Winterbeginn bremst die Entwicklung

Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Korbach steigt auf 4,5 Prozent

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 1

Einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet die Agentur für Arbeit Korbach im Dezember. In den beiden zugehörigen Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren zum Stichtag (11. Dezember 2025) 8492 Arbeitslose gemeldet, 212 mehr als im November (plus 2,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote steigt um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Auch der Vergleich mit dem Dezember 2024 zeigt eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 139 Personen (plus 1,7 Prozent), die Quote lag vor einem Jahr bei 4,4 Prozent. 

„Wie immer entfaltet der Arbeitsmarkt zum Jahresende wenig Dynamik“, kommentiert der Korbacher Agenturleiter Volker Breustedt die Zahlen. Er sieht vor allem saisonale und konjunkturelle Gründe für das leichte Plus an Arbeitslosen, weil der Anstieg bei der Arbeitsagentur stärker ausgeprägt ist als bei den Jobcentern. „Außerdem gibt es den größten Zuwachs zum Vormonat bei Männern und Ausländern, was auf weniger Beschäftigung in Bau- und Außenberufen deutet.“ Der Bestand an offenen Stellen sei zwar gegenüber November rückläufig, liege aber immer noch über deutlich über dem Dezember-Wert des Vorjahres, da im Dezember ein extrem starker Stellenzugang zu vermelden war. „Es gibt also gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“

Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat in allen Personengruppen gestiegen, prozentual am stärksten bei Ausländern (plus 3,8 Prozent), Jüngeren unter 25 Jahren (plus 3,7 Prozent) und Männern (plus 3,4 Prozent). Mit etwas Abstand folgen Ältere ab 50 Jahren (plus 2,4 Prozent), Frauen (plus 1,5 Prozent) und Langzeitarbeitslose (plus 0,8 Prozent). 

In beiden Rechtskreisen hat sich die Arbeitslosigkeit im Dezember unterschiedlich stark erhöht. Bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III) waren 3615 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 114 mehr als im November (plus 3,3 Prozent). Bei den beiden Jobcentern im Agenturbezirk (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II) waren es 4877 Arbeitslose, 98 mehr als im November (plus 2,1 Prozent). Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt eine gegenläufige Entwicklung in den beiden Rechtskreisen: Während bei der Arbeitsagentur ein Anstieg um 214 Personen ohne Arbeit zu verzeichnen ist (plus 6,3 Prozent), gab es bei den Jobcentern einen Rückgang um 75 (minus 1,5 Prozent). 

2547 offene Stellen waren zum Stichtag im Agenturbezirk gemeldet, 212 mehr als im Dezember 2024. 

Im Agenturbezirk haben bis zum 29. Dezember 5 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt, von der maximal 228 Beschäftigte betroffen sein können. Vor einem Jahr waren es 9 Betriebe mit bis zu 215 betroffenen Mitarbeitenden. 

 

Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen:

 

Landkreis Waldeck-Frankenberg. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im Dezember 3979 Menschen arbeitslos gemeldet, 70 mehr als im November (plus 1,8 Prozent) und 36 weniger als vor einem Jahr (minus 0,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vorjahr bei 4,5 Prozent, vor einem Monat hatte sie 4,4 Prozent betragen. Der Bestand an offenen Stellen hat sich seit November um 9 auf 1613 erhöht, das sind 347 mehr als vor einem Jahr. 

Korbach mit Bad Wildungen. 1664 Personen ohne Arbeit waren im Dezember in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 18 weniger als im November (minus 1,1 Prozent) und 111 weniger als vor einem Jahr (minus 6,3 Prozent). Die Quote liegt bei 3,9 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im November und 0,3 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. 

Geschäftsstelle Frankenberg. 1444 Arbeitslose verzeichnete die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, ein Zuwachs von 54 Personen seit November (plus 3,9 Prozent) und ein Anstieg um 34 gegenüber dem Vorjahreswert (plus 2,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote in Frankenberg erhöht sich auf 5,0 Prozent, im November waren es 4,8 Prozent und vor einem Jahr 4,9 Prozent. 

Geschäftsstelle Bad Arolsen. In der Geschäftsstelle Bad Arolsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 34 auf 871 gestiegen (plus 4,1 Prozent), das ist ein Anstieg um 41 gegenüber 2024 (plus 4,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,9 Prozent, das sind jeweils 0,2 Prozentpunkte mehr als vor einem Monat und vor einem Jahr. 

Landkreis Schwalm-Eder. 4513 Arbeitslose waren im Dezember im Schwalm-Eder-Kreis registriert, 142 mehr als im November (plus 3,2 Prozent) und 175 mehr als im Vorjahresmonat (plus 4,0 Prozent). Die Quote beträgt 4,5 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im November und 0,2 Prozentpunkte mehr als Dezember 2024. 934 offene Stellen waren im Landkreis gemeldet, 102 weniger als im November und 135 weniger als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg. 2201 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, 78 mehr als im November (plus 3,7 Prozent) und 207 mehr als vor einem Jahr (plus 10,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote steigt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 4,2 Prozent gelegen. 

Geschäftsstelle Melsungen. In der Geschäftsstelle Melsungen stagnierte die Arbeitslosenzahl im Dezember bei 1218, gegenüber dem Vorjahr sind das 25 mehr (plus 2,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt unverändert 4,7 Prozent und liegt damit 0,1 Prozentpunkte über dem Wert vom Dezember 2024.   

Geschäftsstelle Schwalmstadt. 1094 Menschen auf Jobsuche zeigt die Dezember-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, 64 mehr als im November (plus 6,2 Prozent) und 57 weniger als im Dezember des Vorjahres (minus 5 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,1 Prozent, im November hatte sie 3,8 Prozent und vor einem Jahr 4,3 Prozent betragen.