Arbeitsmarktbericht für den Kreis Plön

30.09.2026 | Presseinfo Nr. 44

Allgemeiner Teil - Arbeitslosigkeit im Kreis Plön
Die Arbeitslosenzahl im Kreis Plön ist im September 2026 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. 2.875 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 0,1 Prozent oder 60 Personen weniger als im gleichen Zeitraum 2025 und 0,2 Prozent oder 145 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat.
Die Arbeitslosenquote liegt in diesem Monat bei 4,2 Prozent und um 0,2 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit und bei gleichzeitig gesunkener Quote lassen sich durch die sehr stabile Bezugsgröße der Beschäftigten im Kreis Plön und durch die zum Vormonat und Vorjahr gestiegenen Abgänge aus Arbeitslosigkeit erklären.

Positive Entwicklung in der Agentur für Arbeit und im Jobcenter
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.243 Personen. Das sind 1,9 Prozent bzw. 23 Personen mehr als im Vorjahresvergleich. Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren es dagegen mit 1.632 Jobcenterkunden 4,8 Prozent (83 Personen) weniger als im Vorjahresmonat und 110 Personen (6,3 Prozent) weniger als im August 2026.
Im aktuellen Berichtsmonat mussten sich 240 Menschen wegen eines Jobverlustes arbeitslos melden. Hingegen sind 270 Menschen zu verzeichnen, die aus der Arbeitslosigkeit eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen haben.
„Auch für den Arbeitsmarkt bringt der Herbst Wonne. Dies zeigt sich unter anderem in dem überproportionalen Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Personengruppe unter 25 Jahre im Vergleich zum Vormonat um 12,0 Prozent (45 Personen). Die jungen Menschen haben nach den Schulferien eine Anschlussperspektive in Form einer weiterführenden Schule, Ausbildung oder eines Studiums gefunden. Die Zahl entspricht nahezu der des Vorjahres. Hinzu kommen auch Menschen, die nach dem Sommer wiedereingestellt wurden. Insgesamt hat sich somit der lokale Arbeitsmarkt belebt. Zwischen Lütjenburg und Schwentinental bewegt sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit im vergleichbaren Rahmen der letzten Jahre. Das ist schon einmal ein gutes Signal für die folgenden Wochen“, schließt Hans-Martin Rump, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, sein Fazit.

Der September 2026 verzeichnete einen Zugang an 127 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen im Kreis Plön. Dies sind 5 Prozent mehr als im Vormonat. Im Jahresverlauf ein solides Ergebnis. Im Stellenbestand des Septembers waren der Agentur insgesamt 592 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet. Gegenüber dem Vorjahrsmonat ist dies ein Plus von 5,7 Prozent. 
Den höchsten Zuwachs gab es im Gastgewerbe mit einem Anstieg der Stellenausschreibungen für Hotellerie und Gastronomie von 36 auf 60, prozentual dicht gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe mit einem Anstieg von 38 auf 59 Stellenausschreibungen. Hinzu kommen die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit einem Anstieg der Stellenausschreibungen von 99 auf 139 wie z.B. für Gebäudebetreuung, garten- und Landschaftsbau.

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigungsquote ist ein wichtiger Indikator für die Bewertung des Arbeitsmarktes und wird monatlich ausgewiesen. Eine gesunkene Unterbeschäftigungsquote weist darauf hin, dass weniger Menschen in Unterbeschäftigung stehen, was wiederum ein positives Signal für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt darstellt. 
„Die Unterbeschäftigungsquote in Plön ist mit 5,2 Prozent im Landesvergleich sehr gut und 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das ist ein ermutigendes Zeichen für den Arbeitsmarkt. Zusammenfassend ergibt sich ein sehr beständiges Bild für den Kreis Plön. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin hoch und zahlreiche Menschen konnten diese Chance nutzen, wieder im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, so Hans-Martin Rump weiter.


Hinweise:
Daten für den Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Kiel (Landeshauptstadt Kiel und Kreis Plön) können Sie ab sofort dem beigefügten Datenblatt aus dem Eckwertebericht des Statistik-Services Nordost entnehmen. Daten zum Ausbildungsmarkt werden erst wieder Ende Oktober veröffentlicht.