Entwicklung des Arbeitsmarktes
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Leipzig im Januar 2026 gestiegen. 31.428 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1.981 Personen mehr (7 Prozent) als im Dezember und 2.696 Personen bzw. 9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 9 Prozent und lag mit 0,6 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 8,4 Prozent.
Zitat:„Der Leipziger Arbeitsmarkt steht weiterhin unter Druck. Die Arbeitslosenquote ist auf 9 Prozent gestiegen, die Zugänge aus Erwerbstätigkeit mit rd. 3.400 liegen deutlich über den ca. 1.900 Abmeldungen in Arbeit. Diese Entwicklung ist überwiegend saisonal bedingt, zeigt aber anhand der weiterhin rückläufigen Nachfrage auch, dass die Aussichten zu einer kurzfristigen Entspannung auf sich warten lassen.“, so Steffen Leonhardi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 7.056 Personen arbeitslos. Davon kamen 3.397 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 5.103 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.914 eine Erwerbstätigkeit auf.
Zitat:„Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist weiterhin der Stabilitätsfaktor am Leipziger Arbeitsmarkt, auch wenn diese mit 0,2 % im Juli 2025 gegenüber dem Vergleichszeitraum zum Vorjahr zurückgegangen ist.“ meint Steffen Leonhardi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig.
Arbeitsmarktentwicklung nach Rechtskreisen
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 12.911 Personen (1.117 Personen mehr als im Vormonat und 2.494 Personen mehr als vor einem Jahr).
Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 18.517 Arbeitslose registriert (864 Personen mehr als im Vormonat und 202 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 760 (entspricht -2 Prozent) auf insgesamt 30.502.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 38.340 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 1.135 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr.
Arbeitsstellen
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 973 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (37 weniger als im Vormonat, aber 283 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 5.238 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Wichtig:Unser Appell an Unternehmen bleibt: Nehmen Sie frühzeitig mit unserem Arbeitgeberservice Kontakt aufzunehmen, um gemeinsam Wege zu finden, Beschäftigte im Betrieb zu halten und gezielt weiterzubilden.
Weiterbildung und Beschäftigtenqualifizierung sind entscheidende Erfolgsfaktoren, um Stabilität zu sichern.
Den ausführlichen Monatsbericht und weitere interaktive Auswertungen finden Sie im Internet unter www.statistik.arbeitsagentur.de
