Zahlen und Fakten
Die Arbeitslosenquote in der kreisfreien Stadt Kiel ist im September 2026 im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibend bei 8,0 Prozent. 11.581 Menschen waren arbeitslos gemeldet, das sind 27 Personen oder 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Vormonat August 2026 ging dagegen die Zahl der Arbeitslosen um 452 Personen oder 3,8% zurück. Der Rückgang zum Vormonat fußt im Wesentlichen auf gestiegene Abgänge aus der Arbeitslosigkeit insbesondere in Erwerbstätigkeit. Die minimale Steigung der Arbeitslosigkeit und die gleichbleibende stabile Quote zum Vorjahr lassen sich durch die sehr stabile Bezugsgröße der Beschäftigten in Kiel erklären.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.376 Personen (217 Personen weniger als im Vormonat und 276 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 8.205 Arbeitslose (235 Personen weniger als im Vormonat und 249 Personen mehr als im Vorjahr). Momentan werden 70,8 Prozent aller arbeitslosen Kundinnen und Kunden durch das Jobcenter der Landeshauptstadt Kiel betreut.
„Der Arbeitsmarkt in der Landeshauptstadt Kiel ist gut in den Herbst gestartet. Wir haben einen saisontypischen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat. Wiedereinstellungen nach der Sommerpause aber auch junge Menschen, die die Arbeitslosigkeit in Richtung weiterführender Schule, Studium oder in eine Ausbildung verlassen haben, haben den lokalen Arbeitsmarkt entlastet. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die Personengruppe der Unter-25-Jährigen einen überproportionalen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 13 Prozent gegenüber dem Vormonat August verzeichnet“, hebt Hans-Martin Rump, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, in seiner Analyse hervor.
Aus der Arbeitslosigkeit in eine Erwerbstätigkeit sind 872 Personen gegangen und 719 Personen sind aus einer beruflichen Tätigkeit neu in Arbeitslosigkeit registriert worden.
„Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es 11,1 Prozent mehr Personen, die aus der Arbeitslosigkeit jetzt sozialversicherungspflichtig tätig sind. Das sind belebende Signale auf dem lokalen Arbeitsmarkt,“ so Rump weiter.
Stellenmarkt und Unterbeschäftigung
Im September 2026 gingen dem gemeinsamen Arbeitgeberservice 1.034 sozial-versicherungspflichtige Stellen zu. Das sin 54 Stellen oder 5,5 Prozent über dem Vormonat und 289 Stellen oder 38,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis.
„Die Stabilität des Kieler Arbeitsmarktes zeigt sich hier, mit Ende des Sommers, in einer tatsächlichen robusten Nachfrage an Arbeitnehmern und bestätigt die nachhaltige Attraktivität des Standortes Kiel für Arbeitgeber sowie die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes. Ich sehe der zweiten Jahreshälfte weiter positiv entgegen“, resümiert Hans-Martin Rump.
Die stärksten Zugänge nach Wirtschaftsabschnitten ergaben sich im verarbeitenden Gewerbe, Gesundheitswesen und im Dienstleistungsbereich.
„Mich freut insbesondere, dass neben dem gewohnt starken Dienstleistungssektor in der Landeshauptstadt Kiel auch der sogenannte sekundäre Sektor des verarbeitenden Gewerbes verstärkt Arbeitskräfte nachfragt. Diese bunte Mischung an gemeldeten Stellen lässt sich gut erkennen, dass der Arbeitsmarkt in der Landeshauptstadt Kiel breit aufgestellt ist und vielfältige Möglichkeiten bietet. Große Vorhaben benötigen eine gute und sichere Investition. Wir freuen uns auf kommende Projekte von Arbeitgebern in Kiel “ schließt Rump den Blick auf die Stellenseite.
Die Unterbeschäftigungsquote umfasst neben den arbeitslosen Menschen auch diejenigen, die an arbeitsmarktpolitischen Angeboten der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Kiel teilnehmen. Sie wird monatlich ausgewiesen und um das Ausmaß der Beschäftigungslosigkeit bereinigt, um Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen transparent zu machen. Sie ist also per se höher als die Arbeitslosenquote.
„Auch die Unterbeschäftigungsquote ist im Vergleich zum Vorjahresmonat positiver mit derzeit 9,7 Prozent und 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist ein ermutigendes Zeichen für den Arbeitsmarkt. Ich bin optimistisch, dass dieser Trend anhält und dass wir weiterhin auf dem Weg zu einem stabilen und florierenden Arbeitsmarkt sind“, fügt Hans-Martin Rum hinzu.
Hinweise:
Daten für den Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Kiel (Landeshauptstadt Kiel und Kreis Plön) können Sie ab sofort dem beigefügten Datenblatt aus dem Eckwertebericht des Statistik-Services Nordost entnehmen. Daten zum Ausbildungsmarkt werden erst wieder Ende Oktober veröffentlicht.