Im April ist die Zahl der Arbeitslosen in Koblenz um 142 auf nun 4.378 gesunken. Das sind 94 mehr Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,8 Prozent und ist im Vergleich zum Vormonat um 0,2 gesunken. Im April 2025 lag sie bei 6,7 Prozent.
Von einer gegenläufigen Entwicklung berichtet die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen im Landkreis Mayen-Koblenz, wo zum Monatsende 4.819 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet waren. Das sind 88 weniger als im März und 83 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,0 Prozent – 0,1 Prozentpunkt niedriger als vier Wochen zuvor und 0,1 Punkte geringer als vor einem Jahr.
Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Vergleich zum Vormonat im Kreis MYK geringfügig zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit sogar leicht unter dem Niveau von 2025. In der Stadt Koblenz wird in diesem Monat ein leichter Anstieg verzeichnet, verglichen mit April des Vorjahres. Jedoch ist dies zu erwarten gewesen, denn die angespannte wirtschaftliche Lage zeichnet sich auch im Agenturbezirk Koblenz-Mayen ab. Die Differenz zwischen Stadt und Land liegt vor Allem an den strukturellen Gegebenheiten, die den Arbeitsmarkt jeweils unterschiedlich prägen.
Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt dennoch ein vertrautes Bild: Auch in den Frühjahrsmonaten der Vorjahre, insbesondere rund um April, war regelmäßig eine saisonale Entspannung im Bezirk zu beobachten, die jedoch je nach wirtschaftlicher Lage unterschiedlich stark ausgeprägt war. In diesem Jahr fällt die Belebung bislang insgesamt solide aus.
„Die Entwicklung im April entspricht weitgehend den Erfahrungen der vergangenen Jahre: Mit dem Frühjahr kommt Bewegung in den Arbeitsmarkt, allerdings fällt diese aktuell weniger dynamisch aus als in wirtschaftlich stärkeren Phasen“, erklärt der stellvertretende Leiter der Agentur, Thomas Becker. „Dass die Arbeitslosigkeit trotz saisonaler Effekte über dem Vorjahresniveau liegt, zeigt, dass die konjunkturelle Zurückhaltung vieler Unternehmen weiterhin spürbar ist. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass Betriebe ihren Personalbedarf sehr genau prüfen und differenziert reagieren.“
Sichtbar wird das auch an der Anzahl der gemeldeten Stellen in der Region. Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Koblenz-Mayen wurden innerhalb der letzten vier Wochen 559 neue Stellenangebote in und um Koblenz gemeldet. Damit liegen der Agentur derzeit 2.615 Stellen aus Stadt und Kreis vor. Im April 2025 waren es noch 3.070.
Becker betont zudem die langfristige Perspektive: „Gerade in solchen Phasen zeigt sich, wie wichtig eine fundierte Ausbildung ist. Sie bleibt der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit – auch dann, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger sind. Wer gut qualifiziert ist, hat deutlich stabilere Beschäftigungschancen. Gleichzeitig investieren Unternehmen mit Ausbildung gezielt in ihre eigene Zukunft und sichern sich Fachkräfte, die sie langfristig benötigen.“
Vier Monate vor Beginn der meisten Ausbildungsverhältnisse sind in Koblenz und Umgebung noch 883 gemeldete Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig suchen noch 832 Personen einen Ausbildungsplatz.
„Die Entwicklung war bereits zur Ausbildungsmarktbilanz im Oktober 2025 absehbar: Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage hat sich verkleinert. Dieser Trend setzt sich aktuell fort und die Situation am Ausbildungsmarkt ist damit insgesamt angespannter als in den Vorjahren“, sagt Becker. „Für diejenigen, die sich für eine Ausbildung interessieren, bietet die Region noch entsprechende Chancen. Doch zur Ausbildungssuche gehört mehr, als eine offene Stelle. Die Wahl des richtigen Berufs und Betriebs, beeinflusst durch die persönlichen Interessen und der Eignung, sind essentiell. Hier hilft die Berufsberatung – eine professionelle Beratung unterstützt bei der Orientierungsfindung. Wer zudem die Gelegenheit nutzen möchte, Betriebe persönlich kennenzulernen, ist auf der Ausbildungsmesse „Azubispots am Deutschen Eck“ am 9. Juni genau richtig.“