Die Beschäftigung syrischer Staatsangehöriger im Bereich der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich entwickelt. Zum Stichtag 30.09.2025 waren 1.049 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit syrischer Staatsangehörigkeit registriert. 2015 lag die Zahl noch bei 48. Das entspricht einem Anstieg um mehr als das 20-Fache. Allein im letzten Jahr hat die Beschäftigung Syrer um mehr als 10 Prozent zugenommen.
Der kontinuierliche Zuwachs zeigt: Syrerinnen und Syrer sind inzwischen ein fester Bestandteil des regionalen Arbeitsmarktes. Sie arbeiten in zahlreichen Branchen und tragen zur Fachkräftesicherung bei. Besonders stark vertreten sind syrische Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe (253 Personen), in der Arbeitnehmerüberlassung (152), im Handel (121) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (114). Auch im Baugewerbe, im Bereich Verkehr und Lagerei sowie im Gastgewerbe sind viele Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit tätig. Diese breite Verteilung verdeutlicht die zunehmende Integration in unterschiedliche Qualifikationsniveaus und Tätigkeitsfelder.
Gleichzeitig sind aktuell 533 Syrerinnen und Syrer in der Region arbeitslos gemeldet. Davon befinden sich 437 Personen im Bürgergeldbezug (SGB II) und 96 Personen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Im Vergleich zum Vorjahr war hier ein Rückgang von über 33 Prozent festzustellen. Die Zahlen zeigen, dass trotz der positiven Beschäftigungsentwicklung weiterhin Integrationspotenziale bestehen. Häufige Herausforderungen sind fehlende Sprachkenntnisse und nicht anerkannte Berufsabschlüsse.
„Die Entwicklung zeigt klar: Integration gelingt Schritt für Schritt – und Arbeit ist der Schlüssel dazu. Viele syrische Frauen und Männer haben bereits erfolgreich ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt gefunden. Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen auf diesem Weg zu unterstützen und vorhandene Potenziale konsequent zu fördern und zu nutzen“, sagt Matthias Dengler.
