lag die Zahl im letzten Jahr bei 75 und heute bei 116. Bei den freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen gab es in den letzten zwölf Monaten einen kontinuierlichen Anstieg an Arbeitskräften.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
An dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik Ende Dezember, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf 132.094 Personen. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Abnahme um 1.838 Personen oder 1,4 Prozent). Der deutliche Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung wurde durch das geänderte Meldeverhalten eines bundesweit agierenden Unternehmens aus dem Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen verursacht, das einen seiner beiden Hauptsitze in Kiel hat. Der Betrieb hat alle seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an anderen Standorten in Deutschland tätig sind, aus Schleswig-Holstein abgemeldet und dort dann jeweils neu angemeldet.
Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Immobilien, freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+ 426 Personen) sowie im verarbeitenden Gewerbe (+401). „Der Anstieg im verarbeitenden Gewerbe ist insbesondere auf einen Zuwachs in der Metall- und Elektroindustrie zurückzuführen (+316). Dies ist besonders erfreulich, da Arbeitsplätze in der Industrie ca. vier bis fünf weitere Arbeitsplätze nach sich ziehen,“ sagt Hans-Martin Rump.
Hinweis: Daten für den Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Kiel (Landeshauptstadt Kiel und Kreis Plön) können Sie ab sofort dem beigefügten Datenblatt aus dem Eckwertebericht des Statistik-Services Nordost entnehmen.