Saisontypischer Anstieg der Zahl der Arbeitslosen in Krefeld und im Kreis Viersen

Ausgangsniveau zu Jahresbeginn niedriger als im Vorjahr

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 5

„Mit dem Anstieg zum Jahreswechsel war zu rechnen“, zeigt sich Hasan Klauser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen, nicht überrascht über die aktuellen Zahlen auf dem Arbeitsmarkt im Januar, welche 23.492 arbeitslose Personen im Agenturbezirk ausweisen, eine Steigerung von 744 im Vergleich zum Vormonat. Immer noch ist das Quartals- und zeitgleich Jahresende ein typischer Kündigungstermin. Ebenso führen zum Jahresende auslaufende befristete Verträge im Januar zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen. „Gegenüber dem Januar des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 622 Personen niedriger – eine gute Nachricht zum Start in ein herausforderndes Jahr 2026. Die Arbeitsmarktlage bleibt angespannt, was sich unter anderem in einer stark gesunkenen Arbeitskräftenachfrage der hiesigen Betriebe widerspiegelt“, erläutert Klauser weitere Eckwerte. „Auch im Februar ist saisontypisch mit einer weiteren Steigerung der Arbeitslosigkeit zu rechnen“, lautet sein Ausblick auf die weitere Entwicklung.  

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen und Regionen

Aktuell werden im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld 7.694 Menschen von der Arbeitsagentur betreut (599 mehr als vor einem Monat).

15.798 Arbeitslose (145 mehr als im Dezember) sind in Betreuung der Jobcenter Krefeld und Kreis Viersen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk jetzt bei 8,1 Prozent (0,3 Prozentpunkte über Dezember; 0,2 Prozentpunkte unter Januar 2025). 

In der Stadt Krefeld liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 11,0 Prozent (Dezember: 10,7 %, Januar 2025: 11,3 %), im Kreisgebiet Viersen nun bei 5,9 Prozent (Dezember: 5,7%, Januar 2025: 6,1%).

Die Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen im Kreisgebiet:

Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst):     4,8 Prozent (Vorjahr: 5,0%)
Nettetal (Nettetal, Brüggen):5,7 Prozent (Vorjahr: 6,1%)
Viersen (Stadt Viersen, Willich, Niederkrüchten, Schwalmtal):6,5 Prozent (Vorjahr: 6,6%)

Arbeitskräftenachfrage

Der Zugang an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen liegt im Januar dieses Jahres bei 456 Stellen, das entspricht dem Niveau des Vorjahres (-1,3%). Der Stellenbestand ist weiterhin stark rückläufig (3.212, -14,5% im Vergleich zum Vorjahr).

„Die Stellenmeldungen bewegen sich auf einem niedrigeren Niveau als in den Vorjahren – dies vor allem bei Stellen für Ungelernte. Mehr als 80 Prozent erfordern mindestens Fachkraftniveau. Dies unterstreicht die Bedeutung von Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung“, so Klauser.