Arbeitsmarkt trotzt Herausforderungen

Mehr Arbeitslose, mehr offene Stellen im Jahresdurchschnitt 2025

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 2

Globale Krisen und die schwache Konjunktur stellen auch den hiesigen Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen: So weist die Jahresbilanz 2025 für den Agenturbezirk Korbach durchschnittlich 8779 Arbeitslose in Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder aus. Das sind 376 Arbeitslose mehr als im Durchschnitt des Vorjahres (plus 4,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote für das gesamte Jahr steigt von 4,5 auf 4,6 Prozent. Der durch-schnittliche Stellenbestand erhöht sich um 297 Jobangebote auf 2442 (plus 13,8 Prozent).

 

Angesichts der insgesamt schlechten Wirtschaftslage hat sich der heimische Arbeitsmarkt nach den Worten von Bernd Wilke, Geschäftsführer der Korbacher Arbeitsagentur, „noch ganz gut behauptet. Bei der Arbeitslosigkeit sehen wir regionale Unterschiede. Während die Geschäftsstellen in Korbach und Schwalmstadt im Jahresdurchschnitt einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl registrierten, gab es in den anderen Geschäftsstellen teilweise deutliche Zuwächse. Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen zumindest in Waldeck-Frankenberg gestiegen – im Gegensatz zur bundesweiten Entwicklung. Der Arbeitsmarkt ist also noch aufnahmefähig.“ 

 

Der Zuwachs an Arbeitslosen betrifft insbesondere die Agentur für Arbeit, wo die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld um 333 gestiegen ist (plus 9,9 Prozent). Die Jobcenter in den beiden Landkreisen hatten nur 44 Arbeitslose mehr zu verzeichnen (plus 0,9 Prozent). 

 

Die Betrachtung der einzelnen Personengruppen zeigt lediglich bei Ausländern einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl um 1,8 Prozent. Bei allen anderen ist die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt gestiegen, prozentual am deutlichsten bei den Männern und Jüngeren bis 25 Jahre (jeweils plus 5,2 Prozent), gefolgt von Älteren ab 50 Jahren (plus 3,8 Prozent) und Frauen (plus 3,5 Prozent). Mehr als ein Viertel der Arbeitslosen zählt zu den Langzeitarbeitslosen, deren Zahl um 209 bzw. 9,7 Prozent gestiegen ist. 

 

 

Landkreis Waldeck-Frankenberg 

Die Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg steigt im Jahresvergleich um 211 bzw. 5,3 Prozent. Durchschnittlich 4185 Menschen waren 2025 auf Arbeitssuche, 2024 waren es noch 3973 gewesen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 4,5 auf 4,7 Prozent. Der durchschnittliche Bestand an offenen Stellen stieg von 1117 im Jahr 2024 auf 1452, ein Plus von 335 Stellen bzw. 30 Prozent. 

 

Landkreis Schwalm-Eder 

4594 Menschen waren im Jahresdurchschnitt im Schwalm-Eder-Kreis arbeitslos, das sind 165 Personen bzw. 3,7 Prozent mehr als 2024 (4429 Arbeitslose). Die Arbeitslosenquote steigt von 4,4 auf 4,6 Prozent. Im Jahresdurchschnitt waren 990 offene Stellen gemeldet, 38 weniger als 2024 (minus 3,7 Prozent).