Rund 720 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen aus Haupt-, Real-, Gesamt-, Förder- und Primusschulen im Kreis Viersen nehmen im Rahmen des Projekts an einem Erlebnisparcours teil. Im Mittelpunkt steht ein Ansatz, der bei den Jugendlichen selbst beginnt: bei ihren Interessen, Fähigkeiten und persönlichen Stärken.
Individuelle Stärken als Ausgangspunkt
Der interaktive Parcours eröffnet den Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zur Beruflichen Orientierung. An vier Stationen stellen sie sich unterschiedlichen Aufgaben, reflektieren, was ihnen liegt und was sie interessiert. Der Perspektivwechsel, hin zur Stärkenorientierung und weg von Defiziten, bildet das Fundament des Projekts. Die frühe Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken motiviert und unterstützt die Jugendlichen dabei, erste Ideen für ihren weiteren Weg zu entwickeln und erste Entscheidungen bewusster zu treffen.
Orientierung im Übergang von Schule zur Arbeitswelt
An „komm auf Tour“ anschließend setzen sich viele Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 8 erstmals konkret mit beruflichen Möglichkeiten auseinander. So müssen sie beispielsweise Entscheidungen für ein erstes Praktikum treffen. Gleichzeitig erleben sie eine zunehmend komplexe Lebens- und Arbeitswelt, die die Orientierung erschwert. Hier setzt „komm auf Tour“ frühzeitig gezielt an: Das Angebot verbindet persönliche Lebensplanung mit praxisnaher Beruflicher Orientierung.
Regionale Zusammenarbeit
Das Projekt wird durch die Städte Viersen, Willich und Tönisvorst, den Kreis Viersen sowie die Agentur für Arbeit Krefeld finanziert. Darüber hinaus ist es in ein breites Netzwerk regionaler Partner in das Projekt eingebettet: verschiedene regionale Institutionen der Beruflichen Orientierung und Lebensplanung, Unternehmen und Beratungsstellen gestalten den Parcours aktiv mit. So lernen die Jugendlichen regionale Unterstützungsangebote kennen und knüpfen erste Kontakte zu Institutionen und Betrieben.
Auch über die Projekttage hinaus zeigt sich die nachhaltige Ausrichtung: Die im Parcours gewonnenen Eindrücke werden im Unterricht aufgegriffen und weiterbearbeitet. Lehrkräfte erhalten hierfür verschiedene Materialien und zudem die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Die Organisation des Projekts vor Ort übernimmt die Stadt Viersen.
Eltern als wichtige Unterstützungspersonen im Orientierungsprozesses
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Einbindung der Erziehungsberechtigten. Sie werden gezielt angesprochen und erhalten die Möglichkeit, sich an einem Informationsabend über das Projekt und regionale Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Kinder zu informieren.
Durch diese Verzahnung von Schule, Elternhaus und regionalen Akteuren entsteht ein gemeinsamer Rahmen, der Jugendliche langfristig bei ihrer Orientierung unterstützt.
Veranstaltungshinweis: Informationsabend für Erziehungsberechtigte
Mittwoch, 08. Juli 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr, Festhalle Stadt Viersen, Hermann-Hülser-Platz 1, 41747 Viersen
